5 Dinge, die man über Apples M7 Motion Coprozessor wissen muss
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Vergangene Woche stellte Apple erstmals zwei iPhones vor, die gleichzeitig in den Handel gehen. Das iPhone 5c gilt trotz des stolzen Preises von 599 Euro als Budget-Phone, da es überwiegend auf die Technik des Vorgängers setzt und darüber hinaus von einer Plastik-Schale umschlossen wird.

Apples Premium-Gerät besteht weiterhin aus robusteren, hochwertigen Materialien und wartet mit zwei Features auf, die es bei der Konkurrenz in dieser Form noch nicht gibt. Zum einen wäre das der Fingerabdrucksensor, zum anderen der M7 Motion Coprozessor, zu dem viele noch keine Meinung haben. Motorolas Moto X verwendet übrigens sogar zwei dezidierte Co-Prozessoren, diese sind aber für andere Aufgaben zuständig als Apple M7. 

Eine der beiden ARM-v7-CPUs dient laut Angaben ausschließlich der Spracherkennung, die andere dem „Contextual Computing“.

Um Euch zu zeigen, welche Bereiche in den Zuständigkeitsbereich des M7 fallen, sind hier fünf Fakten zum Motion Begleitprozessor des A7:

  1. Der M7 treibt alle Sensoren an, die sich im iPhone befinden. Darunter das Accelerometer, der Kompass und das Gyroskop.
  2. Somit kann der M7 feststellen, was man gerade tut. Also ob man beispielsweise gerade mit dem Auto oder zu Fuß unterwegs ist, oder ob man sich gerade sportlich betätigt.
  3. Durch die Verlagerung dieser Prozesse vom A7 Hauptprozessor zur M7 Nebeneinheit soll die Effizienz, sprich die Akkulaufzeit, verbessert werden. So soll das iPhone beispielsweise die stromfressende Suche nach WLAN-Netzen in der Umgebung einstellen, wenn es feststellt, dass man Auto fährt.
  4. Außerdem sollen neuartige Fitness-Apps und bald auch Apples gefloppter Kartendienst mit diesen Daten gefüttert werden. Das Ergebnis: Präzisere sportliche Analysen nach einem Lauf, bessere Navigation durch Indoor Maps oder automatisches Umschalten von Auto- auf Fußgängernavigation.
  5. Die Gefahr: Das permanente Tracking von Bewegungsdaten ist natürlich eine heikle Angelegenheit. Mobile-Experten befürchten, dass massig User-Daten an entsprechende Firmen zum Zwecke der personalisierten Werbung weiterverkauft werden könnten.

Manche Beobachter, beispielsweise Chris Brandrick von Gigaom, sehen im M7 auch klar Anzeichen dafür, dass Apple konkrete Pläne zur Einführung von sogenannten Wearable Technologies wie Smartwatches hat. Der M7 Chip könnte den Ball zum Rollen bringen und einen Trend setzen: viele neue Apps, die sich an den permanenten Bewegungsmessungen des Prozessors bedienen und auf dieser Basis interessante Dienste anbieten. Laut Brandrick könnte es sein, dass ein Apple Wearable Device nicht mal eine Smartwatch ist, sondern etwas ähnliches wie das Nike FuelBand. Die zentrale Rolle, und das ist sicher unabdingbar für Apple, wird aber weiter das Smartphone/iPhone spielen. Es agiert als zentrale Schnittstelle an der die Daten von Wearable Devices zusammenlaufen und ausgewertet werden.

 

Aufmacherbild: people on zebra crossing street von Shutterstock / Urheberrecht: Pan Xunbin

 

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