Teil 2

Expression Web im Praxistest
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Für das Erstellen von Webseiten existieren die unterschiedlichsten Ansätze und Tools. Das reicht von der Erstellung einzelner Seiten mittels eines Texteditors bis hin zur Programmierung komplexer Webauftritte mit Datenbankanbindung. Irgendwo dazwischen ist das Tool Expression Web angesiedelt. Es verspricht die leichte Erstellung und Pflege von Webauftritten mittlerer Größe und Komplexität. Kann es dieses Versprechen einlösen?

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Zu Beginn.

Die Installation des Programms hält keine Überraschungen bereit. Nach dem Start der Anwendung kann man unmittelbar damit beginnen, ein neues Webprojekt anzulegen. Dazu bietet sich die Verwendung der mitgelieferten Vorlagen an (Abb. 1). An einem einfachen Beispiel werden die einzelnen Schritte nachvollzogen, so wird man am besten mit der Bedienung vertraut. Man startet einen neuen Webauftritt mit dem Menüpunkt SITE | NEUE SITE. Im erscheinenden Dialogfeld kann man aus unterschiedlichen Vorlagen wählen. Alternativ kann auch eine leere Seite bzw. der Import-Assistent ausgeführt werden. Der Import-Assistent ist dann hilfreich, wenn eine bestehende Webseite überarbeitet werden soll. Zum weiteren Probieren wird die Vorlage Kleinunternehmen 4 ausgewählt.

Abb. 1: Expression Web bietet eine Reihe von guten Vorlagen für den schnellen Einstieg

Der Aufbau und die grundsätzliche Vorgehensweise werden deutlich, wenn man sich die generierte Seitenstruktur ansieht (Abb. 2). Für jeden Menüpunkt (Themenbereiche: Nachrichten, Produkte, Dienste .) wurde ein separater Unterordner generiert. Innerhalb dieses Unterordners werden die Elemente und die Hauptseite zu diesem Punkt abgelegt. Diese Hauptseite trägt stets den Namen default.html. Da sich die Navigationselemente, Kopf- und Fußzeilen und z. B. das Titelbild auf allen Seiten wiederholen und identisch sind, sollten diese auch nicht auf den einzelnen Seiten geändert werden. Im Designer erscheint ein entsprechendes Bearbeitungsverbot und im Quelltext sind diese Bereiche als schreibgeschützt gekennzeichnet. Für die wiederkehrenden Elemente werden die Änderungen zentral in der Datei namens master.dwt vorgenommen. Diese Datei wird als Template in jede Seite eingebunden. Bei Änderungen am Inhalt der Datei master.dwt wird der Anwender darauf hingewiesen, dass weitere Dateien gebunden sind. Eine automatische Aktualisierung wird vorgeschlagen. Wird der Vorschlag akzeptiert, dann aktualisiert Expression Web alle angehängten Dateien. Somit ist es für den Entwickler nur notwendig, die Änderungen zentral an einer Stelle vorzunehmen. Man erreicht damit einen ähnlichen Komfort, wie bei einem dynamischen Seitenaufbau (beispielsweise mittels PHP), wo wiederkehrende Elemente während des Parsens im Browser in die aktuelle Datei integriert werden.

Abb. 2: Die Ordnerstruktur des Projekts entspricht der inhaltlichen Struktur der Webseite

Auf den kommenden Seiten folgt:

  • Programmoberfläche
  • Erfassung der Inhalte: Text, Grafiken und Tabellen
  • Zentrales Element: Der Einsatz von CSS
  • Streifzug: Überblick zu wichtigen Programmfunktionen
  • Fazit

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