Was könnte Sony dagegen haben, WebGL im PS4-Browser zu integrieren?

WebGL auf der PlayStation 4 – ein Kommentar
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Sony bringt WebGL auf die PlayStation 4. Nur leider nicht für alle.

Gestern hatten wir darüber berichtet, dass Sony WebGL auf der PlayStation 4 im PlayStation Store sowie der Video- und der Musik-App zum Einsatz bringt. Leider war es das auch schon, denn der integrierte Browser geht leider leer aus.

Doch warum könnte das so sein? Und welche Gründe sprechen für den Einsatz von WebGL für die UI einzelner Bereiche? Wir haben Dennis Wilson gesprochen, der schon einige spannende Projekte mit dieser Technologie umgesetzt hat.

Dennis WilsonNatürlich weiß ich nicht, was sich Sony dabei denkt – und es ist schwierig, die aktuellen Strategien der Konzerne zu durchblicken. Aus der Vergangenheit weiß ich, dass viele Studios auf den Konsolen AS3 für die Menüführungen und andere vergleichsweise triviale Dinge und UI genutzt haben. Selbst wenn die Titel ansonsten eher 3D waren. Auch kleine Sportspiele wurden gerne mal in Flash gebaut und niemand hat das in der Konsole vermutet.

Wenn Sony jetzt also auf WebGL setzt, liegt es also evtl. nahe, dass Sie wieder eine „einfache“ Sprache/Technologie nutzen, um damit entsprechende Anwendungsteile vergleichsweise „schneller“ umzusetzen. Soweit ich weiß ist ja unter anderem der Shop in WebGL gebaut worden: Also wieder eher eine UI mit 3D-Features, bei der es nicht so sehr auf Frames als auf gute Entwicklungszyklen ankommt. Fun Fact: Bisher hat die PS3 bereits auf OpenGL ES gesetzt, dass – wie wir ja wissen – die „Vorlage“ für WebGL ist. Die APIs sind sich schon sehr, sehr ähnlich.

Was WebGL-Support im Browser angeht, glaube ich aktuell nicht, dass Sony das in naher Zukunft bringen möchte. Allerdings hätte bis vor kurzem auch niemand damit gerechnet, dass Microsoft sich für WebGL im Internet Explorer öffnen würde.

Warum ich denke, dass Sony WebGL im Browser weiterhin unterbinden wird? Zum einen hat sich Sony seit je her nicht sonderlich offen gegenüber der Homebrew-Szene gegeben. Sony verdient ganz gut am PSN Shop und den darüber veröffentlichten Indie Games. Hätte man jetzt eine vernünftige Implementierung von WebGL im PS4-Browser selbst, könnte man mit einer Homebrew-Schwemme rechnen und zusätzlich das gesamte PSN-Indie-Konzept untergraben. Man stelle sich jetzt noch einmal vor, es gäbe dann noch einen soliden WebSocket-Support. Ich fänd‘s spannend!

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