Mobile-Voice-Survey gibt Aufschluss über die Nutzung der Sprachsuche
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Ein mobiles Gerät, sei es Smartphone oder Tablet, lässt sich nicht nur über das Touch-Display bedienen, auch die Sprachfunktion wird immer häufiger eingesetzt, um mit dem Device zu interagieren. Eigentlich

Ein mobiles Gerät, sei es Smartphone oder Tablet, lässt sich nicht nur über das Touch-Display bedienen, auch die Sprachfunktion wird immer häufiger eingesetzt, um mit dem Device zu interagieren. Eigentlich ist das kein Wunder, immerhin kann der Einsatz der Sprachsuche in vielen Situationen nützlich sein, in denen das Bedienen über Touch-Gesten nicht möglich ist, etwa beim Autofahren. Der von Google in Auftrag gegebene Mobile-Voice-Survey zeigt, dass es vor allem Teenager im Alter zwischen 13 und 18 Jahren sind, die die Sprachsuche mehrmals täglich einsetzen. Doch auch bei den Erwachsenen steigt die Anzahl der Sprachfunktions-Nutzer. Scott Huffman führt durch die Ergebnisse des Surveys, für den 1.400 US-Amerikaner ab 13 Jahren befragt wurden.

Einsatz der Sprachsuche auf mobilen Devices verdoppelt

Der Mobile-Voice-Survey zeigt, dass sich im vergangenen Jahr die Anzahl der Sprachsuchen auf mobilen Devices verdoppelt hat. Wenig überraschend sind es vor allem Teenager, die sich der Sprachsuche bedienen und für die deren Nutzung fest in den täglichen Umgang mit dem mobilen Gerät eingebunden ist. Insgesamt gaben 55 Prozent der befragten US-amerikanischen Teenager an, die Sprachsuche mehrmals am Tag zu benutzen. Doch auch 41 Prozent der Erwachsenen haben dieses Feature bereits für sich entdeckt und nutzen es mehrmals täglich.

Doch wofür wird die Sprachsuche hauptsächlich eingesetzt? Bei der Antwort auf diese Frage ergeben sich unterschiedliche Antworten bei den Jugendlichen und den Erwachsenen. Am häufigsten wird die Sprachsuche bei den Teenagern genutzt, um jemanden anzurufen (43 Prozent), bei den Erwachsenen, um nach dem Weg zu fragen (40 Prozent). Zudem verwenden 31 Prozent der Teenager die Sprachsuche auch als Hausaufgabenhilfe sowie für weitere praktische Anfragen, etwa, um Filmanfangszeiten oder die aktuelle Uhrzeit herauszufinden.

Sprachsuche ist die Bedienmethode der Zukunft

Es gibt einige Situationen, in denen der Einsatz der Sprachsuche Vorteile gegenüber der Nutzung des Touch-Displays hat. Allerdings gibt es Unterschiede, wann Teenager und Erwachsene das Feature nutzen. Jugendliche nutzen die Sprachsuche sowohl, wenn sie allein sind, etwa, während sie fernsehen (59 Prozent), als auch wenn sie sich in Gesellschaft ihrer Freunde befinden (57 Prozent).

Bei den Erwachsenen ist diese Anzahl deutlich geringer: 36 Prozent nutzen die Sprachsuche während sie fernsehen, 24 Prozent haben kein Problem, mit ihrem Smartphone zu sprechen, während sie sich in Gesellschaft befinden. Zudem wird die Sprachsuche von 22 Prozent der Teenager benutzt, während sie im Bad sind, bei den Erwachsenen sind das immerhin 15 Prozent.

Besonders interessant sind natürlich die Gründe, aus denen die Sprachsuche genutzt wird. Hier sind sich Teenager und Erwachsene überwiegend einig – sie nutzen die Sprachsuche vor allem, weil sie diese Bedienmethode als zukunftsweisend sehen.

Glaubt man Scott Huffman, ist der derzeitige Stand der Sprachsuche auf mobilen Geräten aber noch längst nicht alles. Was aber heißt die zunehmende Verbreitung der Sprachsuche auf mobilen Geräten zum Beispiel für Entwickler mobiler Websites? Während es für Desktop bereits mit dem Web Speech API die Möglichkeit gibt, Spracheingaben auf Websites zu ermöglichen, fehlt diese Option bei mobilen Websites. Demnach wäre es vielleicht doch eine Überlegung wert, das Web Speech API auch auf mobilen Websites zu verwenden.

Aufmacherbild: loudspeaker,speaker s von Shutterstock / Urheberrecht: Ralf Gosch

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