HTML5-Videos in Firefox OS
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Die Darstellung von Videos im Netz hat sich über die Jahre dank der Weiterentwicklung von Web-Technologien deutlich gewandelt. Brauchte man in der Vergangenheit noch Browser-Plug-ins und Flash um Videos darzustellen, lässt sich das heutzutage leicht mit HTML5 bewerkstelligen – immerhin wird HTML5 von den meisten modernen Browsern und mobilen Plattformen unterstützt.

In einem Blogpost im Mozilla-Entwickler-Blog erklärt Mark Wheeler, wie der Video-Support in Firefox OS aussieht und was es bei der Darstellung auf mobilen Devices zu beachten gibt.

HTML5-Videos: Auflösung & Verbindungsgeschwindigkeit

Zwar unterstützen die meisten modernen Browser HTML5, allerdings unterscheidet sich deren Support von Video-Formaten teils deutlich. Den großflächigsten Support erfahren dabei die MP4- und WebM-Video-Formate, wobei Firefox WebM bevorzugt.

Doch nicht nur die Formate sind ein Faktor, der bei der Einbindung von Videos bedacht werden muss, auch die Internetgeschwindigkeit und Unmengen von verschiedenen Displaygrößen bei mobilen Devices beeinflussen die Darstellung von Videos. Dabei kommt es bei der Video-Auflösung vor allem darauf an, wer das hauptsächliche Publikum ist – Desktop-User mit WLAN-Verbindung erwarten meist eine bessere Video-Auflösung als Smartphone- oder Tablet-User mit einer mobilen Internetverbindung.

Da der Support von adaptivem Streaming derzeit noch wenig verbreitet ist, muss sich anderweitig beholfen werden, etwa indem die Displaygröße und Internetgeschwindigkeit des Nutzers geprüft und dementsprechend das Video in einer höheren (oder niedrigen) Auflösung ausgegeben wird.

Das hat zudem den Vorteil, dass nicht noch zusätzliche Daten an den User gesendet werden, um dessen Verbindungsgeschwindigkeit zu ermitteln. Stattdessen wird mit HTML5 die Dauer zwischen Start des Videos und dem Erreichen einer festgelegten Ladezeit des Videos gemessen. So lassen sich zudem Verzögerungen während des Ladevorgangs feststellen. Auch bei den Video-Thumbnails lassen sich Daten einsparen, indem sie als WebP-Dateien kodiert werden – ohne dabei Einbußen bei der Qualität hinnehmen zu müssen.

Es zeigt sich also, dass sich Videos im Web deutlich gewandelt haben, nicht nur, was die einfachere Implementierung angeht, sondern auch, was den Datenverbrauch und die Qualität der Auflösung angeht. Dabei muss sich Firefox OS dank seines nativen Supports von HTML5-Videos nicht hinter anderen Plattformen verstecken.

Aufmacherbild: Movie reel on a wooden background von Shutterstock / Urheberrecht: Fer Gregory

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