Magento mit Engine Yard in die Amazon Web Services
Kommentare
Betreiber von Onlineshops kennen viele Hürden, die es zu nehmen gilt, bevor sich der Erfolg im E-Commerce-Bereich einstellt. Die Hürde der Kennzahlen...

Betreiber von Onlineshops kennen viele Hürden, die es zu nehmen gilt, bevor sich der Erfolg im E-Commerce-Bereich einstellt. Die Hürde der Kennzahlen beispielsweise, die es zu sammeln gilt, um überhaupt eine Chance gegen den Handelsriesen Amazon zu haben, oder die leidige Wahl des zu verwendenden E-Commerce-Systems, die zwar allesamt sehr mächtig ausgestattet sind, dafür aber an ganz anderen Problemen kränkeln. Wie beispielsweise der Performance.

Gerade den letzteren Punkt geht nun der PaaS-Anbieter Engine Yard an. Denn sie bringen die bekannte E-Commerce-Plattform Magento in die Amazon-Web-Services-Cloud. Das Versprechen ist groß: Mit minimalem Aufwand soll es Shopbetreibern nur möglich sein, ihren Shop beliebig zu skalieren. Doch die sogenannten Magento Community Blueprints, auf denen alles aufbaut, können noch viel mehr.

Magento Community Blueprints

Das Rückgrat des Vorhabens bilden die Blueprints, die verschiedene hochoptimierte Komponenten beinhalten und so eine hohe Performance und einfache Skalierbarkeit garantieren sollen.

These are pre-packaged cloud architectures designed to best run and scale Magento Community in the cloud. In addition to an optimized PHP FPM app server and MySQL, our blueprints come pre-wired with components like Redis, Memcached, and HA Proxy. In 3 clicks you can provision a fully load balanced cloud environment enabled with shared session handling and caching.

Cloud-Power

Engine Yard kann bereits auf eine beeindruckende Cloud-Vergangenheit zurückblicken; viele namhafte Unternehmen wie beispielsweise Groupon oder Hotel Tonight sind mit dem PaaS-Dienstleister groß geworden. Und diese Erfahrung fließt nun auch in das Thema Magento in der AWS-Cloud.

Diese Erfahrung schlägt sich dabei nicht nur im Bereich Support nieder – auch die Bereiche Migration und Optimierung sollen laut offiziellem Blogpost nicht zu kurz kommen. Gerade hier wurde viel Arbeit investiert: Ein komplettes Engineering-Team wurde abgestellt, um die Blueprint-Komponenten zu testen und zu tunen und nebenbei neue Automatismen zu entwickeln, um Shopbetreibern noch mehr Arbeit abzunehmen.

Zero Infrastructure Worries

Das alles seien allerdings nur die ersten Schritte. In Zukunft sollen Shopbetreibern auch Varnish und Solr zur Verfügung stehen – nur einen Klick entfernt. Alle weiteren Hintergrundinformationen zu Magento in der AWS-Cloud findet man auf der eigens dafür eingerichteten Website.

Für den Performance-gebeutelten E-Commerce-Sektor dürfte das ein überaus interessanter Schritt sein, wenn man nicht an bestehenden Lösungen arbeiten möchte oder es sich nicht leisten kann, ein eigenes, hochoptimiertes System zu entwickeln.

Dennoch bleibt zu hoffen, dass die Entwicklung im Bereich E-Commerce endlich weiter vorangetrieben wird. Gerade bei Magento hat man seit der Übernahme durch eBay verstärkt das Gefühl, dass da dringend Nachholbedarf besteht.

Aufmacherbild: E-commerce button on a modern computer keyboard von Shutterstock / Urheberrecht: bloomua

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -