Neue Browser-Version bringt zahlreiche Neuerungen mit

Firefox 55 mit WebVR-Support: Virtual Reality für alle
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Mit Firefox 55 steht die neue Version des Mozilla-Browsers zur Verfügung. Im Gepäck hat sie neben vielen weiteren Neuerungen auch eine Premiere: Firefox 55 ist der erste Desktop-Browser mit WebVR-Support.

Firefox 55 bringt zahlreiche neue Features sowie viele Verbesserungen mit sich. Das große Highlight ist sicher der Support für den neuen WebVR-Standard, doch auch darüber hinaus bietet die neue Browser-Version einige neue Features. Außerdem wurde auch die Performance des Mozilla-Browsers deutlich verbessert. Im Mozilla-Entwicklerblog hat Dan Callahan die Highlights des Firefox-Updates zusammengefasst.

Firefox 55 mit WebVR-Support

Firefox ist der erste Desktop-Browser, der WebVR nativ unterstützt. Aktuell steht der Support zwar nur für Windows-Systeme zur Verfügung, doch der macOS-Support ist bereits in Arbeit und kann in den Nightly-Builds getestet werden. WebVR ermöglicht das Erstellen von webbasierten Virtual-Reality-Experiences, die dann im Browser aufgerufen werden können. Wird in Firefox eine Seite oder App mit VR-Support besucht, können Besitzer eines Headsets wie der Oculus Rift oder HTC Vive diese in der virtuellen Realität ansehen.

Neue Features und Performance-Verbesserungen

Firefox 55 kommt natürlich auch wieder mit vielen Neuerungen und Verbesserungen für Entwickler. Dazu gehört zum einen die Unterstützung mehrerer neuer ECMAScript-2017- und 2018-Features, darunter async-Generatoren und des Rest/Spread-Operators für Objekte. Zum anderen bietet das Netzwerk-Panel der DevTools nun Support für das Filtern von Ergebnissen mit Queries wie zum Beispiel status-code:200.

Auch auf die Verbesserung der Performance wurde bei der neuen Browser-Version Wert gelegt. Neu-Installationen von Firefox unter Windows werden künftig automatisch als 64-Bit-Version installiert. Ebenso geht das Wiederherstellen von Sessions oder das Neu-Starten des Browsers wenn viele Tabs geöffnet sind nun deutlich schneller. Zudem können User nun die Anzahl der Content-Prozesse in den Einstellungen anpassen.

Für eine Performance-Verbesserung sorgt auch, dass die built-in Tracking-Protection-Liste zur Identifikation und Ausbremsung von Tracking-Skripten in Seiten, die im Hintergrund laufen, genutzt wird. Außerdem müssen User in Firefox 55 Flash-Content nun aktiv per Click-to-Activate aktivieren.

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Neue APIs

Die neue Firefox-Version führt auch einige Low-Level-Fähigkeiten ein, die die Performance von anspruchsvollen Web-Applikationen verbessern sollen. Dazu gehört etwa das IntersectionObserver API, das es dem Browser erlaubt, effektiver auf die Sichtbarkeit von Elementen einer Seite zu antworten. Mit dem SharedArrayBuffer- und Atomics-Objekten stehen zudem zwei neue JavaScript-Primitiven bereit, die es Workern erlauben, zeitgleich auf den gleichen Arbeitsspeicher zuzugreifen. Ebenso bietet das requestIdleCallback() API eine neue Möglichkeit, Callbacks zu koordinieren.

Änderungen gibt es auch bei den WebExtension APIs. WebExtensions können ab sofort die „New-Tab“-Seite ersetzen und die Suchmachine des Browsers modifizieren, die Proxy-Settings dynamisch ändern und Berechtigungen, die ihnen gegeben wurden, abfragen und inspizieren.

Alle Änderungen sind sowohl im oben genannten Blogpost als auch den Release Notes zusammengefasst. Alternativ fasst auch ein Blogpost im Mozilla-Blog die Highlights von Firefox 55 noch mal zusammen.

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