Firefox 40 mit Support für Windows 10

Firefox 40 ist erschienen
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Nachdem die Firefox-Entwickler fleißig an der Weiterentwicklung des Mozilla-Browsers gearbeitet haben, ist Firefox nun in der Version 40.0 erschienen. Im Gepäck hat die neue Version des Browsers auch dieses Mal wieder zahlreiche Verbesserungen.

Seit dem Release der letzten Firefox-Version 39.0 im Juli haben wieder unzählige Entwickler an der neuen Version mitgewirkt. Besonders hervorzuheben ist diesmal, dass 55 Entwickler mit ihrem ersten Code-Change zu diesem Release beigetragen haben. Die wichtigsten Änderungen hat der Web Platform Advocate Potch im Mozilla-Entwicklerblog vorgestellt.

Neuerungen in Firefox 40

Firefox 40 bringt einige Verbesserungen und Änderungen mit sich, vor allem im Bereich der Developer Tools.
So wurde im Inspector eine Änderung durchgeführt, die es ermöglicht, via Markup View ein Element in den Viewport zu scrollen. Dafür wird der Befehl scroll-into-view genutzt. Zudem kann Inspector nun alle Content-Frames einer Site durchsuchen. Durch das Filtern von CSS-Rules ist es einfacher, sich durch komplexe Stylesheets zu bewegen; außerdem lassen sich CSS-Filter-Values im Inspector optimieren.

css-filtered

Screenshot: http://mzl.la/1hxi0yO

Entwickler können festlegen, auf welche Art Farben dargestellt werden, indem Shift gedrückt und gleichzeitig auf die Farben in der Rules-View geklickt wird. Ebenso warnt die Web-Console nun, wenn Code nicht erreichbar ist:

unreachable

Screenshot: http://mzl.la/1hxi0yO

Auch für Add-ons wurden Verbesserungen vorgenommen, denn bösartige Erweiterungen sind ein wachsendes Problem für alle Browser. Mit Firefox 40 erhalten User eine Warnung über unsignierte Add-ons, behalten aber die Option, sie trotzdem zu installieren. Mit Version 42 sollen alle Firefox-Add-ons zwingend signiert sein, damit sie überhaupt installiert werden können.

Nach 14 Jahren unterstützt Firefox jetzt auch offsetX– und offsetY-Properties für MouseEvents. So wird es wesentlich einfacher, Mausbewegungen auf einem Element innerhalb einer Site zu verfolgen. Dazu muss der zugehörige Code nicht einmal mehr wissen, wo genau auf der Webseite sich das Element befindet. Ein Codebeispiel zeigt die Verwendung der beiden Events:

el.addEventListener(function (e) {
var x, y;
if ('offsetX' in e) {
x = e.offsetX;
y = e.offsetY;
} else {
// addition needed for every offsetParent up the chain
x = e.clientX + e.target.offsetLeft /* ... */;
y = e.clientY + e.target.offsetTop /* ... */;
}
addGlitterMouseTrails(x, y);
}

Zudem gibt Mozilla bekannt, dass Pointer Events in Firefox Nightly verfügbar sind. Pointer Events sollen dabei helfen, die verschiedenen Input-Devices, wie Touchpad oder Stift, über ein gemeinsames API zu verwalten. Das Pointer-API ist zurzeit für Maus und Touch-Events nutzbar. Ausführliche Informationen und eine Anleitung zur Nutzung des Pointer-APIs finden sich im Mozilla-Blog.

Zu den vorgenommenen Änderungen gehören unter anderem auch die Integration von Suggested-Tiles, Schutz vor dem Download unerwünschter Software und Verbesserung der NPAPI-Plugin-Performance. Ach ja, und Firefox unterstützt offiziell Windows 10.

Firefox & Windows 10 – Love will tear us apart

Moment mal – offizieller Support von Windows 10? Nachdem Chris Beard, Mozillas CEO, am 30. Juli einen offenen Brief an Microsoft CEO Satya Nadella verfasste, in dem er die eingeschränkte Browserauswahl unter Windows 10 harsch kritisierte, hörte sich das noch ganz anders an. Mit dem Release von Windows 10 am 29. Juli wurde Microsofts eigener Browser Edge nämlich standardmäßig voreingestellt. Beard bemängelte, dass es durch das neue Design wesentlich schwieriger sei, andere Browser als Standard festzulegen und veröffentlichte daraufhin ein 34-sekündiges Video, in dem erklärt wird, wie man den Standardbrowser unter Windows 10 auf Firefox umstellt.

Scheinbar haben sich die Gemüter mittlerweile beruhigt, denn im Zuge des Releases von Firefox 40 verkündet Mozilla nun vollständigen Support für Windows 10. Firefox hat unter Windows 10 einen frischen Look bekommen: Das User Interface wurde optimiert, sodass der Browser schlanker daher kommt. Außerdem sind die Design-Elemente größer und breiter.

windows 10

Screenshot: http://mzl.la/1J1Uowu

Rückblick: Firefox 39.0.3 schließt kritische Sicherheitslücke

Wer seinen Browser bis jetzt nicht auf Version 39.0.3 oder 40.0 upgedatet hat, sollte das schleunigst tun. Denn am 6. August ist eine kritische Schwachstelle bekannt geworden, die es Angreifern ermöglicht, über den integrierten PDF-Viewer persönliche Daten des Nutzers abzugreifen. Diese außerplanmäßige Sicherheitsaktualisierung wird im Rahmen eines Updates auf Firefox 40 automatisch durchgeführt.


Eine Übersicht über alle vorgenommenen Änderungen in Firefox 40 findet sich in der Liste der gefixten Bugs; die neue Version steht auf der Mozilla-Website zum Download zur Verfügung.

Aufmacherbild: Firefox logotype printed on paper von Shutterstock / Urheberrecht: tanuha2001

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