Neos 2.0 ist erschienen und legt besonderen Wert auf Stabilität

Neos 2.0 veröffentlicht
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Mit Neos 2.0 ist eine neue Version des beliebten Content-Management-Systems erschienen. Im Gepäck hat sie neben Verbesserungen und Bugfixes auch eine ganze Reihe neuer Funktionen.

Nach acht Monaten Entwicklung und drei Monaten Beta-Phase wurde nun Neos 2.0 veröffentlicht. Das Release markiert einen Meilenstein in der Geschichte des CMS – ein besonderes Augenmerk wurde neben neuen Funktionen auf die Stabilität gelegt. Das Release ist ein Produkt von über 50 Mitwirkenden sowie der Community, die gerade nach der Trennung von TYPO3 eine solide Basis bildet.

Änderungen der Neos-2.0-Version im Überblick

Zu den wichtigsten Änderungen in Neos 2.0 zählt die feinkörnige Zugangskontrolle, die die Verwaltung des CMS erleichtert. Auch gab es weitere Verbesserungen, wie zum Beispiel die SEO-Konfiguration, die Integration von Google Analytics und die Unterstützung von Cloud-Diensten.

Feinkörnige Zugangskontrolle

Besonders für größere Websites mit mehreren Autoren ist die Möglichkeit auszuwählen, wer auf welche Bereiche des CMS Zugriff erhält, eine der wichtigsten Voraussetzungen. Mit Neos 2.0 ist diese Zugangskontrolle nun möglich: Das stärkt einzelne Arbeitsprozesse und reduziert die Komplexität für Editoren. Außerdem wurde die Handhabung von Rollen überarbeitet. So kann ein User eine oder mehrere spezifische Rollen zugeteilt bekommen, die diesen definieren. Für jede Rolle ist eine List-of-Privileges festgelegt, die die Rechte eines Users festlegt. Zuvor gab es nur zwei Rollen: Editor und Administrator. Jetzt können Rechte viel genauer definiert werden, indem so viele Rollen und Genehmigungen wie nötig festgesetzt werden. Zudem kann ein User mehrere Accounts besitzen, die Neos 2.0 unterstützt. Somit ist ein Login ins Backend sowie ins Frontend möglich.

Neos-2.0-UserManagement

Screenshot: http://bit.ly/1JVpVRw

User Interface übersetzt

Das User Interface wurde in verschiedene Sprachen übersetzt, sodass Neos in der präferierten Sprache genutzt werden kann. Dazu zählen Backend-Module genauso wie der Inhalt. Vollständig wurde Neos 2.0 bis jetzt in Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Französisch, Polnisch und Russisch übersetzt. Wer bei der Übersetzung helfen möchte, kann dies auf der Translate-Website tun.

Ubiquitärer Content

Bereits unter Neos 1.2 wurden zahlreiche Verbesserungen für Features des ubiquitären Contents vorgestellt. Mit Neos 2.0 sind diese nochmals überarbeitet worden: Die Übersetzung eines Dokuments in eine andere Sprache wurde verbessert. Möchte man nun einen Inhalt übersetzen, der bis jetzt noch nicht in der Zielsprache existiert, kann man auswählen, ob man mit einer leeren Seite beginnen möchte oder lieber den Original-Content bearbeiten will.

translation-overlay

Screenshot: http://bit.ly/1JVpVRw

Auch die Handhabung des Node-Tree wurde verbessert: Wird eine Seite zu einer anderen Position innerhalb der Hierarchie verschoben, passiert das nun in allen Varianten. Verschiebt man Content von der linken in die rechte Spalte, betrifft das nur die aktuelle Variante. Zusätzlich bleibt nun der Link zwischen Original-Content und Übersetzung erhalten, wenn Content von einer Variante in die andere kopiert wird.

Unterstützung von Cloud-Diensten

Unter Neos 2.0 wurde der Ressource-Management-Core komplett umgeschrieben, sodass nun Support für Cloud-Provider und Media-Management besteht. Da PaaS-Anbieter wie Amazon Web Services EC2 oder Heroku kein beschreibbares und beständiges Dateisystem bieten, können Neos-Nutzer jetzt Content-Delivery-Netzwerke zum Ausliefern von statischen Inhalten nutzen. Dank zwei neu entwickelter Pakete werden nun Rackspace CloudFiles sowie Amazon S3 unterstützt. Die Pakete sollen als Referenz-Implementation für weitere Drittanbieter-Plugins dienen. Diese Änderungen entspringen dem zugrundeliegenden Framework Flow 3.0, das ebenfalls vor kurzem veröffentlicht wurde.

SEO-Verbesserungen & Google Analytics-Integration

Um die Platzierung bei Suchmaschinenergebnissen zu verbessern, stellt Neos 2.0 einige Tools zu Verfügung: Seite und Navigation-Title wurden getrennt, Links sind nun auch in verschiedenen Sprachen maschinenlesbar und auch die XML-Sitemap-Erstellung ist möglich. Zudem können User jetzt mittels verschiedener Konfigurationsmöglichkeiten festlegen, wie die eigene Website auf Social-Media-Seiten wie Facebook oder Twitter aussehen soll.

Außerdem wurde eine nahtlose Integration von Google Analytics vorgenommen. Nutzern werden die Daten jetzt in einem anpassbaren Inspector-Tab angezeigt. In Zukunft soll auch Piwik in Neos integriert werden.

Editor & Media-Browser

Deutlich verbessert wurde auch der Editor. Er ist stabiler und bietet neue Funktionen, mit denen die Arbeit leichter von der Hand gehen soll. So ist die Suche nicht länger „case sensitive“ und die Handhabung von Bildern wurde verbessert: SVG-Files werden nun unterstützt. Auch zeigt der Inspector jetzt detaillierte Informationen wie Erstellungsdatum oder Identifier an.

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Screenshot: http://bit.ly/1JVpVRw

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Screenshot: http://bit.ly/1JVpVRw

 

 

 

 

 

 

 

Im Media Browser wurde das Konzept von Asset-Collections eingeführt. Damit ist beispielsweise das Sortieren, Filtern und Suchen nach Assets möglich. Auch die Medienverwaltung wurde verbessert und das Drag & Drop-Handling überarbeitet.

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Neos 2.0 ist erwachsen geworden

Neben diesen Änderungen wurden noch viele weitere Verbesserungen an Neos 2.0 durchgeführt. So wurde etwa die Dokumentation umstrukturiert und in den Bereich ReadTheDocs verlegt. Zudem bietet Neos 2.0 PDf- und ePub-Rendering, sodass die Dokumentation offline einfacher zu suchen ist.

Mit diesem Release ist Neos zu einem gereiften Content Management System geworden, dem die Trennung von TYPO3 keinesfalls geschadet hat. Das Neos-Team sieht Neos 2.0 vielmehr als Content Application Platform. Das dürfte vor allem Agenturen erfreuen, die nun auf ein stabiles System setzen können.

Eine Übersicht über die in Version 2.0 vorgenommenen Änderungen findet sich in den Release Notes auf der Neos-Website. Dort steht auch die neue Version zum Download zur Verfügung.

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