Hemingway redigiert euren Content
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Adam und Ben Long haben die App Hemingway entwickelt, die hart mit eurem Text ins Gericht geht.
Dabei geht die App nach einem übersichtlichen Farbschema vor: Rotmarkierte Sätze bedeuten, dass der Satzbau

Adam und Ben Long haben die App Hemingway entwickelt, die hart mit eurem Text ins Gericht geht.

Dabei geht die App nach einem übersichtlichen Farbschema vor: Rotmarkierte Sätze bedeuten, dass der Satzbau zu kompliziert ist, so dass euch die Leser vermutlich abspringen werden. Gelb bedeutet, der Satz ist lang und komplex, ihr solltet ihn also straffen oder in mehrere Sätze teilen. Adverben sind zwar schön, um Dinge zu umschreiben, aber zu viele davon und ihr geratet ins Schwafeln. Deswegen werden Adverben blau markiert, so seht ihr auf einen Blick, wie viele ihr im Text habt. Ist etwas lila, bedeutet das, dass ihr es auch einfacher ausdrücken könntet. Per Mouse over erhaltet ihr einen Vorschlag. Die Passiv-Form wird grün markiert, aktive Verben sind vorzuziehen.

Auf der Projektseite könnt ihr euren zu prüfenden Text einfügen. Einziges Manko: Die App ist auf Englisch ausgelegt. Gebt ihr einen Deutschen Text ein, werdet ihr also nur Feedback zu Satzbau und Satzlänge erhalten, da Adverben, passive Verben und zu lange Wörter nicht erkannt werden. Zudem weisen die Entwickler darauf hin, dass die Hemingway-App gewissen Regeln folgt, die aber keine Gesetze sind. Wenn ihr also wisst, was ihr tut, könnt ihr die Anmerkungen durchaus ignorieren, es sind lediglich Hilfestellungen, was ihr an eurem Text verbessern könntet.

Die Passage aus „The Old Man and the Sea“ zeigt: Auch Hemingway selbst hätte laut App kürzere Sätze schreiben können. Screenshot: http://hemingwayapp.com/

Aufmacherbild: Neftali / Shutterstock.com

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