Warum WordPress PHP so beliebt macht
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Regelmäßig gibt der TIOBE Programming Community Index in einem Ranking Auskunft über die Popularität der verschiedenen Programmiersprachen. Dazu analysiert das Unternehmen die Suchanfragen nach den

Regelmäßig gibt der TIOBE Programming Community Index in einem Ranking Auskunft über die Popularität der verschiedenen Programmiersprachen. Dazu analysiert das Unternehmen die Suchanfragen nach den Namen der Sprachen bei den großen Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Bing, aber auch bei Amazon oder etwa Blogger. Zu den beliebtesten Sprachen gehört neben C, C++, Java und JavaScript auch PHP, das im letzten Monat den größten Beliebtheitsanstieg verzeichnen konnte. TIOBE führt dies auf das letztjährige September-Release des neuen PHP Frameworks Zend 2 zurück – doch diese Annahme wird unter anderen von PHP Classes infrage gestellt.

Vielmehr sieht Manuel Lemons WordPress verantwortlich für die hohe Akzeptanz von PHP und dessen gutes Abschneiden in dem TIOBE Ranking. Der Grund für Tiobes Annahme, Zend 2 bedinge die wachsende Beliebtheit PHPs, könnte dabei sein, dass TIOBE lediglich die Suchanfragen zur Bewertung analysiert, während andere Methoden, wie etwa die Einbeziehung von Google Trends, Lemons zufolge wesentlich verlässlichere Ergebnisse liefern würden. So kann zum Beispiel eine Änderung im Suchalgorithmus die Ergebnisse verändern, ohne dass es tatsächlich zu einer Änderung der hieraus erschlossenen Popularität kommt. Betrachtet man jedoch die Ergebnisse von Google Trends, das die relative Häufigkeit bestimmter Schlüsselwörter anzeigt, wird klar, dass WordPress die mit Abstand beliebteste PHP-Anwendung ist – weit vor den auf Zend basierenden Joomla, Drupai oder Magento.

Hinzu kommt, dass WordPress populärer ist als die PHP-Frameworks Symfony PHP, Cake PHP und Zend zusammen. Dies lässt sich insbesondere durch die Übersichtlichkeit und einfache Bedienbarkeit erklären, die WordPress auch für Einsteiger attraktiv macht. Je mehr sich die Nutzer allerdings einarbeiten, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die eingebauten Features des CMS irgendwann nicht mehr ausreichend sind und die Nutzer ihre Inhalte individueller gestalten wollen. Aus dieser Motivation heraus muss sich der User  zumindest rudimentär mit PHP auseinandersetzen und findet auf diese Weise vielleicht sogar den Einstieg ins Programmieren. Dies wiederum würde auch den wachsenden Bekanntheitsgrad der Sprache erklären und WordPress zu einem viel wesentlicheren Faktor für die Beliebtheit PHPs machen als zum Beispiel Zend 2.

Dabei ist es Lemons zufolge unwichtig, ob PHP die besten Ergebnisse liefert, besondere technische Raffinessen bietet oder besonders stabil und verlässlich ist. Wichtig ist, dass es sich als praktisch erwiesen hat und für viele Nutzer einen pragmatischen Nutzen erfüllt.

Letztlich kann natürlich auch Lemons seine Thesen nicht endgültig belegen, doch spricht einiges für seine Vermutungen, dass WordPress und nicht etwa Frameworks wie Zend für den Anstieg der Beliebtheit der Programmiersprache verantwortlich sind. Was ist Eure Meinung zur Analysemethode TIOBEs und was für Erfahrungen habt ihr mit WordPress und PHP-Frameworks gemacht?

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