Pointer Events um jeden Preis? Microsoft will Code mit Google teilen
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Jedes Smartphone hat einen Touchscreen, es gibt Geräte, die mit einem Stift navigiert werden und natürlich wird auch nach wie vor die Maus zur Bedienung eines Desktops benötigt. Dazu kommen noch weitere

Jedes Smartphone hat einen Touchscreen, es gibt Geräte, die mit einem Stift navigiert werden und natürlich wird auch nach wie vor die Maus zur Bedienung eines Desktops benötigt. Dazu kommen noch weitere Eingabemethoden wie die Steuerung mit Controllern oder die von Microsoft entwickelte Kinect-Sensorenleiste. All diese Eingabemodelle müssen beim Webdesign bedacht und idealerweise vereint werden. Microsofts Pointer Events sollten daher ein einheitlicher Standard sein, der dazu dienen sollte, nicht für jeden Browser einen eigenen Eingabe-Code schreiben zu müssen. Dennoch verkündete das Chrome-Team vor einigen Wochen, den Support für Pointer Events einzustellen. Nun erklärte Microsoft-Entwickler Pradeep, dass Microsoft sogar bereit sei, eigene Design-Dokumente und –Code mit Google zu teilen, um Chromes Support von Pointer Events aufrechtzuerhalten – ein verzweifelter Versuch Microsofts, Pointer Events nicht nur zu einem von Microsoft selbst verwendeten Projekt verkommen zu lassen?

Chrome will Pointer-Event-Support einstellen

Pointer Events sollen dafür sorgen, dass Webentwickler nicht für jeden Browser einen eigenen Code für alle Eingabe-Methoden schreiben müssen. Dafür steuerte Microsoft Patches für Blink und Mozillas Rendering Engine bei. Für WebKit entwickelte Microsoft zusätzlich einen Pointer-Events-Prototyp.

Doch obwohl Pointer Events in der Web-Community auf viel Zustimmung stießen, entschied Googles Chrome-Team, den Support für Pointer Events in Chrome einzustellen. Als Gründe dafür nannten sie zum Beispiel, dass die Unterstützung von Pointer Events ein Support eines überflüssigen Eingabemodels sei, dass der Web-Plattform nur zum Nachteil gereichen würde.

Microsofts ist bereit, eigene Design-Dokumente und Code zu teilen

Microsoft glaubt nach wie vor an Pointer Events als Cross-Browser-kompatible Lösung für die verschiedenen Eingabemodelle. Daher bestätigten Microsoft-Entwickler erneut, dass sie bereit seien, interne Design-Dokumente, Architektur-Diagramme, Test-Methoden und sogar Code mit Google und den anderen Browser-Entwicklern zu teilen:

So we want to help make this happen for web developers in an open and interoperable way. To that end, consider this an open invitation for the Chrome, Mozilla, Opera, or Safari teams to come up to Redmond and work with us further on any remaining technical issues

Die Microsoft-Entwickler weisen zudem darauf hin, dass Webdesigner gerne auf gute APIs setzen. Microsoft ist der Meinung, dass Pointer Events dem entsprechen, sodass Microsoft nichts unversucht lassen will, deren Support in anderen Browsern um jeden Preis aufrecht zu erhalten.

Aufmacherbild: Woman’s hand touch cursor computer mouse. File contains a path to isolation. von Shutterstock / Urheberrecht: HomeArt

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