18 Millionen Accounts und Passwörter gehackt
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Wieder sind Millionen von Zugangsdaten in die Hände von Cyber-Kriminellen gelangt. Die Staatsanwaltschaft Verden hat gestern einen Datensatz mit über 18 Millionen E-Mail-Adressen und den dazugehörigen Passwörtern zugespielt bekommen. Betroffen sind laut Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik BSI alle großen deutschen E-Mail- und Serviceprovider. 

Die Kriminellen haben mit den erbeuteten Daten nicht nur Zugang zu zahlreichen E-Mail-Accounts, sondern seien in der Lage, mithilfe der Zugangsdaten auch andere Online-Dienste wie soziale Netzwerke oder Shopping-Portale zu missbrauchen, sofern dasselbe Passwort bei mehreren Accounts im Internet benutzt wurde. Es handelt sich bei den gestohlenen Daten um aktive Konten,  die wirklich genutzt werden, sagte Lutz Gaebel, Sprecher der Staatsanwaltschaft Verden.

Laut Gaebel gab man den Datensatz an das BSI weiter. Nach und nach werden nun alle Betroffenen informiert. Erst nächste Woche soll eine weitreichende „Einleitung von Maßnahmen zur Gefahrenabwehr“ seitens des BSI folgen. Auch beim letzten großen Datenklau im Januar war das BSI damit betraut worden, die Bürger zu informieren, und war aufgrund seiner Methoden in Kritik geraten. Damals waren rund 1,6 Millionen Deutsche von den Cyber-Attacken betroffen. Wie viele deutsche Nutzer diesmal betroffen sind, ist derzeit noch unklar. 

Aufmacherbild: Concept of taking security password via Shutterstock / Urherber: Rob Hyrons

 

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