Wer sich nur auf das Layout einer Seite verlässt, hat das Web nicht verstanden

Ein iPad-Layout allein reicht nicht
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Seit einiger Zeit kann man im Web einen Layout-Trend beobachten: Webseiten scheinen mehr und mehr so designt zu werden, dass sie möglichst genau wie eine iPad-App aussehen. Nun mag das in mancher Hinsicht kein schlechter Ansatz sein, in anderer Hinsicht ist es wiederum katastrophal, denn das schicke Layout allein reicht lange nicht.

Chris Saad hat einmal aufgelistet, wie sich dieser Trend alles wie eine iPad-App aussehen zu lassen, gestaltet. Gerade News-Seiten weisen derzeit besonders häufig folgende Kriterien auf:

  • Links findet sich eine feste Leiste
  • Die Artikel verfügen über Infinite Scrolling – man landet auf Artikel, auf Artikel, auf Artikel
  • Kommentare werden hinter einem Button/Panel oder irgendeinem anderen hippen Ding versteckt
  • Alles sieht „clean“ aus, zum Beispiel werden Ads versteckt

Nun mögen also wie gesagt einige dieser Punkte nicht verkehrt sein, aber ihnen liegt doch ein Denkfehler zugrunde, wie Saad bemerkt: Die meisten iPad-Apps sind nicht etwa erfolgreich, weil sie dieses bestimmte Layout aufweisen, sondern weil sie eine Verbindung zum User herstellen.: Streams, Social Gestures, durch User generierter Content, Follow, Notifications und zahlreiche weitere soziale Erfahrungen sind aus seiner Sicht der Schlüssel zum Erfolg.

Content wirkt nicht allein durch seine Darstellung, sondern dadurch, dass er Inspiration zur Interaktion liefert.

Sicher sei es auch nicht zu vernachlässigen mit Responsive Designs auf unterschiedliche Plattformen und Screens zu reagieren, aber das allein könne nicht die Lösung sein.

 

Aufmacherbild: HILVERSUM, NETHERLANDS – JANUARY 31, 2014: Pinterest is a pinboard-style photo-sharing website von Shutterstock / Urheberrecht:Twin Design

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