Diese Auswirkungen hat Googles Mobile-friendly Algorithmus auf Desktop-Sites

Mobilegeddon: Viel heiße Luft um Nichts?
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Seit April nutzt Google seinen Mobile-friendly Algorithmus für die Indexierung von Websites. Für viele Websitebetreiber und Unternehmen hieß es nach der Ankündigung erstmal Hand anzulegen und die eigenen Seiten Mobile-freundlich zu gestalten – immerhin will man im Suchmaschinen-Ranking ja nicht hinter der Konkurrenz zurückbleiben.

Grundsätzlich ist die Überlegung nicht falsch, denn dass die Zugriffe auf das Internet von Mobile Devices aus die Zugriffe von Desktops aus überwiegen, ist längst kein Geheimnis mehr. Allerdings, so erklärt Craig Lowell, ist die Angst vor der als Mobilegeddon bekannt gewordenen Änderung möglicherweise nicht weit genug gedacht, weil nicht nur Mobile-Sites von dem Algorithmus betroffen sind, sondern insbesondere auch Desktop-Sites.

Mobile-Suchen sind nicht der einzige wichtige Ranking-Faktor

Dass Mobile-Freundlichkeit heutzutage ein unbestreitbar wichtiger Faktor für den Erfolg einer Website ist, ist nichts Neues. Schon seit einiger Zeit spielt sich ein Großteil des E-Commerces auf mobilen Devices ab und dürfte auch in Zukunft noch weiter zunehmen. Dementsprechend ist es kein Wunder, dass im Zuge der Ankündigung von Google, die Mobile-Freundlichkeit einer Website zur Indexierung einer Website mit einzubeziehen, bei vielen Unternehmen erstmal Panik aufkam.

Allerdings, so sagt Lowell, ist ein wichtiger Punkt an vielen Unternehmen vorbeigegangen: nämlich dass Mobile-Suchen nicht der einzige Faktor sind, der von der Mobile-Freundlichkeit einer Website beeinflusst wird. Auch die Performance spielt für Googles Algorithmus beim Erstellen der Ergebnisse eine Rolle. Die Frage, die sich dabei stellt, ist vor allem, ob diese Betonung der Performance auch in den neuen Mobile-Search-Guidelines bemerkbar ist.

Test unterstreicht Wichtigkeit der Mobile-Freundlichkeit

Dafür hat Catchpoint einen einfachen, aber eindeutigen Test durchgeführt, bei dem insgesamt 36 Seiten mit einzigartigem Content erstellt und auf zwölf einzigartige Keywords optimiert wurden, sodass jedes Keyword auf drei Seiten – zwei Mobile- und einer Desktop-Seite – erscheint. Abgerundet wurden die einzelnen Seiten dann mit verschiedenen Designs und Seitenelementen, die die Performance beeinträchtigen sollten.

Die Ergebnisse des Tests zeigen vor allem, dass die Performance im Ranking der Mobile Sites kaum eine Rolle spielt. Nicht-Mobile-optimierte Seiten wurden dabei deutlich hinter ihren Mobile-Counterparts gerankt – und zwar unabhängig von ihrer Seitenladezeit. Keine Überraschung also, sondern eine Bestätigung dessen, was von der Einführung des Mobile-friendly Algorithmus erwartet werden konnte.

Interessant wird es allerdings, wenn man genau die gleichen Keyword-Suchen auf Desktop durchführt. Diese lieferten im genannten Test genau die gleichen Ergebnisse und rankten die Desktop-Sites sowohl hinter den schnellen, als auch den langsamen Mobile-Site-Versionen (siehe Screenshot).

Screenshot Auswirkungen Mobilegeddon

Screenshot: Auswirkungen von Mobilegeddon

Dazu sagt Craig Lowell:

Not only are the mobile sites all nearly even with regard to where they appear in the rankings while the desktop sites finish last every time, but there’s no difference between those searches conducted on mobile devices and those on desktop computers.

Für Websitebetreiber und Unternehmen heißt das also, dass die Optimierung ihrer Websites für Mobile Devices tatsächlich ein unumgänglicher Schritt ist, um im Suchmaschinen-Ranking möglichst weit vorne mitzuspielen – und zwar egal, wie viel Traffic die Seite tatsächlich von Mobile Devices aus generiert.
Aufmacherbild: Hot air balloons and letters flying out of phone screen von Shutterstock / Urheberrecht: Mirexon

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