6 Tipps für Designer im Arbeitsalltag

Improve yourself
Kommentare

Gute Vorsätze haben ja mittlerweile so ihren Ruf weg: Jedes Jahr nehmen wir die Silversternacht zum Anlass, uns große Ziele zu stecken und darauf zu hoffen, dass wir durch den Jahreswechsel unsere Laster und inneren Schweinehunde ablegen könnten. Endlich mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport machen, uns beruflich weiterentwickeln – gute Vorsätze scheinen per se dazu da, um schnellstmöglich wieder gebrochen zu werden. Das Problem daran ist aber zum Großteil, dass die Ziele, die wir uns stecken, meist viel zu hoch sind.

Grafikdesigner Kalpesh Singh hat sich für 2014 auch ein paar Vorsätze überlegt, wie er seine Skills und seine Karriere vorantreiben will. Er versucht dabei nicht das Rad neu zu erfinden, sondern steckt sich Ziele, die gerade weil sie so simpel sind und zum Teil eigentlich selbstverständlich sein sollten, wahrscheinlich gar nicht auf eurer To-do-Liste stehen. Um dennoch das Stigma der guten Vorsätze loszuwerden, wollen wir euch Singhs Ideen hier einfach mal als 6 gute Tipps für die Alltagspraxis von Webdesignern präsentieren.

Arbeitet mit neuen Leuten zusammen

Klar, als Einzelkämpfer kann man sich am besten auf ein Projekt fokussieren, weiß immer genau, was wann wie und wo passiert. Bereits eingespielte Teams verstehen sich unter Umständen blind, auch das hat seine Vorteile. Dennoch lohnt es sich, auch mal wieder über den Tellerrand zu sehen, was die anderen eigentlich so machen und wie sie es machen. Hin und wieder mal mit anderen Leuten zu arbeiten, bedeutet, dass ihr Neues von ihnen lernen könnt – neue Skills, neue Perspektiven und Ideen. Gleichzeitig, und das betrifft vor allem die erwähnten Einzelkämpfer, erlaubt es eine Kollaboration, dass sich jeder auf das konzentrieren darf, was er am besten kann.

Auf dem Laufenden bleiben

Euer Arbeitsfeld, das Web, ist so unbeständig, wie man es sich nur vorstellen kann. Ständig neue Browser, neue Technologien, neue Paradigmen – aber für euch eröffnet das auch immer wieder neue und spannende Möglichkeiten in eurem kreativen Schaffensprozess. Doch damit das so sein kann, müsst ihr auf dem Laufenden bleiben. Wer rastet, der rostet bekanntlich. Also traut euch, neue Territorien zu betreten, verlasst eure Comfort-Zone und erweitert damit euer Repertoire.

Aktualisiert eure Website

Wann habt ihr eigentlich zuletzt an eurem persönlichen Website-Projekt gearbeitet? Das ist schon etwas länger her? Dann nichts wie ran, denn eure Website ist eurer persönliches Aushängeschild, mit der ihr eure Fähigkeiten und eure Design-Philosophie präsentieren könnt. Außerdem ist eure Website euer Spielplatz: Hier könnt ihr nach Herzenslust und mit aller Zeit der Welt herumexperimentieren, bevor ihr’s an den Kunden bringt.

Arbeitet für eine Agentur

Für jemanden, der bisher selbstständig gearbeitet hat, mag dies eine komische Vorstellung sein, aber es kann durchaus Sinn machen, für eine bestimmte Zeit in eine Anstellung zurückzukehren: In Agenturen werden viele Projekte von vielen verschiedenen Kunden gleichzeitig umgesetzt – und das von einer ganzen Horde aus Spezialisten, von denen ihr unter Umständen noch was lernen könnt. Gleichzeitig variieren die Projekte in Agenturen von Webapplikationen bis hin zu Management Tools. Last but not least könnt ihr hier euer Netzwerk sowohl was Kunden als auch was potenzielle Geschäftspartner betrifft, erweitern.

Fangt an zu bloggen

Ähnlich wie eine Website euer visuelles Aushängeschild ist, das eure technische Expertise verdeutlicht, so könnt ihr ein Blog nutzen, um eure Erfahrungen mit anderen zu teilen, Themen zu bestimmen und euer Wissen zum Besten zu geben. Leute, die von eurer Schreibe überzeugt sind, werden vielleicht bald zu Kunden und auch wenn ein Blog weniger eure beruflichen Fähigkeiten formt, so macht ihr damit auf euch Aufmerksam.

Zurückgeben

Ihr kennst euch mit dem Internet aus und habt die Fähigkeit etwas daraus zu machen – auch für die Gemeinschaft. Egal, ob ihr nun beim lokalen Sportverein bei dessen Webseite helft, einen Kurs an der Volkshochschule gebt, Speaker auf einer Konferenz werdet oder euch an einem Open-Source-Projekt beteiligt. Wenn diese Form des Engagements zeitlich für euch nicht drin ist, dann bleibt auch immer noch die Möglichkeit etwas zu spenden – für eine Wohltätigkeitsorganisation oder ein Open-Source-Projekt, das ihr selbst gerne und häufig nutzt zum Beispiel. Welchen Vorteil ihr daraus zieht: Wissen mit anderen zu teilen, bedeutet auch einen Benefit für euch. Sei es, dass ihr eure Vortragskünste verbessert, sei es, dass ihr neue Kontakte knüpft. Mit einer Spende könnt ihr euren Teil an die Gesellschaft zurückgeben und wenn ihr gar für ein Projekt spendet, das ihr selbst nutzt, dann dürfte es keine Frage sein, inwiefern ihr selbst davon profitieren könnt.

Aufmacherbild: You Can Do It! von Shutterstock / Urheberrecht:Krasimira Nevenova

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -