Ich hasse meinen Job als Entwickler
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Wenn ich an einem Montagmorgen auf dem Weg zur Arbeit in der Bahn sitze, fällt mir stets auf’s Neue auf, wie deprimiert die meisten Fahrgäste dreinblicken. Geradezu apathisch sitzen sie still da und können es gar nicht abwarten, die nächsten Stunden ihres Lebens im Büro zu verbringen. Ich frage mich in diesen Momenten dann oft, ob ich auch so traurig daherkomme?

Man kennt das ja: Der Chef nervt stets aufs Neue mit irgendwelchen nichtigen Dingen, die uns nicht im Geringsten interessieren und oftmals erkennen wir keinen wirklichen Sinn in unserem beruflichen Handeln. In diesem Zusammenhang fragt man sich: Stimmt irgendwas mit mir nicht? Ist das die Quarterlife-Crises? Müssten wir nicht zufriedener sein? Denkt ihr auch manchmal:

  • Die Arbeit interessiert mich nicht!
  • Der Chef ist ein Idiot!
  • Das Hin- und Herpendeln raubt einem sämtliche Nerven!
  • Die Überstunden bringen mich um!
  • Ich sehe keinen Sinn hinter dem, was ich tue!
  • Ich stehe auf der Stelle, es gibt keine Aufstiegsmöglichkeiten!

Ok, die Darstellung ist vielleicht ein wenig überspitzt, aber nach ausführlichen Gesprächen mit Kollegen und Bekannten ist mir aufgefallen, dass die wenigsten wirklich hundertprozentig zufrieden mit ihrem Job sind.

Was kann man ändern?

Die einfachste Lösung wäre wohl, seinen Job hinzuschmeißen und sich selbst zu verwirklichen (wie auch immer das aussehen mag), aber wer wagt das schon?! Die Angst vor einem wesentlichen Lebensbruch ist verdammt groß, weshalb die meisten sich lieber mit einer suboptimalen Situation arrangieren, als wirklich die Reißlinie zu ziehen. Für diejenigen unter euch, die wirklich bereit für eine Veränderung sind, gibt es zwei grundlegende Tipps und Hilfestellungen, mit denen man für eine bessere berufliche Stellung sorgen kann:

  • Arbeite an deinen Fähigkeiten Sitzt du fest in einem Job, der dich unterfordert und den du womöglich zutiefst hasst, ist es zunächst förderlich, an den eigenen Skills und Fähigkeiten zu feilen. Durch die Erweiterung deiner Expertise sorgst du nicht nur für eine verbesserte Position auf dem Arbeitsmarkt, auch die Eigenmotivation steigert sich bei der Beschäftigung mit neuen Inhalten. Wichtig ist dabei, dass man regelmäßig und konsequent daran arbeitet, sich selbst weiterzuentwickeln, andernfalls verfällt man wieder in seinen alltäglichen Trott und kommt keinen Meter weiter.
  • Lerne, dich selbst besser zu vermarkten Die meisten Informatiker, die ich kenne, sind oftmals verkannte Genies. Zumeist kennen sie sich hervorragend aus und bringen alles mit, um einen anspruchsvollen und gütig bezahlten Job nachzugehen. Woran es oftmals mangelt, ist die Außendarstellung. Ich weiß, schwieriges Thema, doch seien wir ehrlich: Die meisten Entwickler sehen aus wie Lappen. Das ist auch gar nicht sonderlich schlimm, denn es geht ja im Beruf um die inneren Fertigkeiten und nicht um ein ansprechendes Äußeres. Dummerweise nur lassen sich die meisten Menschen wesentlich davon beeindrucken, wie jemand aussieht und spricht, bloß mit Inhalten kann man heutzutage kaum noch jemanden überzeugen. Es ist daher wichtig, sich dessen bewusst zu sein und dementsprechend auch in der Lage zu sein, sich selbst präsentieren zu können. Es geht nicht darum, etwas darzustellen, was man nicht ist, vielmehr sollte man sich genau überlegen, für was man steht, was einen auszeichnet und welche Fähigkeiten man mitbringt, die einen dazu prädestinieren, seinem Traumjob nachzugehen. Das geschickte Verbalisieren der eigenen Skills und Fertigkeiten ist eine wichtige Vorraussetzung dafür, einen besseren Job zu bekommen.

Ganz gleich, wie glücklich oder unglücklich man letztendlich wirklich mit seiner Arbeit ist: Es bringt nichts, ständig seinen Unmut Kund zu tun aber nichts daran zu ändern. Ohne aktives Arbeiten kann man nicht davon ausgehen, seine Ziele und Wünsche zu erreichen. Nichts tun eignet sich in den seltensten Fällen als eine Lösung für seine Probleme.

Aufmacherbild: Closeup portrait, unhappy, angry, mad, pissed off man, annoyed, giving thumbs down gesture, looking with negative facial expression, disapproval, isolated white background. Human emotions signs von Shutterstock / Urheberrecht: PathDoc

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