3 Tools für mehr Übersicht im Passwort-Dschungel
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Der Hack von 16 Millionen Benutzerkonten beunruhigt seit gestern viele Internetnutzer. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät jedem, auf dieser Sicherheitstest-Seite zu überprüfen, ob die eigene E-Mail-Adresse betroffen ist.

Ist das der Fall heißt es, unbedingt sämtliche Passwörter von sozialen Netzwerken über Online-Shops bis hin zu Streaming-Diensten zu ändern, denn nur so lässt sich ausschließen, dass eventuell durch den Hack abgegriffene Zugangsdaten nicht missbraucht werden.

Hier findet Ihr einen Ratgeber für das optimale Erstellen neuer Passwörter. An dieser Stelle möchten wir Euch drei intelligente Passwort-Tools vorstellen, mit denen Ihr den Überblick im persönlichen Passwort-Dschungel behalten könnt. Denn selbst die Unverbesserlichen sollten spätestens jetzt einsehen, dass man heutzutage nicht mehr dasselbe Passwort für alle persönlichen Accounts – egal ob Online oder Offline – benutzen sollte. Und noch immer gibt es Nutzer, die ihre kompletten Login-Daten in einer Textdatei auf dem Rechner speichern – am besten noch mit „passwörter.txt“ betitelt. Oder Smartphone-Besitzer, die ihre Passwörter mithilfe der Notizen-Funktion in ihrem Smartphone speichern – natürlich mit der dazugehörigen Website ergänzt – schließlich muss man ja wissen, zu welchem Account die Zugänge gehören.

Um solche Faux-Pas zu vermeiden, gibt es Tools wie Passwort-Manager, die Ordnung ins Login-Chaos bringen. 

Last Pass

„Das letzte Passwort, an das Sie sich erinnern müssen!“ So wirbt LastPass auf seiner Website. Das Prinzip des Tools hebt sich grundsätzlich von KeePass ab, denn alle Logins werden online gespeichert. Deswegen ist LastPass für den Einsatz beim Surfen vorgesehen. Die Freeware-Variante ist als Plugin für Chrome, Firefox, Opera, Safari und Internet Explorer verfügbar. Hat man einmal all seine Passwörter in der LastPass Vault gespeichert, übernimmt das Browser-Plugin beim nächsten Besuch einer passwortgeschützten Seite für den User den Login. Dabei können sich die unterschiedlichen Browser-Plugins auch über mehrere Rechner hinweg synchronisieren. So soll der User von überall Zugriff auf seine Daten haben. Verschlüsselt werden die Zugangsdaten laut Anbieter lokal auf dem privaten Rechner. Mit der Premium-Version erhält der Nutzer für einen Dollar pro Monat Zugriff auf die LastPass-Funktion via iPhone, BlackBerry, HP WebOS, Android- und Windows Phones, inklusive der Browser Dolphin und Firefox Mobile.

KeePass Password Safe

Die kostenlose Open-Source-Software ist ein benutzerfreundlicher Passwort-Manager. Man gibt all seine Passwörter in die Datenbank ein, die mit einem Master Key beziehungsweise mit einem Key File gesichert ist. So muss man sich nur an ein einziges Master-Passwort erinnern oder einen Key File auswählen, um auf die Datenbank zugreifen zu können. Die Bedienung gestaltet sich dank Drag & Drop einfach. Verschlüsselt wird die Datenbank mit AES und Twofish. Besonders flexibel ist man mit KeePass, da das kleine Programm auch vom USB-Stick ausgeführt werden kann. Alle Infos und der Download auf der KeePass Website.

KeePass
Screenshot: KeePass Website

  

1PW

Das Passwort-Verwaltungstool 1PW wird seit knapp zehn Jahren weiterentwickelt und bietet ebenfalls eine Passwort-Datenbank, auf die man mit einem Master-Passwort zugreift. Zur Auswahl stehen fünf Verschlüsselungsroutinen. Per Drag & Drop zieht man beispielsweise Login-Daten aus vordefinierten Gruppen (z.B. E-Mail oder Bank) in die entsprechenden Felder einer Website. Weitere Features der mit zehn Euro (15 Euro für geschäftliche Nutzung) zu Buche schlagenden Vollversion sind zahlreiche Import- und Exportfunktionen, die Verwaltung von TAN-Listen, ein Passwortgenerator und ein automatischer Datenabgleich über ein Dropbox-Konto. 

1PW
Screenshot: 1PW Website

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