Webdesign-Prozess: Weit mehr als Klickibunti
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Jonathan Torke hat auf pixeltuner.de eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Webdesign-Prozess zusammengestellt. Insgesamt sollten dabei 9 Phasen durchlaufen werden, die wir hier einmal grob zusammengefasst

Jonathan Torke hat auf pixeltuner.de eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für den Webdesign-Prozess zusammengestellt. Insgesamt sollten dabei 9 Phasen durchlaufen werden, die wir hier einmal grob zusammengefasst haben. Dabei zeigt sich, wie umfangreich die Erstellung einer Website von den ersten Ideen bis zur Übergabe tatsächlich ist. Die Phasen stellen sich in folgender Reihenfolge zusammen:

·         Informationen sammeln

·         Projekt definieren

·         Design

·         Präsentation der Entwürfe

·         Entwürfe verfeinern

·         Finale Designpräsentation

·         Entwicklung und Programmierung

·         Launch

·         Projektabschluss

Was verbirgt sich nun hinter den einzelnen Phasen? Zum einen ein solides Fundament zur Projektdefinition: Wer ist überhaupt mein Kunde, was sind seine Wünsche? Welchen Zweck soll die Website erfüllen, was ist die Zielgruppe, welche Informationen erwartet sie? Wie geht man anschließend mit den Anforderungen um und welche Hilfsmittel stehen für das Projekt zur Verfügung bzw. was erfordert das Projekt aus technischer Hinsucht? Torke rät, frühzeitig während der Planungsphase Elemente wie interaktive Formulare, E-Commerce, Flash, etc. mit dem Kunden zu diskutieren. Das Design wird geprägt von der Zielgruppe und der CI des Kunden. Tools, wie Moodboards, und Websites geben Inspirationen und helfen beim Zusammentragen von Ideen. Torke verweist auch auf Mockup-Software, Farbengeneratoren, Typografie- und Font-Tools und Bilddatenbanken. Immens wichtig, ist es, dem Kunden die Idee hinter einem Entwurf richtig zu vermitteln, denn wird diese nicht verstanden, hilft kein noch so guter Entwurf. Auf Basis des Kundenfeedbacks können anschließend eventuelle Fehler behoben, Verbesserungen und Feinschliff durchgeführt werden. Torke rät in dieser Phase zu Tests, also ein Testpublikum, das noch einmal einen neutralen Blick auf die Arbeit wirft. Präsentationen von Angesicht zu Angesicht eignen sich laut Torke am Besten, um dem Kunden das erstellte Produkt zu verkaufen. Eine natürliche Vortragsweise ist dabei unerlässlich. Sollte ein Face-to-Fasce-Meeting nicht möglich sein, gibt es diverse Möglichkeiten, wie Online-Tools, um dies auch über große Distanzen hinweg zu konstruiieren.

Der Kunde hat zugestimmt und es kann jetzt konkret losgehen? Jetzt gibt es wiederum einiges zu verinnerlichen, wie etwa das Bestreben zu sauberem Codem, die Erstellung eines Entwicklungs-Frameworks und einiges mehr. Es folgt Finetuning von Design-Elementen, genaue Überprüfung der Interaktivität der Website und vor allem eine genaue Betrachtung der Nutzererfahrung (UX). Abschließend kommt der Transfer zum Webserver.

Der Kunde ist zufrieden, die Arbeit ist trotzdem noch nicht erledigt

Auch nach Abschluss des Projekts, gibt es noch einiges zu tun, wie etwa Grafiken und Template-Dateien in sinnvoll strukturierten Ordnern zusammenfassen, Dokumentationen zusammenstellen und Quelldateien an den Kunden übergeben.

Natürlich ist dieser Prozess nur ein Grundgerüst, das jeder an seine Projekte anpassen muss/kann. Dies kann zunächst überwaltigend wirken und ist sicherlich mit Aufwand verbunden. Torke aber versichert, dass es Effizienz bringt. Und der Leitfaden führt vor Augen, dass Webdesign weit mehr beinhaltet als nur das schnelle Zusammenklicken von fertigen Modulen – ein in Unternehmen doch immer noch weitverbreiteter Irrglaube, der mit der Durchführung eines Prozesses, wie dem gezeigten, vielleicht endlich ausgemerzt wird.

 

Aufmacherbild: Colorful chalk pastels – education, arts,creative, back to school von Shutterstock / Urheberrecht:gorillaimages

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