Kommentarspam mit Antispam Bee eindämmen

Antispam Bee: Ein WordPress-Plug-in gegen Spam
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Jeder, der seit mehr als ein paar Monaten Weblogs mit Kommentarfunktion betreibt, kann es Ihnen bestätigen: Kommentarspam ist eine Seuche, und zwar eine der sehr nervigen Sorte. Doch glücklicherweise gibt es einige Mittel und Wege, um das lästige Problem auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Durch die interne Funktion „Bevor ein Kommentar erscheint, muss der Autor bereits einen genehmigten Kommentar geschrieben haben.“ in den Diskussionseinstellungen bietet WordPress bereits eine sehr wichtige Maßnahme, damit Kommentarspam nicht veröffentlicht wird. In der Kommentarmoderation und der Kommentar-Blacklist können Sie Wörter bzw. Begriffe hinterlegen, die – wenn sie im Kommentar auftauchen – dazu führen, dass der Kommentar automatisch in die „Warteschlange“ verschoben oder im Fall der Kommentar-Blacklist sofort gelöscht wird.

Allerdings werden Sie früher oder später nicht umhinkommen, zusätzlich ein Antispam-Plug-in zu installieren. Sehr gute Arbeit leistet hierbei das Plug-in Akismet, das zum Lieferumfang von WordPress gehört. Leider ist diese Erweiterung in Bezug auf den Datenschutz nicht ganz unproblematisch.

Mindestens genauso leistungsfähig, aber unproblematisch in Sachen Datenschutz, ist das Plug-in Antispam Bee. Hinzu kommt, dass Antispam Bee im Gegensatz zu Akismet auch für kommerzielle Projekte kostenlos ist.

Antispam Bee einrichten

Nach der Installation und der Aktivierung des Plug-ins findet man unter Einstellungen | Antispam Bee den Konfigurationsbereich des Plug-ins, in dem man es den eigenen Bedürfnissen anpassen kann. In Abbildung 1 sieht man die Einstellungen, die sich in der Praxis bewährt haben. Sehen wir uns die einzelnen Punkte etwas genauer an:

  • Genehmigten Kommentatoren vertrauen: Dass man diese Option aktiv lässt, ist an sich logisch. Wer als Kommentator bereits geprüft und freigeschaltet wurde ist in aller Regel kein Spammer, sondern ein „normaler“ Kommentator … ok, der eine oder andere entpuppt sich später unter Umständen als Troll, aber das ist nicht die Baustelle von Antispam Bee.
  • BBCode als Spam einstufen: Diese Einstellung sollte auf jeden Fall aktiv sein, weil Sie Kommentare mit BBCode blockt. BBCode ist eine Auszeichnungssprache, die in Foren zum Einsatz kommt – und viele Forenspammer spammen gleichzeitig auch Blogs zu. Ausnahme: wenn Sie in den Kommentaren BBCode erlauben, dann müssen Sie diese Option logischerweise deaktivieren.
  • Reguläre Ausdrücke anwenden: Im Lieferumfang von Antispam Bee ist ein Erkennungsmechanismus integriert, der Spamkommentare nach bestimmten Mustern erkennt. Also auf jeden Fall aktiv lassen!
  • Lokale Spamdatenbank einbeziehen: Auf Basis der bereits erkannten Spamkommentare, die sich unter Kommentare | Spam befinden, versucht das Plug-in, neu aufkommende Kommentare besser zu erkennen. Auch diese Option sollte man aktiv lassen.
  • Erkannten Spam kennzeichnen, nicht löschen: Damit das Plug-in auch mit der lokalen Spamdatenbank arbeiten kann, muss diese auch Spamkommentare beinhalten und darf nicht leer sein. Daher sollte auch diese Option aktiv sein.
  • Bei Spam via E-Mail informieren: Wer selten im Adminbereich ist, kann sich via E-Mails über Spamkommentare informieren lassen. Wenn es zu viele E-Mails sein sollten und es Ihnen auf Dauer lästig wird, dann deaktivieren Sie diese Option einfach.
  • Vorhandenen Spam nach xy Tagen löschen: Damit die lokale Spamdatenbank nicht zu groß und dadurch die gesamte Datenbank aufgebläht wird, aktivieren Sie die Option Vorhandenen Spam nach xy Tagen löschen. Ich persönlich denke, dass ca. 60 Tage ein guter Wert ist. Haben Sie bereits nach wenigen Wochen mehrere Tausend Spamkommentare, dann können Sie diesen Wert entsprechend kleiner halten.
Abb. 1: Bewährte Einstellungen von Antispam Bee

Abb. 1: Bewährte Einstellungen von Antispam Bee

  • Bei definierten Spamgründen sofort löschen: Diese Option aktivieren und hierbei die beiden Werte „Empty Data“ und „CSS Hack“ auswählen. Bei einem leeren Kommentar ist die Sache klar, der kann ohne Bedenken gelöscht werden. Bei „CSS Hack“ ist es so, dass ein Feld per CSS versteckt wird; wird es ausgefüllt, dann wird man von dem Plug-in als Spammer eingestuft.

Das führt natürlich zu einer Frage: Warum nicht Öffentliche Spamdatenbank berücksichtigen aktivieren? Das ist eine gute Frage, zumal die öffentlichen Spamdatenbanken sehr gute Dienste leisten. Leider ist das innerhalb der EU nicht erlaubt. Um die IP des Kommentators mit den öffentlichen Spamdatenbanken abzugleichen, müsste man die IP ungekürzt abschicken – und das ist nicht erlaubt. Aber auch ohne die Hilfe der öffentlichen Datenbanken leistet Antispam Bee eine sehr gute Arbeit und trägt seinen Teil dazu bei, dass man die Lust am Bloggen nicht verliert.

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