Interview mit Chris Heilmann auf der BASTA! Spring 2016

„Edge ist der Browser, über den Sie nicht nachdenken sollen“
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Nach einem Jahr als Programm-Manager im Edge-Team von Microsoft, erzählt Chris Heilmann im Interview mit Windows-Developer-Redakteur Mirko Schrempp, wie es ist, in einem großen Unternehmen Open Source im Web zu machen. Gelockt hat ihn das Versprechen, dass Edge ein Evergreen-Browser wird und es mit dem Internet Explorer tatsächlich zu Ende geht.

Mit Edge spielt Microsoft wieder in der Liga der modernen Browser mit. Um hier die Entwicklung voranzutreiben und mit anderen aktuellen Browsern in Sachen Standard-Kompatibilität und Interoperabilität auf Augenhöhe zu sein, hat man den betagten Internet Explorer aufs Altenteil gesetzt – er wird wohl mit der letzten Enterprise-Legacy-Anwendung sein endgültiges Ende finden. Kein Grund zur Trauer, denn mit Edge gibt es nun eine zukunftsorientierten Evergreen-Browser, dessen stetige Entwicklung seit einem Jahr auch von Chris Heilmann unterstützt wird.

Edge einfach ignorieren

Er will, dass Edge der Browser ist, über den sich Entwickler keine Gedanken machen müssen, weil er einfach kann, was er soll. Denn Entwickler sollen sich nicht um den Browser kümmern müssen, sondern Seiten so bauen, dass sie überall laufen. Und gerade das ist heute eben nicht mehr nur im Browser auf dem Desktop. Immer mehr Formfaktoren und Geräte kommen zum Einsatz, deren Anforderungen berücksichtigt werden müssen. Daher geht Heilmann davon aus, dass sich Edge weiter vom Betriebssystem entfernen wird, um Sicherheit und Kompatibilität zu gewährleisten.

Mit diesem Ziel vor Augen könne er bei Microsoft einfach so weiterarbeiten, wie zuvor bei Mozilla oder anderen Open-Source-Projekten – mit dem entscheidenden Unterschied, dass mehr Ressourcen zur Verfügung stehen.

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Open Source mit Bedacht

Das bringt auch Vorteile für die Webentwickler, die von den Open-Source-Aktivitäten rund um Edge profitieren können. Dazu zählen z. B. die JavaScript-Engine ChakraCore oder das Open-Source-Framework manifoldJS, aber auch Apache Cordova oder Progressive Web Apps. Allerdings sollte man sich den Einsatz von Open-Source-Lösungen auch gut überlegen und schauen, ob sie zum Projekt passen, was man an Zeit investieren muss oder auch, ob genügend Leute im Unternehmen sind, die nötige Kompetenz aufbauen können. Man muss nicht immer dem neueste Hype folgen, aber wenn, dann doch so, dass man auf Kompatibilität achtet.

Optimal für das Jetzt

Sein Rat an die Entwickler ist, im Hier-und-Jetzt zu programmieren und keine Funktionen für die Zukunft einzubauen, da sie nicht wissen können, was noch kommen wird. Wichtiger ist es, die Webseiten immer aktuell und auf der Höhe der Zeit zu halten; damit sind normalen App grundsätzlich einen Schritt voraus.

In seiner BASTA!-Keynote gibt Chris Heilmann noch weiter Beispiele dafür, was im Web momentan falsch läuft und wie man es besser machen kann.

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