Mobile Lösungen für Onlineshops
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37,4 Millionen Deutsche besaßen im letzten Jahr ein Smartphone, für 2015 werden die durch Mobile Commerce generierten Umsätze auf 5,9 Milliarden Euro prognostiziert, knapp 14 Prozent der gesamten E-Commerce-Umsätze.
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37,4 Millionen Deutsche besaßen im letzten Jahr ein Smartphone, für 2015 werden die durch Mobile Commerce generierten Umsätze auf 5,9 Milliarden Euro prognostiziert, knapp 14 Prozent der gesamten E-Commerce-Umsätze.

Wer sich dem unumgänglichen Trend des Mobile Commerce anpassen will, muss die verschiedenen mobilen Strategien abwägen und sich im Hinblick auf Traffic und Konversion für die erfolgversprechendste Maßnahme entscheiden, um den mittlerweile hohen Ansprüchen der Nutzer gerecht zu werden. Dass eine Webseite heutzutage mobil optimiert sein muss, steht außer Frage. Suchmaschinen-Riese Google legt sogar so großen Wert auf Kundennutzen und eine bestmögliche Einkaufserfahrung, dass mobil nicht zugeschnittene Webseiten bei mobilen Suchergebnissen weit hinter optimierten Seiten gerankt werden und so signifikant weniger Besucher verzeichnen. Um mobile Besucher auf der eigenen Seite zu halten, können unterschiedliche Taktiken angewandt werden, sie zu perfektionieren; die gebräuchlichsten sind: Mobil optimiert, native App oder Responsive Design (neben genannten werden auch häufig SaaS-Lösungen oder mobile Templates verwendet).

Der Fokus soll hier auf den ersten drei Lösungen für M-Commerce liegen: Eine maßgeschneiderte separate mobile Webseite bietet den Usern ausgewählte Inhalte der Desktop-Seite unter einer angepassten URL (m.example.com/ statt www.example.com). Mobile Webseiten zielen vor allem darauf ab, die Ladezeit der Seite signifikant zu verkürzen. Dies wird durch weniger darzustellende Bilder und eine Seite, die genau auf das Device zugeschnitten ist, das zum Aufrufen benutzt wird, erreicht. Mobile Seiten sind kompatibel für jedes Gerät und außerdem suchmaschinenoptimiert, d.h. Suchmaschinen zeigen sie weit oben in den mobilen Ergebnisseiten an (Vgl. Shopgate White Paper Mobile Suchmaschinenoptimierung im E-Commerce).

Native Apps werden direkt über den Onlineshop des Betriebssystems gekauft oder kostenfrei heruntergeladen. So ist oftmals auch eine offline Nutzung möglich. Native Apps bieten weit mehr Funktionen und Features als konventionelle Web-Apps (beispielsweise den Zugriff auf Kamera oder GPS) und stehen außerdem für einen viel höheren Grad an Personalisierung. Sie sind direkt auf das Betriebssystem zugeschnitten (bspw. iOS oder Android) und können außerdem auf diverse Marketing-Tools wie Push-Nachrichten und QR-Codes zugreifen, die zur Kundenbindung eingesetzt werden können.

Responsive Webdesign (RWD) wiederum stellt exakt die gleichen Inhalte dar, die dem Nutzer auch auf der Desktop-Seite angezeigt werden. Desktop-Seiten werden beim RWD auf jedes Gerät zugeschnitten, von dem sie grade aufgerufen werden – es wird demnach versucht, eine Webseite so zu gestalten, dass sie sowohl auf dem PC als auch auf dem Smartphone oder Tablet eine gleichbleibende Nutzerfreundlichkeit bietet. Umsatzstarke Onlinehändler setzen selten auf Responsive Design. Der entscheidende Nachteil des Prinzips ist die beinahe unmögliche Zufriedenstellung von mobilen und Desktop-Nutzern, die jeweils andere Anforderungen an die Seite haben und deren Ansprüche teils nicht kongruent sind.

Um alle Inhalte optimal anzeigen zu können, benötigt RWD längere Ladezeiten als die Alternativen, was beim User zu Frustration und zum eventuellen Verlassen der Seite führen kann.

Um kurze Ladezeiten garantieren zu können und die Kunden so langfristig an die Seite oder den Shop zu binden, bedarf es einer separaten mobile Webseite, die gewährleistet, dass der User beim Aufrufen der Seite nur mit den wirklich relevanten Inhalten konfrontiert wird. Zur Ergänzung an eine optimale Mobile-Commerce-Strategie bietet es sich an, zusätzlich eine Native App bereitzustellen. Besonders Stammkunden, die oftmals ähnliche Produkte in regelmäßigen Abständen bestellen, können mit einer App angesprochen werden, da diese durch Speichern der Zugangsdaten den Bestell- und Bezahlvorgang extrem erleichtert. Letztendlich ist die Kombination von mobiler Webseite und App eine erfolgversprechende Technik, die die Vorteile beider Lösungen verbindet, um möglichst viele Nutzer auf unterschiedlichen Kanälen zu erreichen und auf deren Erwartungen optimal einzugehen.


Aufmacherbild: Smartphone purchase concept. Smartphone and a shopping cart von Shutterstock / Urheberrecht: rzstudio

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