Das Next Generation CMS auf der IPC und WebTech-Con 2014

TYPO3 Neos: Das Content-Management der Zukunft?
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Während der letzten Tage gab es auf der International PHP Conference und WebTech Conference bereits zahlreiche Möglichkeiten, sich mit allerhand Themen aus den unterschiedlichsten Web-Bereichen zu befassen. Ein Teil der Konferenz hat sich mit dem Content-Management-System der Zukunft beschäftigt: TYPO3 Neos. In drei spannenden Sessions erklärten die beiden TYPO3-Neos-Experten Robert Lemke und Patrick Lobacher, was das CMS eigentlich kann und wofür es bereits erfolgreich eingesetzt wird.

TYPO3 Neos –  Was im Next Generation CMS drinsteckt

TYPO3 Neos erschien Ende letzten Jahres nach achtjähriger Entwicklungsphase und läutet damit die Ankunft einer neuen Generation von Content-Management-Systemen ein. Zwar gibt es bereits zahlreiche verschiedene CMS auf dem Markt, die den verschiedenen Ansprüchen ihrer Nutzer gerecht werden, häufig schaffen sie es aber nicht, Performance und Technologie mit Usability zu vereinen.

Anders verhält es sich bei TYPO3 Neos, das beides miteinander verknüpft. Im Vordergrund des Next Generation CMS stehen einerseits die Usability für Redakteure und Anwender, andererseits die Flexibilität und Leistungsfähigkeit für Entwickler.

Da fragt man sich schnell, was eigentlich hinter all dem steckt. Eine Antwort darauf lieferte Patrick Lobacher, der in seiner Session TYPO3 Neos – Next Generation CMS auf der WebTechCon das neue System vorgestellt und die technischen Details ausführlich erklärte.

Zur Sprache kamen dabei zum Einen die Features von TYPO3 Neos, etwa die sehr intuitiven Bearbeitungsmöglichkeiten, das Multi-Channel-Publishing, die Optimierung für die Bedienung über Touch oder das darunter liegende starke Flow-Framework. Zum anderen stellte Patrick Lobacher die Architektur und Struktur des neuen Content-Management-Systems vor, wobei vor allem der Unterbau des CMS im Vordergrund standen.

Dabei zeigt sich, dass TYPO3 Neos eines der fortschrittlichsten Content-Management-Systeme ist und sich damit für vielfältige Projekt-Typen einsetzen lässt.

CMS und Dritt-Partei-Systeme reibungslos miteinander verbinden

Als Auftakt zur Vorstellung von TYPO3 Neos und dessen Benutzung, erklärte Robert Lemke bereits am Dienstag in seiner Session Seamless Integration Architecture for Content Commerce Websites wie sich Drittpartei-Systeme in ein Content-Management-System wie TYPO3 Neos integrieren lassen. Dafür hat er ein praktisches Beispiel mitgebracht: die Neu-Gestaltung der Website für das Unternehmen Anita Dr. Helbig.

Hier wurde die Shop-Software Magento in das CMS integriert, was vor allem für eine reibungslose User Experience sorgen soll, da einerseits die Suche über alle eingebundenen Systeme ermöglicht wird, andererseits aber Content integriert wird, der über die einfache Darstellung des Produkts hinausgeht, indem er zum Beispiel direkt auf die Shop-Seite verweist.

Eine der größten Herausforderungen dabei ist, dass man nicht erkennen sollte, dass de facto mehrere Systeme genutzt werden. Dementsprechend müssen etwa das Design und die Navigation möglichst ähnlich gestaltet sein.

Bei der Integration kann auf eine von vier verschiedenen Möglichkeiten zurückgegriffen werden:

  • Seite an Seite zwischen Shop und CMS
  • das CMS überwiegt
  • der Shop überwiegt
  • ein Caching-Layer zwischen Shop und CMS

So lässt sich jedoch nicht nur ein Online-Shop in ein Content-Management-System integrieren, auch Booking-Seiten können so eingebunden werden.

Multi Language Websites in TYPO3 Neos erstellen

In seinem Vortrag zum Thema Multi Language Websites with TYPO3 Neos gab Robert Lemke weitere Einblick in die praktische Arbeit mit dem Content-Management-System. Im September wurde die erste TYPO3-Neos-Website, die Content-Dimension-Features unterstützt, am Markt eingeführt – ein Feature, mit dem nicht nur neue Sprachen mit passenden Fallback-Szenarios eingeführt werden können, sondern das auch neue Wege zur personalisierten Customer Experience bietet.

Die Gestaltung der neuen globalen Website für das Unternehmen Anita Dr. Helbig, das für die Herstellung von Damenwäsche und Bademoden bekannt ist, stellt durch den Anspruch, Content mit Online-Shop und individuellen Personalisierungsmöglichkeiten zu verbinden, die Entwickler vor eine Herausforderung. Mit TYPO3 Neos wurde ein Portal erstellt, das vor allem durch seine Usability überzeugt. Genauso wurde mit dem CMS auch Wert auf eine responsive Gestaltung der Seite gelegt.

Ein weiterer wichtiger Aspekt, den Robert Lemke in seiner Session auf der IPC beschrieb, ist die Erstellung von Multi-Language-Websites. Dabei gab er vor allem Tipps, wie sich das neue Content-Dimensions-Feature von TYPO3 Neos verwenden lässt und wie sich mit TYPO3 Neos erstellte Websites übersetzen lassen.

Für die Übersetzung sollte eine Eins-zu-Eins-Übersetzung der bestehenden Struktur möglich sein. Mit Content-Dimensions können mehrere Varianten des gleichen Contents erstellt werden. Dabei ist es auch möglich, bestimmten Content nur in einer Sprache darzustellen, während er in einer anderen Sprache nicht oder nur teilweise – zum Beispiel die Überschrift – angezeigt wird. Zudem gibt es keine Default-Sprache, wodurch eine Cross-Translation ermöglicht wird. Content-Dimensions sind also ein überaus nützliches Feature, das ab der kommenden Version von TYPO3 Neos zur Verfügung stehen soll.

TYPO3 Neos will also das Content-Management-System der Zukunft sein – angesichts dessen, was sich bereits jetzt mit dem CMS leisten lässt, dürfte dem nichts mehr im Wege stehen.

Aufmacherbild: metal key with cms tag – 3d illustration von Shutterstock / Urheberrecht: örg röse-oberreich

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