Quo vadis, WordPress

Gegen die Wand: WordPress 2.8
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Die Hiobs-Botschaften wollen kein Ende nehmen. Erneut wurde
title=“WordPress 2.8.4: Security Release“ target=“_blank“>eine Sicherheitslücke in WordPress 2.8 entdeckt – und wieder wird mit einer neuen
Version dagegen gehalten. Version 2.8.4 which fixes all known problems is now available for download. Doch wie lange wird es
dieses Mal gut gehen?

Die Ausgangssituation
Download
WP 2.8.4, 2,2 MB

Sieht man sich die Probleme an, mit denen WordPress die letzte Zeit zu kämpfen hat, dann könnte man den Eindruck gewinnen, dass sich bei der Entwicklung die ein oder andere Unachtsamkeit zu viel eingeschlichen haben könnte. Mal treibt der title=“Dem Speichermonster auf der Spur“ target=“_blank“>Speicherverbrauch die Server an den Rand der Belastbarkeit, dann haben registrierte User Zugriff auf die Optionsseiten von Plug-ins und Themes und um etwas Abwechslung in die Geschichte zu bringen sorgt eine title=“Wichtiges Update für WordPress erschienen“ target=“_blank“>XSS-Schwachstelle dafür, dass man ohne Umschweife aus dem Administrations-Bereich geworfen werden kann. Über die sonstigen title=“WordPRess 2.8 mit Startschwierigkeiten“ target=“_blank“>Kleinigkeiten zum Auftakt von Chet Bakers vermeintlichem Siegeszug will ich im Moment gar nicht reden.

Wer dachte, dass sich mit Version 2.8.3 alles bessern würde, durfte sich gestern schnell eines besseren belehren lassen. Angreifer hatten eine Schwachstelle entdeckt, mit der man alle Sicherungen umgehen und title=“Unfreiwillig zurückgesetztes Administrationspasswort“ target=“_blank“>das Passwort des Administrators zurücksetzen konnte.

Nun mag man sagen, dass einige der Fehler nicht sonderlich schwerwiegend seien. Höchstens nervig. Und dass solche Kleinigkeiten eben schon einmal vorkommen können.

Die Zukunft

Das mag für einige der Fehler durchaus richtig sein. Für andere kann das jedoch nicht gelten. Man sollte anfangen, sich ernsthafte Gedanken darüber zu machen, wie es in Zukunft weitergehen soll. Ist die Architektur hinter WordPress bereit für all die Entwicklungen, die sich in den Köpfen der Entwickler zu manifestieren beginnen? Ist der Code stabil und sauber genug, um den Schritt der Vereinigung von Blog und MU-System in Richtung richtiges CMS zu wagen? Oder haben die Kritiker recht, und es wird Zeit, WordPress in seinen Grundfesten zu überdenken?

Zwei mögliche Szenarien warten auf die Anwender. Im ersten entwickelt sich WordPress weg vom schlanken Weblog-System, dass es einst war. Es wird immer mächtiger, in dem es von Haus aus mit immer mehr Funktionen ausgestattet wird. Damit würde es früher oder später in Konkurrenz treten mit TYPO3, title=“Drupal Center“ target=“_blank“>Drupal, Joomla! und Co. Und, sind wir mal ehrlich, dort oben könnte die Luft dünn werden.Im zweiten Szenario könnte man den immer lauter werdenden Stimmen der Community Gehör schenken und eine schlanke Version anbieten, die nur das macht, was man von einem Blog erwartet. Doch ein WordPress Light würde sicherlich nur neben einem normalen WordPress existieren. Zwei zu pflegende Versionen – wo man jetzt doch anscheinend mit einer schon so seine Schwierigkeiten hat?

Augen zu und durch?

Zugegeben: WordPress macht Spaß. Man hat sich schnell reingefunden und kann wirklich sehenswerte Ergebnisse damit erzielen. Solange man keinen Blick unter die Haube wirft oder anfängt, sich über die Zukunft Gedanken zu machen, hat man wirklich ein tolles System zur Hand.

Aktuell scheint es jedoch, als brauche man title=“Was bringt die Zukunft für WordPress“ target=“_blank“>Nerven aus Stahl und einen Leitsatz, der einen durch die komisch anmutenden Zeiten von WordPress hilft. Man kann nur hoffen, dass die Entwickler einen Weg finden, die Situation in den Griff zu bekommen. Sehr viele Fehler kann man sich wohl nicht mehr erlauben, bevor man Angst haben muss, dass die Community den Aufstand probt. Da nutzt es auch nichts, dass es im Stammesgebiet, in dem WordPress zweifelsohne die Rolle des Platzhirsches einnimmt, kaum Wilderer gibt, die das Potenzial in sich tragen, zu einer ernsthaften Konkurrenz zu avancieren. Zumindest noch nicht.

Bis Besserung in Sicht ist, hält man es am besten mit Jules Winnfield. WordPress hat eine große Community und Entwickler, die schnell auf alle Fehler reagieren. Man weiß zwar, dass es nicht Perfekt ist – aber irgendwer da draußen wird schon seine schützende Hand über das Projekt legen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,fürchte ich kein Unglück;denn du bist bei mir,dein Stecken und Stab trösten mich.Psalm 23

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