TYPO3: Diskussion über neuen LTS-Releasezyklus
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Kurz nach der Veröffentlichung von TYPO3 CMS 6.2 LTS wurde auf dem Active Contributors meeting in Nürnberg der bisherige und zukünftig angedachte TYPO3-CMS-Releaszyklus diskutiert, was zu einem Neuentwurf

Kurz nach der Veröffentlichung von TYPO3 CMS 6.2 LTS wurde auf dem Active Contributors meeting in Nürnberg der bisherige und zukünftig angedachte TYPO3-CMS-Releaszyklus diskutiert, was zu einem Neuentwurf desselben führte. Wurde sich bisher nur intern der Kopf heiß geredet, lädt das TYPO3-CMS-Team nun offiziell alle Entwickler, aktiv Beitragenden, Agenturen und Kunden dazu ein, an der Diskussion im Forum teilzunehmen bzw. sich mit Fragen – aber auch Kritik – an sie zu wenden.

Bisher sieht der Releasezyklus aus dem Jahr 2011 vor, dass eine LTS-Version alle drei Jahre erscheint und bis ca. einem Jahr nach dem Release der Nachfolger-LTS-Version mit Updates versorgt wird. Das allerdings führe zu enormen Problemen, was die Adaption von Nicht-LTS-Versionen und damit verbundenen, neuen Features angeht.

So kam man dahinter, dass ca. 65 bis 70 Prozent der Nutzer eine LTS-Version im Einsatz haben – und dann im Normalfall aus den verschiedensten Gründen auch auf dieser Version bleiben.

Neues Release-Konzept

Daher hat man nun ein Konzept veröffentlicht, das – wie bereits angedeutet – jetzt zur Diskussion steht. Darin steht unter anderem, dass künftig ein LTS-Release alle eineinhalb Jahre kommen könnte – mit einer Lebenszeit von etwas mehr als drei Jahren könnte das Nutzer animieren, von einer LTS auf die übernächste upzugraden.

Eine weitere große Neuerung soll in der Vergabe der Versionsnummer Einzug halten – folgende Richtigstellung wurde von Ernesto Baschny in den Kommentaren nachgereicht:

Die „LTS-Version“ wird auf jeden Fall größer sein müssen als die letzte EAR-Version in diesen Zweig. D.h. wenn die letzte EAR-Version „7.12.0“ ist, wäre die LTS potentiell „7.13.0“. Das entspricht dem Semantic Versioning. Die genaue Nummer werden wir erst entscheiden, wenn die LTS näher rückt (nächstes Jahr).

Für die Breite Masse wird in Zukunft aber diese Minor-Version (die Zahl nach dem ersten Punkt) nicht mehr relevant sein. Es wird nur noch von „7 EAR“ oder „7 LTS“ die Rede sein. Genau so werden wir das Produkt und die Releases auch vermarkten (und die Agenturen deren Kunden).

Die Minor/Patchlevel-Versionen dienen dann „nur noch“ den technischen Zwecken: Kompatibilität, Minimum Requirements, Feature, API-Stand, Extensions-Kompatibilität usw. Alles rein „technische“ Aspekte.

Durch diese Umstellung solle vor allem die Adaptionsrate von neuen Features beschleunigt werden. Außerdem werde das Versionssystem dadurch deutlicher.

Jetzt darf man gespannt sein, was die Community dazu zu sagen hat.

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