Beginn der Entwicklung von WebVR-Support für den Microsoft-Browser

WebVR kommt in Microsoft Edge
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2016 wird immer wieder gern als das Jahr der virtuellen Realität bezeichnet – immerhin markiert dieses Jahr die Releases zahlreicher VR-Headsets wie der Oculus Rift, HTC Vive und der für Oktober geplanten Veröffentlichung der PlayStation VR. Neben den Headsets spielt aber vor allem der Content und dessen Erstellen eine immer wichtigere Rolle, bei der man kaum am WebVR-API vorbeikommt – und das soll künftig auch in Microsoft Edge unterstützt werden.

Aktuell wird das von Mozilla, Google und einigen anderen Unternehmen entwickelte API nur im Firefox unterstützt, allerdings mischt auch Chrome bei der Arbeit am WebVR-Support kräftig mit. So steht seit einigen Wochen ein neues WebVR-Setting in den Dev-Ausgaben des Google-Browsers zur Verfügung, mit dem eine verbesserte VR-Device-Kompatibilität mit VR-Websites aktiviert werden kann; zudem ermöglicht das VR Shell Setting das Browsen des gesamten Webs in VR, wenn der User ein Cardboard oder Daydream-fähiges Device trägt. Damit erhalten deutlich mehr User Zugriff auf VR-Browsing – insbesondere, da Chrome weiterhin der unangefochtene Spitzenreiter am Browsermarkt ist.

WebVR-Support in Microsoft Edge

Während sich Mozilla und Google also schon mitten in der Entwicklung von WebVR und dem entsprechenden Browser-Support befinden, macht sich nun auch Microsoft mit dem Thema „immersiver Content im (Mobile) Browser“ vertraut. So gab Frank Olivier im Microsoft-Edge-Blog nun bekannt, dass die Entwicklung eines experimentellen Supports für WebVR in Microsoft Edge begonnen hat.

Microsoft selbst ist zwar an der Weiterentwicklung der W3C-WebVR-Spezifikation beteiligt, Support für das API gab es bisher jedoch nicht. Dass man sich an die Implementierung des APIs macht, dürfte nicht nur VR-Content-Entwickler freuen. Wie Ben Lang in einem Artikel zum Thema erklärt, ist Edge auch der Browser, der auf der Xbox One läuft. In einer – zugegeben noch sehr fernen – Zukunftsfantasie könnte auch die Xbox-Version des neuen Microsoft-Browsers WebVR-Support mit sich bringen und damit der Konsole zur Darstellung von Virtual-Reality-Content verhelfen.

API Summit 2017

Web APIs mit moderner Web-Technologie konsumieren

mit Rainer Stropek (software architects)

API First mit Swagger & Co.

mit Thilo Frotscher (Freiberufler)

In jedem Fall, so betont Lang, scheint es als wolle man vermeiden, ähnliche Fehler wie damals beim Internet Explorer zu begehen – sprich, bei Edge liegt der Fokus auf der schnellen Implementierung von Webstandards und Cutting-Edge-Technologien, um weiter mit der Konkurrenz von Google und Mozilla mithalten zu können.

Aktuell befindet sich der API-Support in Microsoft Edge in der Entwicklung; der aktuelle Stand lässt sich in der Roadmap und dem Plattform-Status ablesen.

Was ist WebVR?

WebVR ist ein unter anderem von Mozilla, Google und Microsoft entwickeltes API, das Input- und Output-Möglichkeiten für Virtual-Reality-Headsets wie der Oculus Rift oder Google Daydream bereitstellt. Damit können Virtual-Reality-Websites erstellt werden, die anschließend in einem VR-Headset betrachtet werden können.

Es geht hierbei ausschließlich um VR-Experiences, die im Web eingebettet sind, nicht um das Erstellen eines „VR-Browsers“. Anfang März hat das WebVR-API mit Version 1.0 seinen ersten großen Meilenstein erreicht, aktuell wird an Version 1.1 gearbeitet. Mehr Informationen rund um das API bietet das Erklärungsdoc auf GitHub.

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