Ein Blick auf die Galeriefunktion von WordPress

Kunstwerke in WordPress präsentieren: Die Galeriefunktion
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Dass man mit WordPress Bilder in seine Beiträge und Seiten einfügen kann, ohne dabei auf Plug-ins zurückzugreifen, ist bekannt. Es scheint aber weniger bekannt zu sein, dass man auch Galerien mit WordPress-eigenen Mitteln einfügen kann. Das heißt, es sind keine Plug-ins dafür notwendig!

Leider denken allerdings viele Websitebetreiber, dass man für die Präsentation von Galerien spezielle Plug-ins benötigt. Das führt in der Praxis oft zum Einsatz von völlig überdimensionierten Plug-ins, die Nutzer in der Bedienung oft überfordern und letztlich dazu führen, dass man Galerien als etwas „wahnsinnig Kompliziertes“ ansieht, das man besser nicht nutzt. Das ist sehr schade, denn Galerien bieten eine gute Möglichkeit, Bilder zu präsentieren.

⚠ Hinweis ⚠

Galerie-Plug-ins haben selbstverständlich ihre Berechtigung, und insbesondere das weitverbreitete Plug-in NextGEN Gallery bietet wunderbare Möglichkeiten, Galerien zu erstellen, zu verwalten und zu präsentieren – für die meisten Bedürfnisse bietet das Plug-in jedoch zu viel. Die WordPress-eigene Galeriefunktion reicht meist aus.

Galerien erstellen

Im Folgenden möchte ich erläutern, wie man eine Galerie in einen Beitrag einfügt – ganz ohne Plug-in.

Bilder auswählen

Abb. 1: Bilder für eine Galerie auswählen

Abb. 1: Bilder für eine Galerie auswählen

Möchte man in einen Beitrag mehrere Bilder in einer Galerie – also zusammenhängend – einfügen, so muss man die gewünschten Bilder zunächst auswählen. Dies geschieht entweder in der Mediathek oder aber unmittelbar nach dem Hochladen von Bildern. Dann klickt man links auf den Link Galerie erstellen.

Das muss man dann noch mit einem Klick auf den Button NEUE GALERIE ERSTELLEN (rechts unten) bestätigen. Spätestens jetzt sollte man die Bilder mit den gewünschten Angaben (Anhang-Details: Titel, Bildunterschrift, Alternativtext, Beschreibung) versehen. Dazu muss das jeweilige Bild aktiviert werden (Abb. 2). Folgende Angaben gibt es:

  • URL: Hier finden Sie den Pfad zum genutzten Bild (kann nicht bearbeitet werden).
  • Titel: Hier setzt WordPress automatisch den Dateinamen ein. Seit WordPress 3.5 nutzt WordPress diese Angabe als alt-Text, falls kein eigentlicher Alternativtext eingegeben wird. Es ist also sinnvoll, diesen Text anzupassen.
  • Bildunterschrift: Dieser Text wird als so genannte Caption unterhalb des Bildes angezeigt. Er ist optional.
  • Alternativtext: Dieser Text wird angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann. Sollte hier nichts stehen, greift WordPress auf den Titel zurück und zeigt ihn als Alternative zum Bild an.
  • Beschreibung: Die Beschreibung eines Bilds wird auf seiner jeweiligen Anhangseite angezeigt. Sie wird nur angezeigt, wenn das Bild (entweder alleine oder als Teil einer Galerie) darauf verlinkt ist.

Danach folgen die Einstellungen für die Galerie.

Abb. 2: Anhangdetails bearbeiten

Abb. 2: Anhangdetails bearbeiten

Galerieeinstellungen

Nach dem Beschriften der Bilder kann man zunächst die Reihenfolge der Bilder festlegen. Das geht per Drag and Drop. Man sortiert die Bilder einfach, indem man sie an ihre gewünschten Plätze zieht. Man kann aber auch eine zufällige Sortierung wählen.

Abb. 3: „Galerie-Einstellungen“

Abb. 3: „Galerie-Einstellungen“

Nun kann man entscheiden, womit die einzelnen Vorschau- bzw. Miniaturbilder verknüpft bzw. verlinkt sein sollen (Link zur, Abb. 3). „Medien-Datei“ bedeutet, dass die Bilder, wie bei Vorschaubildern üblich, mit ihrem eigenen Original verlinkt sind. Die Option „Anhang-Seite“ öffnet eine Galerieseite, auf der auch die Beschreibung des Bilds, die Sie evtl. eingefügt haben, zu finden ist. Außerdem können Besucher auf den Galerieseiten zum vorhergehenden und nächsten Bild navigieren. Sie können auch die OptionKeine“ wählen, sodass die Bilder nicht verlinkt sind, sondern nur angezeigt werden.

Die Galerie kann zudem mit einer unterschiedlichen Anzahl von Spalten dargestellt werden; man kann zwischen ein und bis zu neun Spalten wählen. In der Praxis ist es ratsam, diese Einstellung auf sein Theme abzustimmen. Wie viel Platz bietet Ihnen das Theme, sodass Bilder in einer vernünftigen Größe dargestellt werden können?

Schlussendlich kann man auch die Größe der Galeriebilder auswählen. Die angebotenen Größen entsprechen den Größen, die man auch für einzelne Bilder wählen kann bzw. die in den Mediathekeinstellungen hinterlegt sind.

Hat man alle Einstellungen getätigt, muss man auf den Button GALERIE EINFÜGEN klicken, um die Galerie in einen Beitrag einzufügen.

Darstellung im Editor

Im Texteditor sieht der Code für eine Galerie dann zum Beispiel wie folgt aus:

[gallery columns="3" ids="210,190,181" orderby="rand"]

Im Shortcode für die Galerie finden Sie dann die gewählte Anzahl der Spalten (columns), die eingefügten Bilder (ids) und den Sortierungsmodus (orderby). Die Ids von Bildern erscheinen in der Statusleiste des Browsers, wenn man in der Medienübersicht mit der Maus über das entsprechende Bild fährt. Somit ist es auch möglich eine Galerie „manuell“ zu erstellen oder aber auch abzuändern.

Im visuellen Editor wird die Galerie seit der WP-Version 3.9 so dargestellt, wie sie auch den Besuchern im Frontend präsentiert wird. Wenn man eine Galerie im Nachhinein bearbeiten möchte, kann man das im visuellen Editor machen (Abb. 4), indem man das Symbol GALERIE BEARBEITEN anklickt, das erscheint, wenn man mit der Maus über die Galerie fährt.

Abb. 4: Galerie bearbeiten

Abb. 4: Galerie bearbeiten

Sie haben also durch die WordPress-eigene Galeriefunktion sehr viele Möglichkeiten bei der Gestaltung von Galerien: Sie können die Verlinkung, die Beschriftung, die Größe und die Anordnung der Bilder festlegen und somit immer individuell entscheiden.

Fazit

Ich hoffe, dass ich mit dieser kurzen Anleitung das Einbinden von Galerien in einen Beitrag oder auf einer Seite anschaulich und nachvollziehbar schildern konnte. Und ich hoffe, ich konnte davon überzeugen, dass es in den wenigsten Fällen ein ausgereiftes Galerie-Plug-in braucht, um Galerien in einer WordPress-Installation sinnvoll einzusetzen.

Als Jetpack-Nutzer kann ich mir allerdings nicht den Hinweis verkneifen, dass Jetpack über einige schöne Module im Bereich Fotos und Videos verfügt, die die Präsentation von Galerien noch attraktiver machen, ohne das Einfügen unnötig zu verkomplizieren.

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