Gefühlsduselei in der Team-Kommunikation
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Mit der Kommunikation in international agierenden Teams hat man es manchmal nicht leicht. Sowohl sprachliche Barrieren als auch die kulturelle Komponente können vieles in einem falschen Licht erscheinen

Mit der Kommunikation in international agierenden Teams hat man es manchmal nicht leicht. Sowohl sprachliche Barrieren als auch die kulturelle Komponente können vieles in einem falschen Licht erscheinen lassen. Angie Radtke hat sich nun genau darüber Gedanken gemacht.

Dabei kann Sie auf die Erfahrungen zurückgreifen, die sie in der letzten Zeit im Open-Source-Projekt Joomla! sammeln konnte. Bereits seit Version 1.5 ist sie mit an Bord, in Version 1.6 sogar in einer deutlich einflussreicheren Position. Und da es sich bei Joomla! um ein internationales Projekt handelt, hat sie alle Aspekte und Probleme der Kommunikation kennenlernen dürfen. Drei kritische Stellen hat sie dabei ausgemacht.

Als erstes wäre da die Angst vor fremden Sprachen. In mehrsprachigen Teams wird man sich dabei meist zwangsläufig auf englisch verständigen. Wichtig seien hier zwei Dinge: zum einen sollten Mitglieder, deren Muttersprache nicht Englisch ist, versuchen, ihre Angst abzulegen, zum anderen müssen Muttersprachler lernen, Rücksicht auf die anderen zu nehmen. Gerade in spitzfindigen Diskussionen könnte sich sonst schnell ein ungleicher Kampf entwickeln.

Das nächste Problem ist kultureller Natur. Während es in Deutschland durchaus üblich sei offen Kritik zu üben, verteile man in Amerika eher ständiges Lob. In dem Moment, wo man sich solche Unterschiede bewusst macht, sind die größten Probleme schon aus der Welt geschafft. Wichtig ist, dass man offen füreinander ist und versucht, ein wenig zu erspüren, wo es vielleicht Probleme geben könnte.

Und dann ist da natürlich noch die Sache mit den Gefühlen. Jede gute Software beginnt mit den Sehnsüchten seiner Entwickler. Immer dann, wenn es um Sehnsüchte geht, geht es auch um Emotionen, so Eric Steven Raymond im Aufsatz Die Kathedrale und der Basar zum Thema Open-Source-Entwicklung. Genau hier liege das Problem: fließen diese Emotionen in eine sachliche Diskussion, so ergeben sich zwangsläufig Probleme. Wichtig sei es also, dass man einander Ernst nehme und aufeinander eingehe.

Auch wenn sich die Gedanken in Radtkes Artikel Wie ist das mit der Kommunikation um das in der Vergangenheit von eben solchen Problemen gebeutelte Joomla! drehen, so kann man das Fazit auf jede Art von Projekten anwenden. Am Ende zählt halt doch immer das Ergebnis.

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