Produkte und Bilder im Web-Karussell: Sieben Tipps, wie Karussells erfolgreich eingesetzt werden
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Um sich mit seiner Website von der Masse abzuheben, braucht es einen Hingucker. Noch vor einem Jahr waren Web-Karussells das Go-to-Feature fast jeder Unternehmenswebsite – sei es, um Produkte oder die eigene Marke zu präsentieren. Seit einiger Zeit werden sie jedoch immer seltener genutzt, nicht nur, weil viele nicht wissen, wann sich der Einsatz lohnt, sondern auch, weil sie meist nur für geringe Click-through-Raten sorgen.

Sam Green gibt sieben Tipps zum richtigen und erfolgreichen Einsatz von Web-Karussells.

Sieben Tipps zum Einsatz von Web-Karussells

Eine Frage, die sich beim Einsatz von Web-Karussellen stellt, ist die Interaktion des Users mit dem Karussell und wie sich deren Erfahrung damit auf ihre Entscheidungsfreudigkeit beim Kauf auswirkt. Genau das untersuchten zwei Customer-Experience-Analysten bei ClickTale und haben anhand der Ergebnisse sieben Tipps für die Optimierung von Web-Karussells für Desktop und Mobile zusammengestellt:

Tipp 1: Pfeilnavigationen lenken zu sehr ab

Viele Web-Karussels können mit Pfeilen navigiert werden, und Analysen zeigen, dass User gerne mit einer solchen Navigation interagieren. Allerdings sorgt sie gleichzeitig dafür, dass der Besucher zu sehr abgelenkt wird und sich so nicht mehr auf den im Karussell dargestellten Content konzentriert. Dementsprechend niedrig sind die Click-through-Raten.

Tipp 2: Keine Produktbewerbung im Web-Karussell

Angesichts der Tatsache, dass viele Nutzer durch die Navigation und wechselnde Panels abgelenkt sind, ist wenig überraschend, dass Web-Karussells kaum zu einer Kaufentscheidung beitragen. Um seine Produkte vorzustellen und idealerweise auch zu verkaufen, bietet sich stattdessen eine Vorstellung auf einer statischen Seite an.

Tipp 3: Marke oder Dienstleistung bewerben

Während die Produktwerbung eher schlecht im Karussell funktioniert, ist die Bewerbung der eigenen Marke oft umso erfolgreicher, etwa, wenn in den Panels zufriedene Kunden dargestellt und diese Bilder mit kurzen, knackigen Texten unterlegt sind.

Tipps 4 und 5: Nicht erfolgreich auf Desktop, dafür umso erfolgreicher auf mobilen Devices

Während Web-Karussells vor allem auf Desktops nicht besonders erfolgreich sind und nur niedrige Click-through-Raten generieren, funktionieren sie umso besser auf mobilen Devices – zumindest, wenn man dabei auf Bilder setzt. Ein Grund, warum Karussells auf mobilen Devices besser funktionieren, ist die intuitivere Navigation. Mit dem Finger horizontal über das Display zu streichen ist für viele einfacher, als die Maus auf den Navigationspfeil zu bewegen und wiederholt zu klicken.

Tipp 6: Auf wenige Panels beschränken

Auch wenn die Bedienung des Web-Karussells auf dem Smartphone intuitiver ist, gibt es ein Limit für die Anzahl der Panels. Vier Panels ist dabei ideal und sorgt sowohl für hohe Click-through-Raten, als auch dafür, dass die Aufmerksamkeit des Nutzers aufrechterhalten wird.

Tipp 7: Nur ein Bild pro Panel

Durch die kleinere Displaygröße ist es essentiell, dass die Karussell-Panels nicht unnötig vollgestopft werden. So sollte sich auf die Präsentation eines einzigen Bildes oder Produkts pro Panel beschränkt werden.

Beachtet man also einige Faktoren, bieten Web-Karussells nach wie vor eine gute Möglichkeit, der Website einen Hingucker zu verleihen und damit die Aufmerksamkeit des Besuchers auf ausgewählte Produkte oder Informationen zu lenken und so die Kaufentscheidung zu beeinflussen.

Aufmacherbild: Old carousel horses. Paris. Sepia. Retro style postcard. von Shutterstock / Urheberrecht: Elena Dijour

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