Webstandard requestAutocomplete füllt Payment-Formulare automatisch aus
Kommentare

Es ist schon irgendwie lächerlich, dass User bei Einkäufen im Web immer wieder und überall ihre Zahlungsinformationen eintippen müssen. Einfacher wäre es vielleicht, wenn bestimmte Websites diese

Es ist schon irgendwie lächerlich, dass User bei Einkäufen im Web immer wieder und überall ihre Zahlungsinformationen eintippen müssen. Einfacher wäre es vielleicht, wenn bestimmte Websites diese Informationen speichern. Doch nicht jedem Anbieter ist damit zu trauen, wie man an Beispielen wie dem Playstation Network oder Adobe gesehen hat. Nein, nein. Die Kreditkartendaten behält man lieber bei sich. Der Googler Jake Archibald stellt deshalb auf HTML5Rocks den frisch in Chrome Beta (Mobile und Desktop) implementierten Webstandard requestAutocomplete vor, der genau das tut, und trotzdem die Usability von Payment-Formularen verbessern soll.

Die künftigen Browser von Google (und später auch die von anderen Anbietern) sollen nämlich die Zahlungsinfos lokal vorhalten, und Webformulare sollen über den Request den User fragen, ob sie die lokal hinterlegten Zahlungsinformationen automatisch an den Webservice übermitteln dürfen. Sämtliche wichtige Sicherheitsprüfungen sollen dabei beachtet worden sein.

Wie konkret die Daten lokal abgespeichert werden, wird in requestAutocomplete nicht vorgegeben. Google bietet eingeloggten (derzeit nur US-amerikanischen) Chrome-Nutzern die Möglichkeit, die Daten in der Cloud im Google Wallet abzuspeichern. In diesem Fall wird Chrome sich weigern, auf den Request hin die echte Kreditkartennummer auszugeben – „aus Sicherheitsgründen“, wie Archibald in seinem Tutorial erklärt. Bei nicht-eingeloggten Usern werden die Daten lokal gespeichert.

Wie das API konkret aufgebaut ist, und welche Requests zu Detail-Informationen sich damit abrufen lassen, könnt Ihr dem Tutorial entnemen. Ein Video soll Entwicklern schmackhaft machen, wie sehr sich damit die User Experience verbessert und damit die Conversion-Raten nach oben schnellen sollen. Eine Demo-Website bietet Testformulare an.

Es wird sich zeigen, ob den so hinterlegten Daten zu trauen ist. Die anderen Browser-Hersteller werden sicherlich bald nachziehen und ihre jeweiligen Cloud-Synchronisierungsdienste einspannen. Mal sehen, wer dabei für den ersten schockierenden Bericht sorgt, der dann die Überschrift trägt „Kreditkartendaten gestohlen – jeder zweite Browser betroffen!“

Unsere Redaktion empfiehlt:

Relevante Beiträge

Meinungen zu diesem Beitrag

X
- Gib Deinen Standort ein -
- or -