Implementierung enthält WebDriver-Standard und JSON Wire Protocol

Microsoft Edge erhält Support für automatisiertes Testing
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Der Release von Microsofts neuem Betriebssystem Windows 10 und dem neuen Browser Microsoft Edge steht kurz bevor. Während bereits in den letzten Wochen immer neue Features zu Edge hinzugefügt wurden, erhält der Microsoft-Browser kurz vor der offiziellen Veröffentlichung nun ein weiteres nützliches Feature: den Support für automatisiertes Testing.

Zum Einsatz kommt dabei der W3C-Standard WebDriver, durch den Webentwickler Tests zum Automatisieren von Web-Browsern für das Site-Testing schreiben können. Im Edge-Entwicklerblog zeigt das Entwicklerteam, was es mit dem WebDriver-Support in Edge auf sich hat.

Das kann WebDriver

Schon vor einigen Wochen hat das Edge-Entwicklerteam Microsoft Edges Weg zum interoperableren Web vorgestellt. Mit den dort aufgezeigten Prinzipien im Hinterkopf wurde auch bei der Implementierung des Supports von automatisiertem Testing vorgegangen. So soll Microsoft Edge nicht nur den W3C-Standard WebDriver unterstützen, sondern auch das JSON Wire Protocol, das vor allem die Abwärtskompatibilität mit bestehenden Tests sicherstellen soll.

Bei WebDriver handelt es sich um einen aufstrebenden W3C-Standard, der automatisierte Tests deutlich erleichtern soll. Er bietet dafür zum Beispiel eine programmierbare Remote Control zum Entwickeln von komplexen Userszenarien, die automatisiert im Browser gegen die eigene Website ausgeführt werden. Obwohl sich WebDriver noch in einer frühen Standardisierungsphase befindet, setzen bereits zahlreiche namenhafte Web-Properties wie Bing, Azure, SharePoint, Facebook und Google auf die Spezifikation.

Microsoft verspricht sich, so erklärt das Edge-Entwicklerteam, mit der Implementierung von WebDriver vor allem den Aufschluss zu anderen modernen Browsern:

With this new capability, Microsoft Edge can be run through the same regression testing as other browsers, helping developers identify issues with less effort and making sites just work for our end users.

So lässt sich WebDriver nutzen

Um WebDriver mit Microsoft Edge nutzen zu können, wird der MicrosoftWebDriver-Server unter einem Windows Insider Build ab Build 10240 benötigt. Um in die Nutzung von WebDriver einzusteigen, brauchen User zudem ein Testing-Framework der eigenen Wahl sowie ein entsprechendes Language-Binding.

Aktuell hat Microsoft bereits Updates für die C#- und Java-Selenium-Language-Bindings eingereicht und hofft, auch für andere Sprachen in Zukunft Support hinzuzufügen. Im Edge-Entwicklerblog findet sich neben weiteren Informationen zum neuen WebDriver-Support auch ein Code-Beispiel für die Nutzung des Features für automatisiertes Testing.

Aufmacherbild: robot manipulates chemical tubes in the laboratory von Shutterstock / Urheberrecht: science photo

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