Responsive Design Day IPC Spring 2013/webinale

Erfolgreich auf dem Tablet
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Die Nutzung eines Tablets ist nicht mit der eines Desktop-Computers zu vergleichen. Da wäre zuallererst die Touch-Bedienung, die den wohl wesentlichsten Unterschied macht. Auch ist mobiles Nutzungsverhalten ganz anders aufgebaut als stationäres. Hinzu kommen dann noch alternative Anwendungsumgebungen. Unterm Strich bedeutet dies, dass die verschiedenen tabletspezifischen Möglichkeiten im Webdesign und der Entwicklung berücksichtigt werden müssen. Wie das im Einzelnen aussieht, erläuterte Christian Kuhn (NUISOL) auf dem Resonsive Design Day der IPC Spring 2013 / webinale.

Mobile und Internet sind das Königspaar der digitalen Welt. Inzwischen liegt der Prozentsatz der mobilen Internetnutzung bereits bei 10,3 Prozent. Doch wer nun primär an Smartphones denkt, hat weit gefehlt, denn diese werden verstärkt vom Tablet verdrängt.

Was ist nun zu beachten, um dem Otto-Normal-Tablet-Nutzer eine optimale User Experience zu gewährleisten? Oder fangen wir noch einen Schritt weiter vorne an: Was ist überhaupt User Experience? Im Grunde lässt sich dies nicht pauschal beantworten, da jeder User verschiedene Ansprüche stellt und insgesamt schwer berechenbar ist. Christian Kuhn wagte sich trotzdem an eine Formel: Die Schnittmenge aus Nutzwert, Nutzererlebnis und Usability einer Website ergibt UX. Um diese herstellen zu können, riet Kuhn frühzeitig im Erstellungsprozess mit dem Testen zu starten und Erfahrungswerte und Feedback vom Kunden unmittelbar einfließene zu lassen – ein iterativer Workflow. Schließlich, so Kuhn, schwörte schon Steve Jobs auf das Kaizen- Prinzip der stetigen Verbesserung.

Wichtig sei es darüber hinaus, sich ein Bild von den potenziellen Usern zu machen; Nutzergruppen und Steckbriefe abzustecken und im nächsten Schritt deren Nutzungsverhalten zu ermitteln.

 

Auch der Kontext in dem mobile Internetnutzung vollzogen wird, spielt eine Rolle. In Sachen Tablets zeigt sich, dass so ziemlich überall damit agiert wird: In der Küche wird das Rezept auf dem Tablet befolgt, auf der Couch wird herumgesurft. Überraschenderweise findet die mobile Internetnutzung via Tablet aber verhältnismäßig wenig auf der Straße statt.

 

Der nächste Schritt ist die Berücksichtigung der Hardware und entsprechend variierenden Formfaktoren. Hier müssen sich Entwickler und Designer entscheiden: One for all, also eine responsive Website mit der eine Vielzahl an Devices angesprochen werden kann, oder gezielt für ein spezielles Gerät entwickeln? Zur Darstellung von Inhalten gibt es verschiedenste Methoden, wie Touch-Events, Swipe Boxen und viele mehr.

Insgesamt ergeben sich aus all diesen Faktoren folgende Regeln für ein sinnvolles UX-Design: Es sollte einfach, klar und schnell sein, optimiert für Touch und dem Kontext, der Nutzung angepasst sein.

 

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