Die Neuerungen in TYPO3 4.6 und ein Ausblick auf die Version 4.7

TYPO3 4.6 –rebase
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TYPO3 legt nach der Veröffentlichung der Long-Term-Support-Version 4.5 ein schnelleres Tempo vor und veröffentlicht nun wieder im Halbjahreszyklus. Welche Neuerungen die auf Performance und Usability getrimmten Versionen mit sich bringen, wird im folgenden Artikel ausführlich vorgestellt.

Nachdem Anfang 2011 die TYPO3-Version 4.5 als LTS-Version veröffentlicht wurde, geht es nun wieder in Halbjahres-Releasezyklen weiter. „LTS“ ist die Abkürzung für „Long Term Support“, wie es das auch für Ubuntu gibt. Für die Version 4.5 wird es drei Jahre lang, also bis 2014, Bugfixes und Security-Updates geben. Auch auf die Rückwärtskompatibilität wird dabei geachtet, veraltete Funktionen werden noch unterstützt.

Mit dem Erscheinen der Version 4.6 des Enterprise-Content-Management-Systems TYPO3 wurde ein großer Schritt nach vorn gemacht und einige Altlasten entfernt. Portierungen aus dem FLOW3- beziehungsweise TYPO3v5-Projekt machen das CMS schneller und sollen Administratoren, Integratoren und Redakteuren den Arbeitsablauf erleichtern.

Der Verzicht auf die Unterstützung des Internet Explorer 6 im TYPO3 Backend lässt viele Webentwickler sicherlich jubeln. Frontend Templates können natürlich weiterhin für den IE6 angepasst werden. Auch TYPO3 setzt bei der Versionierung mittlerweile auf Git und führt Code-Reviews in Gerrit durch [1] – daher kommt auch die Anlehnung des Versionsnamens „–rebase“.

PHP-Einstellungen und Serverumgebung

TYPO3 4.6 setzt eine moderne Serverumgebung voraus: Mindestens PHP 5.3 muss der Webspace unterstützten, sonst lässt sich TYPO3 4.6 nicht installieren. Auch eine MySQL-Datenbank der 5er Reihe ist schon seit Längerem Pflicht. Veraltete Funktionen, die bereits in vorherigen Versionen als deprecated markiert wurden, sind aus dem Core entfernt worden. Konstruktoren werden nur noch über __construct() angesprochen und nicht mehr über den Methodennamen, der wie der Klassennamen benannt ist.

All diese Änderungen haben natürlich zur Folge, dass einige alte Extensions für TYPO3 unter Umständen nicht mehr funktionieren und Fehlermeldungen verursachen. Viele Entwickler haben bereits reagiert und ihre Extensions angepasst. Trotzdem sollte ein TYPO3-Administrator das beim Installieren von Extensions in der TYPO3-Version 4.6 bedenken. Ein Depency Flag in der Extension weist normalerweise auf die Kompatibilität mit 4.6 hin.

Die ImageMagick-Bibliothek [2] zum Umwandeln von Bildern sollte nun in der Version 6 auf dem Webserver zur Verfügung stehen, damit die Bildfunktionen in TYPO3 4.6 optimal funktionieren. Der Ableger GraphicsMagick kann natürlich auch weiterhin verwendet werden. Die PHP SOAP Extension wird ebenfalls für den reibungslosen Betrieb benötigt.

Admins sollten darauf achten, dass die PHP-Einstellungen magic_quotes_qpc und safe_mode nun deprecated sind. Sie sollten in der PHP-Konfiguration ausgeschaltet sein, also auf off stehen. Das Memory Limit in der php.ini muss minimal 64 M aufweisen, damit rechenintensive Prozesse schnell abgearbeitet werden. Ein leistungsfähiger Server beziehungsweise ein spezialisierter Web-Hoster ist zu empfehlen.

Des Weiteren wurden die PEAR-Pakete HTTP_Request2 und NET_Url2 zum besseren Handling von HTTP Requests im Core integriert und können im Install-Tool konfiguriert werden. Die von TYPO3 generierten Browsercookies können nun benannt werden. Wenn mehrere Websites/Domains über eine TYPO3-Installation betrieben werden, konnte es in der Vergangenheit zu Konflikten kommen. Die Cookies können über das Install-Tool oder direkt in der localconf.php konfiguriert werden:

$TYPO3_CONF_VARS[‚FE‘][‚cookieName‘] beziehungsweise $TYPO3_CONF_VARS[‚BE‘][‚cookieName‘].


Auf den kommenden Seiten erwarten Euch folgende Themen:

  • Extbase und Fluid
  • Neue TypoScript- und Backend-Funktionen
  • Lokalisierung
  • Form Wizard
  • Caching-Framework
  • Ausblick auf 4.7
  • Fazit
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