Neue Firefox-Version erhält neue WebExtension-APIs und weitere Neuerungen

Firefox 54 kommt mit neuem Multi-Prozess-Modell
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Ab sofort steht Firefox 54 zur Verfügung – und bringt eine ganze Reihe Neuerungen mit. Dazu gehört insbesondere die Überarbeitung des E10S-Multi-Prozess-Modells sowie Support für neue WebExtension-APIs und neue CSS-Properties.

Rund sechs Wochen nach der Veröffentlichung von Firefox 53 Ende April steht mit Firefox 54 nun die neueste Browser-Version des Mozilla-Browsers zur Verfügung. Wie bereits in der Vorgängerversion gibt es auch dieses Mal wieder viele Neuerungen – vor allem im Bereich Multi-Prozess. Die Highlights haben Dan Callahan und Belén Albeza im Mozilla-Entwicklerblog zusammengefasst.

E10S-Multi: Bessere Performance bei komplexen Aufgaben

Wer kennt es nicht: Man sucht im Web nach bestimmten Informationen und hat plötzlich zahlreiche Tabs offen, die im Hintergrund Daten laden. Da heutige Websites immer größer werden und immer mehr komplexe Elemente wie Animationen und Videos nutzen, geht die Ladezeit beim Laden komplexer Websites schnell in den Keller – und damit auch die User Experience.

Um dem entgegenzuwirken, arbeitet das Firefox-Team bereits seit einiger Zeit an der E10S-Initiative. Damit soll der Mozilla-Browser die Load beim Laden solcher Websites in mehrere unabhängige Prozesse aufteilen, anstatt wie bisher alle Tabs in einem einzigen Prozess zu verarbeiten. Mit der Veröffentlichung von Firefox 54 ist diese Änderung nun endgültig im Firefox angekommen.

Ab sofort nutzt Firefox bis zu vier einzelne Prozesse, um Webcontent aus allen geöffneten Tabs im Browser zu verarbeiten. Dazu sagt Nick Nguyen in einem Blogpost im Mozilla-Blog:

This means that a heavy, complex web page in one tab has a much lower impact on the responsiveness and speed in other tabs.

Im Umkehrschluss bedeutet das auch eine bessere User Experience für den Nutzer – gerade auch bei Geräten mit weniger Arbeitsspeicher. Darüber hinaus soll das neue Multi-Prozess-Modell auch für eine bessere Stabilität sorgen.

Neue WebExtension-APIs und CSS-Properties

Neben dem Umstieg auf das E10S-Multi-Prozess-Modell bringt Firefox 54 natürlich auch weitere Neuerungen und Verbesserungen mit. Dazu zählt etwa die Implementierung neuer WebExtension-APIs. So können nun Custom-DevTools-Panel mithilfe von WebExtensions erstellt werden. Ebenso lassen sich Sidebars mit dem sidebar_action-Manifest-Property erstellen, New-Tab-Seiten mit WebExtensions ersetzen oder anpassen und Support für Custom-Protokolle registrieren.

Außerdem bringt die neue Firefox-Version Support für neue CSS-Properties mit. So unterstützt der Mozilla-Browser nun etwa das CSS clip-path-Property, mit dem Nutzer definieren können, welche Teile eines Elements sichtbar sind. Bisher unterstützte Firefox nur als SVG-Datei definierte Clipping-Pfade.

Eine Änderung gibt es auch bei der Bereitstellung künftiger Beta-Versionen. So wird der bisherige Pre-Beta-Release-Kanal „Aurora“ eingestellt; neue Firefox-Releases werden ab sofort vom Nightly- direkt in den Beta-Release-Kanal übertragen. Zudem basiert die Firefox Developer Edition künftig auf der jeweils aktuellen Beta, anstatt wie bisher auf dem aktuellen Aurora-Build.

Alle Informationen zur neuen Firefox-Version fassen der oben genannte Blogpost sowie die Release Notes (allgemein und für Entwickler) zusammen. Firefox 54 steht auf der Produktseite zum Download zur Verfügung.

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