Microsoft-Website anno 1994
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Vor 20 Jahren steckte das Internet noch in den Kinderschuhen; gerade einmal fünf Jahre früher wurde es in Cern geboren. Ein Vierteljahrhundert später zeigt sich jedoch eindrucksvoll, was daraus entstanden

Vor 20 Jahren steckte das Internet noch in den Kinderschuhen; gerade einmal fünf Jahre früher wurde es in Cern geboren. Ein Vierteljahrhundert später zeigt sich jedoch eindrucksvoll, was daraus entstanden ist. Vor 20 Jahren ist allerdings noch etwas anderes entstanden: Microsofts erste Website. Und die wurde nun zum Jubiläum wieder live geschaltet – inklusive einer readme.html, in der erklärt wird, was man sich damals dabei gedacht hat.

Microsoft-Website anno 1994

Im Jahre 1994 brachte Microsoft seine erste Website online. Auf klassisch grauem Hintergrund mit einem schicken, an damalige Zeiten angepassten Hintergrundbild, werden nicht nur Produkte sondern auch Hintergründe aus dem Microsoft-Universum präsentiert. Shiny ging es also auch schon vor 20 Jahren zu:

Screenshot der ersten Website von Microsoft Screenshot: Microsoft

Interessant ist allerdings, dass man selbst damals bereits an all jene Besucher gedacht hat, die zum Beispiel keine Bilder im Browser angezeigt bekamen – für diese Besucher hatte man eigens eine Text-Navigation erstellt.

Tatsächlich hatte die Image Map ihre Tücken und benötigte ein paar Kniffe, die man heute aus guten Gründen nicht mehr anwendet.

The image map probably used server-side CGI image map with ISMAP, which has faded away because it’s completely inaccessible. However, being able to pass an X,Y coordinate search parameters via an IMG tag is a neat little HTML Easter egg from ye ancient times.

Internet ist nur ein Hype

Das Internet ist nur ein Hype, soll Bill Gates, Gründer von Microsoft, 1995 einmal gesagt haben. Seitdem sind 19 Jahre vergangen – und jedes einzelne hat ihn Lügen gestraft.

Dennoch: Die Seite, die vor 20 Jahren erstellt wurde, funktioniert auch heute noch tadellos, selbst mit der neuesten Technologie und den neuesten Browsern, wie Chris Heilmann in seinem Blogpost hervorhebt:

This is the power of the web: what you build now in a sensible, thought-out and progressively enhanced manner will always stay consumable. Things you force into a more defined and controlled format will not. Something to think about.

Ob wir das in 20 Jahren auch noch von iOS- oder Android-Apps werden behaupten können, ist zumindest zum jetzigen Zeitpunkt noch mehr als fraglich. Die Zeit wird es zeigen müssen.

Weitere interessante Gedanken und Hintergründe findet man in Heilmanns Blogpost Microsoft’s First Web Page And What it Can Teach Us.

Microsoft macht’s vor

Gerade in den letzten Jahren setzt man aber auch bei Microsoft verstärkt auf Webtechnologien und beweist insgesamt viel Liebe für das Web, indem man beispielsweise verstärkt an neuen Proposals wie beispielsweise den CSS Scrolling Snap Points arbeitet oder mit dem IE DevChannel einen Schritt auf die Community zugeht, um sie an neuen Entwicklungen am Internet Explorer zu beteiligen.

Und jetzt kramt man auch noch seine Jugendsünden hervor.

Die dürften bei vielen von uns ähnlich aussehen – Tabellen-Layouts, Inline-CSS (im besten Fall) und andere, aus heutiger Sicht fragwürdige Entscheidungen hat bestimmt jeder in seinen Anfangsjahren getroffen. Wo also sind eure Jugendsünden?

Aufmacherbild: Time concept. Vintage pocket watch on sand von Shutterstock / Urheberrecht: cosma

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