Was wurde eigentlich aus … dem Web?

State of the Internet 2013
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Das Unternehmen Akamai hat seinen vierteljährlich erscheinenden Bericht State of the Internet veröffentlicht – und bescheinigt mit dem Abschlußbericht für das Jahr 2013 dem Web hervorragende Aussichten. So wurde alles mehr: die Nutzer, die IPv6-Verbreitung, die durchschnittliche Zugriffsgeschwindigkeit … und die Anzahl der DDoS-Attacken.

Akamai ist einer der größten Anbieter von Cloud-Services – und dennoch weit mehr als ein CDN (wir haben vor Kurzem ein Interview geführt, das wir aktuell aufbereiten). Auf Basis der Dienste, die das Unternehmen anbietet, veröffentlichen sie einmal im Quartal ihren Bericht „State of the Internet“. Und da wir ja alle irgendwie damit zu tun haben, wollen wir die Veröffentlichung des Abschlussberichts von 2013 nutzen, um einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen.

Highspeed Internet?

Ein großer Bereich des State of the Internet beschäftigt sich mit den durchschnittlichen Geschwindigkeiten der Internetzugänge. Und auch wenn die BITKOM im Januar noch verkündete, dass Deutschland in Europa einen Spitzenplatz beim Breitbandausbau belegen würde, sieht die Realität eher düster aus. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 7,7 Mbit/s konnten wir uns im Vergleich zum Vorjahr zwar um 20 Prozent verbessern, belegen aber dennoch gerade einmal den dreizehnten Platz in Europa – unter anderem hinter Israel, Finnland und der Tschechischen Republik. Für die DACH-Region bedeutet das den letzten Platz, weltweit rangieren wir auf Platz 21.

Da ist es auch wenig tröstlich, dass im Vergleich zum Jahr 2012 weltweit ein Anstieg um 38 Prozent zu verzeichnen ist. Dennoch gibt es einen leichten Grund zur Freude: Wenn es um Breitbandverbindungen geht, übersteigt die Wachstumsrate in Europa die 100-Prozent-Marke. Deutschland allerdings ist in dieser Rangliste nicht in den Top 10 zu finden.

Im Bereich „Mobile Connectivity“ sieht es gar noch trauriger aus für deutsche Nutzer. Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von gerade einmal 2,4 Mbit/s rangieren deutsche Mobil-Surfer gerade einmal an der Spitze des unteren Viertels. Und mit einem Peak von 13,7 Mbit/s können wir bestenfalls einen Trostpreis einheimsen.

IPv6

Dass sich der IPv4-Adressraum dem Ende neigt, ist kein all zu großes Geheimnis – eine Umstellung auf IPv6 muss her. Und obwohl traditionell Universitäten in diesem Bereich tongebend sind, können wir hier endlich einmal Akzente setzen:

The United States and select European countries continue to lead the world in terms of IPv6 adoption, with Europe again having seven of the top 10 leading countries. Japan and Peru are the only countries from their respective regions to make the top 10 list.

Deutschland führt diese Liste mit einem Wachstum von 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr an; außerdem rangieren wir weltweit auf Platz 4, was den IPv6-Traffic angeht.

Attacke!

Der Bericht enthält unter anderem auch eine Auswertung über DDoS-Attacken; und die sind im Vergleich zum Jahr 2012 um 50 % gestiegen – insgesamt wurden im Jahr 2013 1.153 DDoS-Attacken registriert. Die meisten Angriffe übrigens von den vereinigten Staaten von Amerika aus. Diese Zahl gilt allerdings nur für Kunden einer von Akamais Dienstleistungen.

Noch nicht genug von Zahlen?

Der quartalsweise erscheinende State-of-the-Internet-Bericht basiert auf Daten, die Akamai, einer der größten Anbieter für Cloud-Services, über seine weltweit verteilten Plattformen sammelt. Er enthält Daten zu Attacken, Breitband- und Mobile-Verbindungen sowie andere Themen, die das Netz betreffen.

Der aktuelle Bericht für das vierte Quartal 2013 kann als PDF direkt bei Akamai heruntergeladen werden. Aufgrund diverser Zahlenspielereien eignet er sich zwar kaum zur Bettlektüre, aber ein paar spannende Fakten findet man alle mal!

Aufmacherbild: Pile of papers isolated on white von Shutterstock / Urheberrecht: Didecs

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