Neuer Browser trumpft mit hoher Personalisierbarkeit auf

Vivaldi: Erste Beta-Version veröffentlicht
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Der neue Browser Vivaldi ist in die Beta-Phase eingetreten. Das Projekt zielt darauf ab, besser personalisierbar zu sein als die bisher vorhandenen Browser-Optionen. Seit der Veröffentlichung der ersten Technical Preview im Januar wurden dem neuen Browser einige interessante Features hinzugefügt.

Vivaldi basiert auf Chromium und ist nun mit alle Chrome-Extensions kompatibel. Im Gegensatz zu den hergebrachten Produkten aus dem Hause Google und der sonstigen Konkurrenz besticht der Browser jedoch dadurch, besonders viele Möglichkeiten zur persönlichen Anpassung mitzubringen. So können offene Tabs beispielsweise in Gruppen unterteilt werden. Auch die Adresszeile kann individuell platziert werden. Durch eine Kachel-Ansicht können mehrere Websites im gleichen Fenster betrachtet werden.

© 2015 Vivaldi Technologies™

Gekachelte Websites in Vivaldi © 2015 Vivaldi Technologies™

Gute Usability im Zentrum

Außerdem ist es in Vivaldi möglich, eigene Kurzbefehle zu definieren, die den Zugriff auf Browser-Funktionen per Tastatureingabe erlauben. Das könnte sich in Bezug auf die Barrierefreiheit als großes Plus erweisen. Neu in der aktuellen Beta-Version sind darüber hinaus der Support von HTML5 Video-Tags sowie die Unterstützung von Geolocations. Auch private Fenster können in Vivaldi ab sofort genutzt werden.

Die Pfeiltasten dienen in Vivaldi zur freien Navigation auf Websites. Außerdem unterstützt der Browser Web Panels. Diese machen es möglich, Websites in der Seitenleiste des Browsers zu öffnen, während das Hauptfenster zur Anzeige anderer Seiten genutzt wird. Ein E-Mail-Client ist ebenfalls in Vivaldi integriert. Für den Nutzer bietet der Browser also viele interessante Neuerungen.

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Moderne technische Basis

Auf der technischen Seite wird die Benutzerschnittstelle durch NPM Module und Node.js erzeugt. Im Hintergrund wurde der Browser auf React und JavaScript aufgebaut.  Auf einen Support von NPAPI-Plugins müssen Nutzer nun allerdings auch in Vivaldi verzichten, da der Browser auf Chromium aufbaut und auch dort die Unterstützung dieser Legacy-Technologie beendet wurde.

Die Beta-Version des neuen Browsers kann kostenlos von der Projekt-Website heruntergeladen werden. Die Macher hinter dem Projekt überschreiben ihre Seite mit dem Slogan „Ein Browser für unsere Freunde“ und möchten genau das verwirklichen. Der User soll an erster Stelle stehen, Websites sollen auch auf älteren Geräten schnell laden. Auf die bereits aus Chrome und Co. vertraute Funktion der Synchronisation mehrere Installationen muss der Nutzer allerdings noch ein wenig warten – geplant ist diese Funktion, sogar mit einer verschlüsselten Datenübertragung. Umgesetzt wurde sie allerdings noch nicht.

Aufmacherbild: © 2015 Vivaldi Technologies™

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