WebKit.js ist da – irgendwie jedenfalls
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Im April 2012 hatte sich Blogger Devon Govett noch einen kleinen Hoax erlaubt, als er freudig verkündete, dass mit WebKit.js die gesamte WebKit-Rendering-Engine zu JavaScript portiert worden sei.
Aber

Im April 2012 hatte sich Blogger Devon Govett noch einen kleinen Hoax erlaubt, als er freudig verkündete, dass mit WebKit.js die gesamte WebKit-Rendering-Engine zu JavaScript portiert worden sei.

Aber wer weiß: Vielleicht war gerade diese Spinnerei der Anstoß für Trevor Linton, die Sache wirklich anzugehen?

Wie auch immer: WebKit.js ist nun offenbar Realität geworden. Mithilfe von Emscripten hat Linton es wahr gemacht, ein Port von WebKit zu JavaScript zu bauen, mit dem es möglich sein soll, sowohl in Node.js als auch im Browser zu laufen. Das Projekt befindet sich noch ganz am Anfang, aber wir beobachten es bereits seit einiger Zeit und dürfen feststellen, dass es inzwischen wirklich Form anzunehmen scheint – zumindest bis zu einem gewissen Grad. Ende vergangenen Jahres zeigte der Blick auf GitHub viele Pläne und Wunschgedanken. Es gab noch keine Demo, aber man konnte sich bereits vergewissern, dass die Kompilierung offenbar funktionierte.

Lintons Ziele mit WebKit.js waren von Beginn an einen Renderer in JavaScript zu schreiben, der das Rendering von WebGL/Canvas unterstützt sowie Frameworks zu entwickeln, die beim automatisierten Testen helfen und das Prototyping von CSS Files, HTML-Elementen und –Attributen ermöglichen, die Rendering Performance von JavaScript zu erhöhen und noch einiges mehr.

Stand heute wird HTML5-, CSS3- und SVG-Rendering unterstützt, allerdings gibt es eine lange Liste an Features, die derzeit und wahrscheinlich niemals supportet werden, wie CSS Orientation oder Input Streams. Teils gibt Linton Erklärungen mit, wieso der Support quasi unmöglich ist. So schreibt er zum JavaScript Debugger/Inspector etwa, dass dieser zwar hinzugefügt werden könnte, aber mehr als 5MB an Code erfordern würde.

Inzwischen hat Linton auch eine Demo-Seite, die allerdings nur in Firefox halbwegs läuft. „Halbwegs“ da unser einfacher Test, einen Browser im Browser mit gelbem Hintergrund zu rendern erst einmal ein Freeze hervorrief. Der nächste Versuch war dann erfolgreich insofern, dass wir einen Browser im Browser angezeigt bekamen, der zumindest irgendeine Hintergrundfarbe hatte, die Formatierung des „Hello World!“ war jedoch zumindest konsequent erfolgreich.

Webkit.js Demo

Nun ja, WebKit.js ist derzeit noch nicht bereit für den Produktiveinsatz oder Beta Environments, wie Linton selbst anmerkt, kann aber getestet werden. Und es ist sicher nicht verkehrt, das Ganze mal weiter zu beobachten. Ihr findet das Projekt auf GitHub.

 

Aufmacherbild: Cranes at a port in the evening von Shutterstock / Urheberrecht:iurii

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