Fast for good: Firefox Quantum mit besserer Performance und weniger Memory-Nutzung

Firefox Quantum offiziell verfügbar
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„Fast for good“ – das ist die neue Tagline von Firefox Quantum. Die neue Firefox-Version steht nun offiziell zur Verfügung und bringt viele Verbesserungen, darunter eine deutlich schnellere Performance und weniger Memory-Nutzung.

Es ist das größte Update für den Mozilla-Browser Firefox seit dessen Launch im Jahr 2004 – so schreibt Mark Mayo im Mozilla-Blog. Und das kann sich sehen lassen: Laut Benchmarks bringt die neue Firefox-Version, genannt Firefox Quantum, eine doppelt so schnelle Performance wie die vorige Browser-Versionen. Außerdem wurde für das Release von Firefox Quantum die Core-Browser-Engine komplett überholt und mit den neusten Technologien ausgestattet. Usern soll so eine bessere User Experience geboten werden.

Auch interessant: Project Quantum – Mozillas verbesserte Browser-Engine für Firefox

Photon – das neue User Interface in Firefox Quantum

Vor allem mit zwei Neuerungen will Firefox Quantum die Nutzer von sich überzeugen: einer deutlich besseren Performance und einer deutlich geringeren Memory-Nutzung. Doch das ist längst nicht alles. Die neue Firefox-Version bringt auch ein neues User Interface mit. Die „Photon“ genannte Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, „to modernize and unify anything that we call Firefox while taking advantage of the speedy new engine”.

Für die Entwicklung von Photon hat sich das Research-Team von Mozilla über Monate hinweg angesehen, wie User das Web nutzen und anhand dessen ein neues, funktionaleres UI entwickelt. Dieses kann auf allen Devices problemlos skaliert werden, erklärt Mayo in der Ankündigung. Dazu heißt es weiter:

We looked at real world hardware to make Firefox look great on any display, and we made sure that Firefox looks and works like Firefox regardless of the device you’re using. Our designers created a system that scales to more than just current hardware but lets us expand in the future.

Firefox Quantum unter der Haube

Die wichtigsten Neuerungen betreffen aber nicht das User Interface der neuen Browser-Version, sondern die Performance-Verbesserungen. Mit Firefox Quantum wird das vor einigen Monaten eingeführte Electrolysis-Projekt fortgeführt, das die Basis für eine Multi-Prozess-Architektur in Firefox gelegt hat. So nutzt der Compositor nun einen eigenen Prozess, was vor allem für mehr Stabilität sorgt. Außerdem sorgt der Quantum DOM dafür, dass verschiedene Aufgaben – etwa User-Eingaben – priorisiert werden können, sodass Firefox responsiver reagiert.

Neu ist auch Stylo – eine neue CSS-Engine für Firefox Quantum. Damit ist die Arbeit von CSS-Style-Verarbeitungen nun komplett über alle CPU-Kerne hinweg parallelisiert. Stylo teilt dabei die Arbeit gleichmäßig auf alle Kerne auf. So muss nicht ein CPU-Kern alle Arbeiten erledigen, während die anderen im Ruhezustand verweilen.

Darüber hinaus plant das Entwickler-Team für nächstes Jahr weitere Verbesserungen. Dazu gehört etwa die Einführung von WebRender, also einer neuen Rendering Pipeline sowie die Weiterentwicklung von Quantum Flow. In einem ausführlichen Blogpost im Mozilla Entwicklerblog zeigt Lin Clark, was alles in Firefox Quantum steckt und worauf sich Entwickler noch freuen dürfen.

Einen Eindruck vom neuen Firefox-Browser bietet zudem das folgende Video:

Firefox Quantum steht auf der Produktseite zum Download zur Verfügung.

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