WebIDE: Entwicklertool-Integration in Firefox
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Als wir heute Vormittag vom Chrome Dev Editor berichteten – laut Blogpost soll das Tool ab morgen auf der Google I/O der Öffentlichkeit vorgestellt werden – verwiesen wir bereits darauf, dass Mozilla

Als wir heute Vormittag vom Chrome Dev Editor berichteten – laut Blogpost soll das Tool ab morgen auf der Google I/O der Öffentlichkeit vorgestellt werden – verwiesen wir bereits darauf, dass Mozilla etwas ganz ähnliches veröffentlicht hat. Zumindest auf den ersten Blick, denn mit dem heutigen Nightly Build des Mozilla Firefox werden die Entwicklertools unter dem Namen WebIDE direkt in Firefox integriert. Gute Nachrichten für Webentwickler also: Damit könnte mit der web-weiten Sucherei nach den richtigen Tools und Templates bald Schluss sein. Denn WebIDE stellt auf Knopfdruck die funktionierende Blaupause einer App bereit und bietet alle Tools, um direkt im Browser eine komplette Webanwendung zu erstellen, zu bearbeiten und zu testen.

WebIDE – das Multifunktionstool

Nach Auswahl eines Templates können mithilfe des auf dem CodeMirror editor basierten, integrierten Editors die Quelldateien bearbeitet werden; dabei werden HTML-, JavaScript- und CSS-Dateien unterstützt. Bei Bedarf können mithilfe eines einfachen APIa aber auch externe Editoren verwendet werden; diese können dabei auf die gesamte Funktionalität von WebIDE zugreifen.

Was Anwendungstests betrifft, kann man ebenfalls beruhigt sein: Dank der Installation von Firefox-OS-Simulatoren kann die Anwendung bei bestehender Laufzeitverbindung mit denselben Tools getestet werden, die auch bei der Desktop-Version von Firefox zum Einsatz kommen.

Ein Blick in die Zukunft

Bisher funktionieren alle Tools auf Remote Devices über USB, aber die ambitionierten Ziele der Macher gehen noch deutlich weiter: So ist ein Protokoll-Adapter geplant, der es Clients, die das Firefox-Remote-Debugging-Protokoll verwenden, erlauben soll, mit allen mobilen Browsern zu kommunizieren – unabhängig von Rendering-Engine und Laufzeit. Chrome für Android und Safari für iOS sollen dabei als erstes in Angriff genommen werden.

Da wir gerade den passenden Nightly Build nicht zur Hand haben, können wir euch nur dieses Screencast präsentieren:

Einen ausfürhlichen Überblick über die Funktionalitäten – sowie über das Aktivieren der WebIDE, die per default deaktiviert ist – findet man in der Ankündigung WebIDE Lands in Nightly.

Und alle so: Yeah?

Das Echo aus der Community ist durchaus geteilt. Während die ersten schon Hand angelegt haben und begeistert sind, verweisen andere – nicht ganz zu Unrecht – auf die Pläne, die Mozilla ursprünglich mit dem Firefox verfolgt hatte: einen leichtgewichtigen, schnellen Browser zu liefern.

Im Gegensatz zum Chrome Dev Editor ist WebIDE ein Bestandteil des Browsers an sich – auf die Performance indes sollte das Tool keinerlei Auswirkungen haben. Außerdem wird die Palette der Angebote von Mozilla immer größer; ein Tool, mit dem sich alles vereinen lässt – noch dazu in der „nativen“ Umgebung Browser – kann also nicht schaden.

Wer WebIDE testen möchte, sollte also den aktuellen Nightly Build herunterladen und einen Blick riskieren. Wir sind gespannt auf euer Feedback.

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