Mobile-Web-Apps go Mainstream – nur wann?!
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Schon seit einiger Zeit fragt man sich angesichts der Unmengen an Mobile Apps, die tagtäglich auf den Markt geworfen werden, wann Mobile-Web-Apps endlich als Mainstream bezeichnet werden können.

Die Antwort, so erklärt Matt Asay in einem Blogpost, könnte lauten: schon dieses Jahr. Denn es ist weniger eine Frage, ob die Technologie den nötigen Fortschritt für diese Entwicklung erreicht hat, sondern eher, ob sie endlich entsprechend genutzt wird, anstatt dass nur darüber gesprochen wird.

Web-Technologien machen Web-Apps konkurrenzfähig

Für die meisten Mobile-Web-Apps ist die Technologie schon länger weit genug fortgeschritten, um sie als Mainstream zu etablieren – oder zumindest, wenn man von Hybrid-Apps ausgeht. Denn es gibt laut Nick Harlow einige Gründe, die das unterstreichen. Dazu zählen vor allem die neuen High-Quality WebViews, die auf den meisten Plattformen – allen voran natürlich mit Apples WKWebView – zur Verfügung stehen.

Genauso sorgen Web-Technologien nicht nur für einen großflächigeren Plattform-Support, sie sorgen auch dafür, die Trennung zwischen Desktop und Mobile zu überbrücken und zu verringern. Zudem helfen Web-Technologien dabei, das Applikations-Management und die Sicherheit zu vereinfachen, sowie Entwicklern angesichts der zunehmenden Device-Fragmentierung den Überblick zu behalten.

Trotzdem sind es derzeit gerade einmal knapp zehn Prozent der in den App-Stores zu findenden Apps, die als „echte“ Mobile-Web-App bezeichnet werden können. Allerdings, so erklärt Matt Asay, deuten die aktuellen Trends in der App-Entwicklung vor allem in eine Richtung: nämlich der Hybrid-Apps, gerade, was den Enterprise-Bereich angeht.

Performance und Tool-Mangel sind die größten Probleme bei Mobile-Web-Apps

Eines der größten Probleme, mit dem sich das Mobile Web auseinandersetzen muss, ist die Performance. Es gibt zahlreiche Tipps und Tricks, mit denen sich die Performance verbessern lässt und die dafür sorgen sollen, dass Web-Apps es mit nativen Apps aufnehmen können. Auch Frameworks wie React Native oder Ionic sollen dazu beitragen.

Überhaupt sind Tools ebenfalls ein wichtiger Punkt, der Web-Apps näher an native Apps bringen soll. Dazu erklärt Dimitris Michalakos:

The question is no longer whether HTML5 can produce quality apps, but how easy it is to create quality web apps.

Gerade im Bereich Debugging, Profiling und Memory-Management werden darum verbesserte Tools benötigt, um damit bessere Web-Apps erstellen zu können. Letztendlich ist es nämlich tatsächlich weniger die Frage, ob Mobile-Web-Apps mit nativen Apps mithalten können, sondern wann Mobile-Web-Apps zum Mainstream werden. Matt Asays Schlussfolgerung dazu ist eindeutig:

the answer to that question is either „now“, if you’re paying attention to how developers actually build apps today, or soon, if you’re waiting for them to start talking about the fact that they’re building with the web.

Aufmacherbild: Hand holding smartphone with colorful app icons concept von Shutterstock / Urheberrecht: ra2studio

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