Cross-Browser, Multi-Device-Framework ermöglicht Erstellen von Produktivitätstools in WebVR-Applikationen

Primrose – Framework zum Erstellen von VR-Apps im Webbrowser
Kommentare

Dass 2016 nun endlich das Jahr der Virtual Reality werden soll, haben wir ja nun bereits mehrfach gehört. Ob es stimmt, muss sich erst noch zeigen … Unbestreitbar ist aber, dass die Entwicklung für VR-Experiences – speziell die im Browser – immer beliebter wird. Wenig verwunderlich ist es da, dass immer mehr Frameworks veröffentlicht werden, die genau das vereinfachen sollen – wie zum Beispiel Primrose.

Primrose wird von seinem Entwicklerteam als „a cross-browser, multi-device framework for building productivity tools in WebVR applications“ beschrieben. Es hilft Webentwicklern dabei, Virtual-Reality-Experiences innerhalb von Standard-Webbrowsern auf Desktop und Mobile Devices zu erstellen und bietet dafür eine Reihe nützlicher Features. Zudem steht Primrose Open Source zur Verfügung und kann in anderen FOSS-Projekten eingesetzt werden.

Das kann Primrose

Ähnlich wie das von Mozilla entwickelte Open-Source-Framework A-Frame soll Primrose dazu dienen, VR-Content in den Browser zu bringen – und zwar über verschiedene Browser und Devices hinweg. Im Vordergrund steht dabei jedoch nicht der Game-Development-Aspekt sondern vielmehr die Entwicklung von Produktivitätstools für virtuelle Realitäten.

So beschreibt das Entwicklerteam Primrose nicht nur als Web-Development-Framework zum Erstellen von VR-Experiences im Webbrowser, sondern auch als ein Rapid-Application-Development-Tool zum Prototyping von VR-User-Interfaces. Ebenso bietet das Framework ein Live-Programming-Environment, in dem sich mit der virtuellen Realität und einer bestmöglichen User Experience bei der Nutzung selbiger experimentieren lässt:

The tools that Primrose provides are meant to enable experimentation with the VR form, to try out new ideas in user interface design and figure out what works best in VR.

Features von Primrose

Dafür bringt Primrose verschiedene Funktionalitäten mit sich. So können Entwickler zunächst ihre Szenen mit Blender oder einem anderen 3D-Modelling-Package ihrer Wahl darstellen und eine Webseite erstellen, in der die entsprechende Szene mithilfe von Primrose geladen wird. Anschließend lassen sich Objekte innerhalb der Szene manipulieren. Dafür stehen Interfaces zur Verfügung, die bereits bekannten Standard-Dom-Funktionen ähneln und mit denen Entwickler bereits vertraut sind.

Ebenso umfasst Primrose eine Suite von GUI-Controls wie Buttons und Code-Editor-Controls zum Syntax-Highlighting, die das Erstellen von VR-Applikationen vereinfacht. Mehr Informationen zu dem Framework bietet die Produktwebsite; dort stehen ebenfalls eine ausführliche Dokumentation sowie einige Beispiele zur Nutzung zur Verfügung. Primrose befindet sich derzeit noch in der aktiven Entwicklung und steht auf GitHub zur Verfügung.

Name Primrose
Hersteller Sean T. McBeth
Projektwebsite http://www.primrosevr.com/index.html
GitHub https://github.com/capnmidnight/Primrose/

Aufmacherbild: Fancy a greater amount of early evening primrose flowers and the announcement of the arrival of spring. von Shutterstock / Urheberrecht: banedeki

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -