F12-Entwicklertools mit asm.js-Neuerungen

Universal Windows Apps jetzt mit asm.js-Support
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Auf Wunsch der Community hat Microsoft im Juni 2015 den Support für asm.js in Microsoft Edge integriert, der mittlerweile ab der Browser-Version Microsoft EdgeHTML 13.10532 per Default unterstützt wird. Damit können ab sofort auch Hosted Web Applications und WebView in allen Universal Windows Apps vom asm-optimierten Code profitieren.

Bei asm.js handelt es sich um ein Subset von JavaScript, dessen Aufgabe es ist, High-Performance-Anwendungen in den Browser zu holen. Durch den Verzicht auf Dynamic Type Guards, Garbage Collection und Boxed Values nähert es sich vor allem performancemäßig den Sprachen C und C++ an.

Test-Demo: Asm.js Chess Battle

Um die durch asm.js gewonnenen Leistungssteigerungen zu demonstrieren, hat das Edge-Team jetzt eine neue Test-Drive-Demo veröffentlicht: Asm.js Chess Battle. Dabei treten zwei Instanzen der populären Open-Source Stockfish Chess Engine gegeneinander an – wobei eine davon mit asm.js-Support aufgestockt wurde und die andere nicht. Aufgrund des signifikanten Performance-Vorteils der asm.js-optimierten Engine kann diese wesentlich mehr Züge pro Spielzug – der maximal 200 ms dauert – abschätzen, was ihre Siegeschancen im Vergleich zur Engine ohne asm.js-Unterstützung deutlich erhöht. Wer sich das beeindruckende Schauspiel ansehen will, kann das im Windows-Blog tun.

Universal Windows Apps und Asm.js

Sowohl die Performance-Steigerungen als auch das voraussagbare Verhalten sind natürlich nicht nur im Web sondern auch außerhalb des Browsers wünschenswert. Da die Universal Windows Plattform auf die gleiche Chakra-Engine zurückgreift, die hinter Microsoft Edge steht, sollen zukünftig auch Hosted Web Apps und Universal-Windows-Platform-Apps, die den Web View Control nutzen, von den Performance-Verbesserungen profitieren können. Im Zuge dessen sollen Windows-Insider-Preview-Builds mit der Versionsnummer 10532 und höher mit asm.js-Optimierungen versorgt werden.

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Um die daraus resultierenden Vorteile zu demonstrieren, stellt das Edge-Team die Chess-Battle-Demo in der Web-View-Beispiel-App JSBrowser zur Verfügung. Die Demo verdeutlicht, dass der asm-js-optimierte Player sowohl in der App als auch im Browser vom Performancevorteil profitieren kann.

F12 Developers Tools und Asm.js

Das Debuggen von asm.js kann eine echte Herausforderung bedeuten, was der unterschiedlichen internen Darstellung von asm.js-optimiertem Code und „normalem“ JavaScript-Code geschuldet ist. Aktuell wird asm.js von allen Browsern als normaler JavaScript-Code behandelt, wenn ein In-Browser-Debugger verwendet wird. Um Entwickler dabei zu unterstützen, das Verhalten von asm.js-Code besser verstehen zu können, hat das Edge-Team die F12-Entwicklertools überarbeitet: Ab sofort soll es möglich sein, laufende Skripte auszuwählen, die asm.js-Optimierungen enthalten, und auch weiterhin Console Messages und Exceptions einzusehen, indem der Debugger über den connect/disconnect debugger-Button abgeschaltet wird. Die Console Messages finden sich dann entsprechend im Console-Tab.

Wer jetzt neugierig geworden ist und mit asm.js in Microsoft Edge experimentieren möchte, sollte darin zu about:flags navigieren und asm.js aktivieren. Alle weiteren Infos finden sich wie immer im Windows-Blog.

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