Entwicklerteam stellt mögliche Roadmap für Überarbeitung der Komponente vor

Die Zukunft des WordPress-Customizers
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Die Live Preview in WordPress zählt zu einem der wichtigsten Features der beliebten Content-Management- und Blogging-Software. Das Ziel bei der konstanten Überarbeitung der dafür zuständigen Komponente ist es vor allem, User-Vertrauen zu bilden und die so ungeliebten „Save and Surprise“-Momente zu minimieren, bei denen der Nutzer Änderungen im Backend vornimmt und sie im Frontend dann absolut nicht so aussehen, wie man sich das vorgestellt hat.

Um die Zukunft der WordPress-Live-Preview zu diskutieren, hat sich das für die Maintenance der Customize-Komponente zuständige Entwicklerteam bereits vor einigen Monaten mit den WordPress-Lead-Entwicklern zusammengesetzt – mit dem Ziel, eine mögliche Roadmap für die Komponenten selbst und eine generelle Verbesserung der User Experience in WordPress über die Live Preview zu entwickeln.

Im WordPress-Entwickler-Blog hat Weston Ruter nun die Ziele des Customizer-Entwicklerteams für die nächsten zwei Jahre vorgestellt und eine mögliche Roadmap für die Zukunft der WordPress Live Preview dargelegt.

Ziele für die Live Preview in WordPress

Der Erstellungsprozess einer Roadmap ist mindestens genauso wichtig wie die Vision hinter den Plänen und die eigentliche Roadmap selbst. So soll sie vor allem der Community die Chance geben, sich zu den möglichen Änderungen zu äußern und aktiv an den Verbesserungen des CMS mitzuwirken.

Genau das erhofft sich auch das Team hinter der Customizer-Komponente. Die Ziele für die Verbesserung der Komponente dürften für viele User zumindest schon einmal vielversprechend klingen. So soll vor allem für eine deutliche Verbesserung der Performance gesorgt werden; zudem soll auch weiterhin an den aktuellen Live-Preview-Features wie Theme-Browsing und der Theme-Installation sowie Menüs und Widgets gearbeitet werden, um sicherzustellen, dass sie auch in Zukunft möglichst einfach zu nutzen sind.

Gleichzeitig soll mit neuen und anderen User Interfaces experimentiert werden, um die Live Preview in WordPress modernen Standards anzupassen. Ebenso soll der mehrdeutige Modus entfernt werden – sprich, die Customizer-Steuerung könnte künftig bereits im Frontend geladen werden, anstatt wie bisher in der Sidebar im Backend. Zudem soll mit einer neuen User Experience (NUX) experimentiert werden, bei dem auch der Site-Aufbau eine wichtige Rolle spielen soll.

Neue Features für die Customizer-Komponente

Bereits jetzt arbeitet das Entwicklerteam fleißig daran, die oben vorgestellten Ziele in neue Features umzuwandeln. Davon befinden sich einige aktuell schon in der Entwicklung, andere stehen dagegen noch auf der Planungsliste für die Zukunft. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Transactions: die Überarbeitung der Architektur einiger Customizer Internals, die für eine bessere Kompatibilität mit Themes sorgen soll; zudem ermöglichen sie es, die Preview unabhängig vom Customizer anzusehen, sodass sie sich besser mit anderen teilen lassen
  • Selektiver Refresh: nur ein Teil muss neu geladen werden, um Änderungen betrachten zu können, was etwa auch die Duplikation der Anzeige zwischen PHP und JavaScript beseitigt
  • Concurrency: erlaubt das Sperren von bestimmten Einstellungen mithilfe des Heartbeat-APIs, was verhindern soll, das User die Änderungen anderer User überschreiben können
  • Revisions: erlaubt es Plugin-Entwicklern Features wie Entwürfe oder geplante Änderungen hinzuzufügen
  • Theme-Installation
  • Responsive Preview
  • Bootstrapped Customizer: Lazy-loading des Customizers in das aktuelle Frontend ohne die Seite verlassen zu müssen
  • Verbesserungen für Touch-Devices und kleine Geräte

Dazu kommen noch einige weitere Änderungen, die, so erklärt Ruter, priorisiert werden sollten, etwa bei der Sliding-Animation zwischen Panels, der Keyboard-Navigation und der Entfernung von „Dead Ends“ im Interface.

Zu den Plänen meint Ruter außerdem:

As with all components and new features, we shouldn’t be afraid to experiment and fail and should continually push for new experiments and ideas, especially in the context of feature plugins.

Roadmap für eine mögliche Implementierung

Neben der Vorstellung der Ziele und geplanten Features gab Ruter in seinem Blogpost auch ein Beispiel für eine mögliche Roadmap zur Implementierung. So könnte der Partial Refresh bereits in der für Dezember geplanten neuen WordPress-Version, Version 4.4, Einzug halten; die Responsive Preview und Transactions schon in der nachfolgenden Version 4.5. Die folgende Tabelle zeigt die vom Entwicklerteam vorgeschlagene Implementierungs-Roadmap, die im oben genannten Blogpost zu finden ist:

Version Features
4.4 Partial Refresh, Performance-Verbesserungen
4.5 Responsive Preview, Transactions
4.6 Concurrency, Revisions, Theme-Installation, Anfang der Implementierung des NUX-Wizards
4.7 Fokus auf Verbesserungen für Touch-Devices und kleinere Geräte
4.8 Verbesserungen des Developer-APIs
4.9 Verbesserung des UIs, NUX „Wizard Mode“

Allerdings weist Ruter nochmal darauf hin, dass sich die Ziele während der Weiterentwicklung noch ändern können und einige der vorgestellten Features zunächst in einem Feature-Plugin eingeführt werden sollten, bevor sie in den Core implementiert werden. Auch das Feedback der Community dürfte dabei eine wichtige Rolle spielen:

Everything above is just a proposal and we need your feedback to ensure it is the right direction.

webinale – the holistic web conference

Diversity matters – Onlinemarketing 2020

mit Astrid Kramer (Astrid Kramer Consulting)

Das Recht auf Privatsphäre – eine Chance für UX

mit Lutz Schmitt (Lutz Schmitt Design & Consulting)

The Revenge of Structured Data

mit Stephan Cifka (Performics Germany GmbH)

IT Security Summit 2020

Zero Trust – why are we having this conversation?

mit Victoria Almazova (Microsoft)

Digitaler Ersthelfer

mit Martin Wundram (DigiTrace GmbH)

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