Wie die Android-Fragmentierung für das Web-Design relevant sein kann
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Die Anzahl mobiler Zugriffe auf Websites steigt seit langem kontinuierlich an. Für Entwickler heißt das, dass sie sich vermehrt mit dem Thema der Darstellung von Websites auf mobilen Devices beschäftigen

Die Anzahl mobiler Zugriffe auf Websites steigt seit langem kontinuierlich an. Für Entwickler heißt das, dass sie sich vermehrt mit dem Thema der Darstellung von Websites auf mobilen Devices beschäftigen und Lösungsansätze finden müssen. Allerdings ist das Thema nicht nur immens wichtig, es bereitet den Entwicklern auch immer wieder Kopfschmerzen und stellt sie vor das Problem, eine Website so zu designen, dass sie in jedem Browser und auf dem Gerät richtig dargestellt wird. Neu ist diese Problemstellung nicht. Wie kommen wir nun also auf dieses Thema? Ein OpenSignal-Report aus dem August 2014 zeigt, dass die Fragmentierung von Android sowohl positive als auch negative Aspekte mit sich bringt. Nun hat das nicht auf den ersten Blick etwas mit Web-Design zu tun. Schaut man aber genauer hin, erkennt man, dass es durchaus Parallelen gibt.

Mobile-First- oder Desktop-First-Ansatz?                      

Für Entwickler stellt sich beim Designen immer die Frage, ob sie auf Basis des Mobile-First- oder Desktop-First-Ansatzes an die Entwicklung einer Website herangehen. Grundsätzlich ist es ratsam, den Mobile-First-Ansatz zu wählen, nicht zuletzt, weil immer mehr Nutzer vom Smartphone oder Tablet ins Netz gehen. Für sie ist vor allem wichtig, dass Seiten schnell und flüssig aufgerufen werden und korrekt dargestellt werden.

Um das zu erreichen, ist Responsive Web-Design der Weg in die Zukunft. Nicht nur verbessert es das Design und den Content hinsichtlich der Performance, es trägt vor allem auch dazu bei, dass Inhalte geräte- und browserunabhängig dargestellt werden können.

Lösungsansätze zur Cross-Browser-kompatiblen Darstellung von Websites

Egal, ob ein Mobile-First- oder ein Desktop-First-Ansatz zum Designen einer Website gewählt wird, es gibt für Entwickler einiges zu beachten. Da es bei den meisten Browsern marginale Unterschiede gibt, wie sie den HTML- und CSS-Code rendern, wird die browserunabhängige Darstellung einer Website erschwert. Es gibt zwar mittlerweile verschiedene Lösungsansätze, die das Designen von Cross-Browser-kompatiblen Websites erleichtern, zum Beispiel mit der Nutzung von Frameworks oder Templates, die sich auf verschiedene Browser anwenden lassen, allerdings sind sie oft noch nicht komplett zufriedenstellend im Ergebnis. Grund dafür ist beispielsweise, dass nicht immer alle Module eines Frameworks benötigt werden und sie die Datei-Größe in die Höhe treiben – für das Design und die Darstellung von mobilen Websites ist das nicht ideal. Zum Thema Design von Cross-Browser-kompatiblen Websites gibt es übrigens eine interessante Studie von Google und AnswerLabs, die weitere Einblicke in das Thema liefert.

Auch das Testen von Websites lässt sich aus dem Grund ebenfalls nur schwer mit den verschiedenen Browsern durchführen. Allerdings ist es gerade für die Darstellung auf Smartphones und Tablets ein wichtiger Schritt, der nicht einfach übergangen werden sollte. Nutzen dafür kann man dafür verschiedene Tools, etwa das Projekt Modern.IE.

Browser-Updates können für unterschiedliche Website-Darstellungen sorgen

Zurück zum Artikel zum Thema Android-Fragmentierung: Eine weitere Beobachtung, die der Report macht, ist, dass es deutlich mehr Fragmentierung bei Android gibt als zum Beispiel bei iOS. Grundsätzlich ist das keine Überraschung, gibt es doch sehr viel häufiger einschneidende Updates für Android-Geräte, als für Geräte mit iOS. Zudem gibt es vergleichsweise wenige, unterschiedliche iOS-Devices und somit weniger verschiedene Displaygrößen, sodass die iOS-Fragmentierung geringer ist.

Problematisch wird dies dann, wenn der mobile Browser ein Update erhält und sich die Darstellung einer Website je nach Browser-Version unterscheiden kann. Auch darauf muss bei der Entwicklung von Websites Rücksicht genommen werden, egal, ob zunächst für mobile Geräte oder Desktops designt wird. Auf das Thema geht Stefan Baumgarnter auch in seiner Session Keeping the Web native! auf der webinale ein:

Es zeigt sich also, dass sich vom Problem der Android-Fragmentierung Parallelen zum Web-Design ziehen lassen, denn das Web-Design kämpft ebenso mit dem Problem der geräte- und browserunabhängigen Website-Darstellung, wie Android-App-Entwickler auf viele Geräte mit vielen Displaygrößen und OS-Versionen Rücksicht nehmen müssen. Für Entwickler heißt das, Lösungen zu finden, um den Nutzern möglichst viel Usability zu bieten. Mit der Nutzung von Responsive Web-Design lässt sich bereits viel erreichen – und auch für die Zukunft ist es ein wichtiger Bestandteil im Web-Design.

Aufmacherbild: Designer’s Desk with Responsive Design Concept von Shutterstock / Urheberrecht: Rawpixel

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