Firefox 51 hilft beim Aufspüren unsicherer Websites

Firefox 51 kommt mit WebGL-2-Unterstützung
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Mozilla hat mit Firefox 51 eine neue Version seines Browsers veröffentlicht, die eine Reihe an Verbesserungen für Entwickler und User mit sich bringt. So unterstützt Firefox jetzt als erster Browser den WebGL-2-Standard und Nutzer können dank klarer Kennzeichnung nun noch besser erkennen, ob eine Webseite unsicher ist oder nicht.

Im Vordergrund der neuen Firefox-Version steht ein umfassenderes und sichereres Web-Erlebnis des Mozilla-Browsers. Dementsprechend dürfen sich Nutzer auf einige Neuerungen und Verbesserungen freuen – vor allem unter der Haube wurde kräftig geschraubt.

Firefox unterstützt WebGL-2-Standard

Die wohl spannendste Neuigkeit zuerst: Firefox 51 unterstützt den neuen WebGL-2-Standard. Somit haben Entwickler die Möglichkeit, ein neues Level an 3D-Grafik im Web einzusetzen, das bislang nicht verfügbar war. Bisher konnte nur WebGL 1 zum Rendern von Grafiken in ein <canvas>-Element genutzt werden. WebGL 2 basiert auf der OpenGL-ES-3.0-Spezifikation, die eine Reihe neuer Features eröffnet.

Mit WebGL 2 können Entwickler aktuelle Rendering-Funktionen einzusetzen, wie zum Beispiel die Umwandlung von Rückmeldungen, erweiterte Texturierungsfunktionalität und Multisample Rendering Support. WebGL 2 läuft derzeit im Firefox auf Windows, macOS und Linux. Für einen ersten Eindruck der 3D-Grafikschnittstelle dient die interaktive Demo „After the Flood“ von PlayCanvas:

Ausführliche Informationen zur Nutzung von WebGL 2 finden sich im Mozilla-Hacks-Blog.

Unsichere Webseiten leichter identifizieren

Weiteres Augenmerk liegt in Firefox 51 auf der Sicherheit von Web-Nutzern. Deshalb werden jetzt nicht HTTPS-verschlüsselte Webseiten, die Passwörter sammeln – wie zum Beispiel Banken oder E-Mail-Anbieter – deutlicher als potenzielle Bedrohung im Browser gekennzeichnet.

Bislang wurde ein grünes Schloss in der URL-Leiste angezeigt, um per HTTPS gesicherte Verbindungen zu kennzeichnen; in allen anderen Fällen wurde eine neutrale Anzeige ohne Schloss verwendet. Ab sofort werden unsichere Seiten durch ein rot durchgestrichenes, graues Schloss dargestellt.

Links: Unsichere Verbindungen vorher, rechts: Unsichere Verbindungen in Firefox 51" width="700" height="243" /> Links: Unsichere Verbindungen vorher, rechts: Unsichere Verbindungen in Firefox 51

Links: Unsichere Verbindungen vorher, rechts: Unsichere Verbindungen in Firefox 51

Ein Klick auf das i-Symbol zeigt die Angaben „Verbindung ist nicht sicher“ und „Auf dieser Webseite eingegebene Anmeldeinformationen könnten gefährdet sein“.

Verbesserter Multiprozess-Support

Neben den beiden großen Neuerungen hat das Mozilla-Team auch weiter an der Optimierung des Multiprozess-Supports für Desktop-Nutzer von Firefox gearbeitet. Multiprozess bedeutet, dass der Browser nicht als ein einziger, sondern in Form von zwei verschiedenen Prozessen – einem für das User Interface und einem für die Website-Inhalte – abläuft. Dadurch soll Firefox schneller und besser ansprechbar sein.

Ab sofort ist das neue Feature auch für Nutzer von Windows-Geräten mit Touchscreen sowie für Personen mit eingeschalteter Barrierefreiheit und von Lesern einer Sprache, die von rechts nach links gelesen wird, verfügbar.

Des Weiteren bringt Firefox 51 auch IndexedDB2 mit sich, dabei handelt es sich um ein großes Upgrade einer Standard-Schnittstelle für lokalen Speicher. Ausführliche Informationen zu allen neuen Features und Verbesserungen in Firefox 51 bietet der Post im Mozilla-Blog; von dort kann die aktuelle Version auch heruntergeladen werden.

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