Wie Performance Budgets der schwächelnden Performance auf die Sprünge helfen können
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Die Performance ist ein wichtiger Bestandteil eines jeden Webprojekts und verdient dementsprechend viel Aufmerksamkeit von Webentwicklern. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um die Performance zu messen; ein Performance Budget gibt dabei einen greifbaren Referenzrahmen, gegen den gemessen werden kann, vor.

Doch wie wird solch ein Performance Budget überhaupt erstellt? Das erklärt Daniel Mall in seinem Artikel How to Make a Performance Budget.

Zielladezeit für das Performance Budget ermitteln

Es ist sicher keine Überraschung, dass eine Website nicht unendlich viele Möglichkeiten für den Einsatz von Bildern oder Webfonts bietet. So ist zwar vielen Webdesignern bewusst, dass sie in einem eingeschränkten Rahmen arbeiten, allerdings ist es hilfreich zu wissen, wo die Grenze zwischen nutzerfreundlichem Design und „Performancetod“ der Website liegt.

Genau dabei soll ein Performance Budget helfen, das aus verschiedenen Metriken besteht. Dabei beschreiben zum Beispiel Milestone-Timing und Speed-Index die User Experience während Quantität und Regel-Metriken die Low-Level-Browser-Experience beschreiben. Idealerweise balanciert ein gutes Performance Budget User Experience und Browser Experience.

Bei der Ermittlung des Performance Budgets beginnt man am besten mit einem Meilenstein, etwa die Zeit in der die Seite vollständig geladen werden soll, und einer Annäherung an das Performance Budget. Dafür testet man die eigene aktuelle Seitengeschwindigkeit unter den Gesichtspunkten

  • Start des Renderings
  • Dokument komplett
  • Vollständig geladen

und vergleicht sie mit den Zeiten für drei konkurrierende Websites.

Laut Statistiken werden Aufgaben als schneller oder langsamer wahrgenommen, wenn sie mit mindestens 20 Prozent Differenz zur Originalzeit geschehen. Dementsprechend setzt man sich als Ziel, die schnellste zuvor ermittelte Zeit um 20 Prozent zu unterbieten.

Zielzeit in Ladezeiten-Gewicht umwandeln

Nicht nur die Ladezeiten spielen bei der Ermittlung eines Performance Budgets eine Rolle, auch die angenommene Verbindungsgeschwindigkeit. Das Gewicht der Ladezeit lässt sich damit ausrechnen und anschließend auf die Elemente verteilen, die geladen werden müssen. Dabei kann mit den einzelnen Elementen experimentiert werden, etwa indem weniger Webfonts und mehr Bilder geladen werden, oder indem kein JavaScript geladen wird.

Mit dieser Übertragung von Gewicht der Ladezeit und der Ziel-Ladezeit erhalten Webdesigner einen guten Überblick darüber, mit welchen Einschränkungen sie arbeiten müssen, wenn sie auf eine gute Performance der Seite abzielen. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, dass so nur das Best-Case-Szenario ermittelt wird und das Performance Budget letztendlich nur ein Anhaltspunkt, nicht aber ein Allheilmittel bei schwächelnder Seitenperformance ist.

Aufmacherbild: Budget Gage. von Shutterstock / Urheberrecht: jurie

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