3 App Tipps für iPhone Foto-Enthusiasten
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Dass man mit der iPhone-Kamera mehr als nur Schnappschüsse machen kann, ist bekannt. Schließlich kann das iPhone 5s mit einer Auflösung von 8 Megapixeln, einer ƒ/2,2Blende und einem Bildsensor mit 1,5 µ großen Pixeln aufwarten.

Was mit diesen technischen Spezifikationen möglich ist, hat beispielsweise Jim Richardson gezeigt. Für National Geographic hat der Landschaftsfotograf beeindruckende Fotos der schottischen Highlands geknipst.

Für alle, die ähnlich gute Ergebnisse mit ihrer iPhone-Kamera erzielen möchten, haben wir hier drei Apps zusammen gestellt. 

Camera+

Alternativen zur Apple-eigenen Kamera-App gibt es im App Store zuhauf. Eine der besten ist Camera+ von tap tap tap. Die App, die sich bisher schon mehr als 10.00 Mal verkauft hat, erlaubt ein separates Einstellen von Belichtung und Fokus. Damit hat man eine bessere Kontrolle über die Ausleuchtung von Fotos. Ebenfalls sehr nützlich ist der Bildstabilisator für möglichst scharfe und unverwackelte Fotos. Ein Selbstauslöser ist ebenfalls an Bord.

Für die Verwendung auf Instagram lässt sich ein quadratisches Fotoformat einstellen. Geotagging ist ebenso möglich wie eine ISO-Live-Belichtung, mit der man per Tap auf bestimmte Bildbereiche die Belichtung anpassen kann.

Camera+
Fokus und Belichtung lassen sich separat einstellen (Screenshot Camera+ für iOS).

 

Ob der sechsfache Digitalzoom in puncto Qualität tatsächlich die Konkurrenz in die Schranken weist, wie die Macher behaupten, sei mal dahingestellt.

Für semiprofessionelle Fotografieren sehr hilfreich ist hingegen die Horizont-Funktion, die anzeigt, ob man das iPhone tatsächlich gerade hält. Schiefe Fotos gehören damit der Vergangenheit an.

In die Abteilung Spielerei gehört der „Blitz“ für die Frontkamera des iPhones. Dabei wird beim Auslösen der Kamera ein Weißbild auf dem iPhone-Display angezeigt. Das bewirkt jedoch nur bei wirklich schlechten Lichtverhältnissen eine Verbesserung der Fotoqualität.

Mit den verschiedenen Nachbearbeitungsfunktionen für Helligkeit und Kontrast („Kontrast“, „Automatisch“, „Blitz“ oder „Belichtet“) lässt sich selbst aus schummrigen Fotos noch einiges herausholen und die Funktion „KontrastPro“ erlaubt sogar eine stufenlose Einstellung von Intensität und Dynamik-Boost. Ferner sind selbsterklärende Szeneneinstellungen wie „Abdunkeln“, „Wolkig“, „Schatten“, „Nacht“, „Strand“ oder „Landschaft“ an Bord. Hinter dem Menüpunkt „Schnitt“ verbergen sich zahlreiche vorgefertigte Cropping-Mechanismen (u.a. 3×2, 4×3 oder exotische Formate wie 8×10).

Hinter „The Lab“ verbergen sich das angesprochene „KontrastPro“, Funktionen zum Drehen und Spiegeln sowie für das Einstellen von Sättigung und Farbtemperatur. Auch das Schärfen und Weichzeichnen wird hier vorgenommen.

Camera+ 2   Camera+ 3
Die App bietet unter anderem EXIF-Infos zu Fotos und umfangreiche Bildbearbeitungsoptionen, wie beispielsweise „KontrastPro“ (Screenshot Camera+ für iOS).

 

Abgerundet werden die mannigfaltigen Optionen durch 36 Filter nach Instagram-Vorbild (weitere können gekauft werden) und 18 verschiedene Bilderrahmen.

Fürs schnelle Teilen lassen sich Twitter und Facebook-Accounts mit der App verknüpfen.

Fazit: Für wenig Geld (1,79 Euro im App Store) bekommt man mit Camera+ eine Foto-App mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und umfangreichen Nachbearbeitungsoptionen.

 

Filterstorm Neue

Nicht ganz so preiswert ist die App Filterstorm Neue von Tai Shimizu. Allerdings bekommt man für 3,59 Euro eine Software, die so viele Bildbearbeitungsoptionen bietet wie sonst kaum eine andere App. Der etwas komisch anmutende Name hat folgenden Hintergrund: Filterstorm Neue ist der Nachfolger von „Filterstorm“, das zwar weiterhin verfügbar ist, aber laut dem Entwickler keine neuen Features erhalten wird.

Um das volle Potenzial von Filterstorm Neue auszuschöpfen, sollte man allerdings schon einige Erfahrungen im Umgang mit Bildbearbeitungssoftware besitzen. Andernfalls wird einen die App schnell überfordern. Obwohl Filterstorm Neue auch auf dem iPhone gut bedienbar ist, hat man auf dem iPad mehr Spaß.

Den professionellen Ansatz von Filterstorm Neue unterstreicht die Tatsache, dass die App mit Bilddateigrößen von bis zu 22 Megapixeln umgehen kann. Die Anzeige von EXIF-Infos und das Bearbeiten von IPTC-Daten ist selbstverständlich.

Die „Arbeitsfläche“ von Filterstorm Neue bietet alle grundlegenden Werkzeuge für die Bildbearbeitung. Man kann diverse Ausschnitte oder Rahmen mit und ohne Schatten erstellen und Änderungen der Größe vornehmen.

Wie der Name schon sagt, kann man unter „Ebenen“ Bilder, die aus mehreren Ebenen bestehen, bearbeiten und Masken nachträglich anpassen.

Schier erschlagen wird man von den Möglichkeiten, die sich hinter dem Punkt „Filter“ verstecken. Denn dann tauchen in der seitlichen Werkzeugleiste 19 Bildmanipulationsmöglichkeiten auf, als da wären: Helligkeit/Kontrast, Farbton/Sättigung, Weißabgleich, Tonwertspreizung, Automatische Belichtung, Schwarz/Weiß, Schärfen, Unschärfe, Klonen, Tonwertkorrektur, Text, Rote Augen, Farbe, Rauschreduktion, Doppelbelichtung, Rauschen, Vignettierung und Tontrennung. Selbst Gradationskurven können stufenlos eingestellt werden, sogar für jeden Farbkanal einzeln.

Hat man etwas weniger Erfahrung in der Bildbearbeitung, lässt einen Filterstorm jedoch nicht im Regen stehen und bietet für fast alle Werkzeuge sinnvolle Voreinstellungen an.

Ebenfalls sehr hilfreich ist die Undo-Funktion, mit der sich die letzten zehn Bearbeitungsschritte rückgängig machen lassen. 

Die Pro-Version von Filterstorm, Filterstorm Pro 2, kostete 11,99 Euro und bot Stapelverabreitung, eine Foto-Verwaltung sowie FTP-Export. Derzeit ist sie jedoch nicht verfügbar, weil sie vom Entwickler überarbeitet wird.

Filterstorm Neue Filterstorm Neue 2
© FilterstormNeue.com

  

VSCO Cam

Abschließend noch eine kostenlose App für Foto-Enthusiasten. Auch wenn der Name nahelegt, dass VSCO Cam nur eine weitere Kamera-App-Alternative ist, kann die kleine Applikation von Visual Supply Company auch mit einigen netten Bildbearbeitungsfunktionen sowie einer eigenen Foto-Community aufwarten. Gut gefällt das aufgeräumte User Interface und die Tatsache, dass die Werkzeuge und Filter einfach gehalten sind und jeweils über nützliche Presets verfügen. Zusätzlich zu grundlegenden Bearbeitungsfunktionen wie Kontrast und Sättigung, offeriert VSCO Cam auch komplexere Features wie das Hinzufügen von Tönungen, Schattierungen oder Highlights.

Per In-App-Kauf kann man VSCO Cam um weitere Filter und Werkzeuge erweitern.

VSCO Cam Walkthrough from VSCO on Vimeo.

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