Beacons

5 Fälle, in denen Beacons das Leben leichter machen
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Jeder kennt den Schreck am Mittagstisch, wenn der Brummer meldet, dass die Pizza fertig ist. Oder das Herumirren in großen Baumärkten, in denen monatlich das Sortiment umgeräumt wird. Dies sind nur zwei der Szenarien, bei denen die Beaconstechnologie Unternehmen und Kunden das Leben leichter machen könnte. Wie das gelingt, stellt das Schweizer Unternehmen beaconsmind AG in Anwendungsszenarien vor.

App-Benachrichtigungs statt Tischbrummer

„Va piano“ bedeutet im Italienischen „in Ruhe“ oder „gemächlich“. Genau dieser Philosophie fühlt sich die Restaurantmarke Vapiano verbunden. Aber „la dolce vita“ lässt sich nur schwer mit einem Tischbrummer vor der Nase genießen. Unhandlich, unschön und unpersönlich informieren diese Geräte den Gast, wenn sein Essen bereit steht. Smarter ginge es mit Beacons: Über eine Verknüpfung mit der bereits bestehenden Mobil-App könnte Vapiano dem Kunden sein Mittagessen mit einer persönlichen Nachricht übermitteln. Zugleich würde das Bonuspunkte-Programm mit den Bestellungen verknüpft und Angebote wie eine aktuelle Mittagskarte würden per Push-Nachricht angeboten. Im Bestfall kann der Gast sogar Vorlieben oder Allergien hinterlegen.

Indoor Navigation

„Yippijahjah yippiyippiyeah“ ist im Baumarkt spätestens dann vorbei, wenn man als Heimwerker wieder einmal in der falschen Abteilung steht und sich nicht zu helfen weiß. Die Baumärkte sind auf einer so großen Verkaufsfläche angelegt, dass eine spezifische kleine Schraube schwer zu finden ist – ebenso wie das Personal, das nicht einfach überall zugleich sein kann. Die Lösung: Eine Indoor-Navigation als Erweiterung der Hornbach-App. Die wäre kostengünstig und leicht umsetzbar mit Beacons und böte einen echten Mehrwert für den überforderten Hobbybastler. Zugleich könnte der Baumarkt ihn mit verlockenden Angeboten versorgen: Herr Müller steht vor der günstigen No-Name-Bohrmaschine? Eine Push-Nachricht bietet ihm das teurere Bosch-Gerät zum Aktionspreis an.

Bestellungen in der Halbzeit

Lieber FC Bayern München, zugegeben, die Allianz-Arena ist überwältigend! Nicht ganz so angenehm ist es jedoch, wenn alle in der Halbzeitpause auf die Suche nach der nächstgelegenen Toilette, dem Bier- oder Bratwurststand gehen. Wer nicht über eine Dauerkarte verfügt, muss sich bei jedem Stadionbesuch erst einmal neu orientieren. Mit der Beacon-Technologie könnten Fans Snacks bereits vom Platz buchen, sich den Weg zu den Sanitäranlagen und Snackstand weisen lassen und rechtzeitig zum Anpfiff wieder auf ihrem Platz sitzen. Bezahlen könnten sie mit ihrer digitalen Fankarte, auf der auch Tickets gespeichert sind und Clubinfos ausgespielt werden. Wenn das kein Grund zum Jubeln ist.

Der direkte Weg zum Produkt

Jeder war schon einmal am Wochenende bei IKEA: schicke Möbel zu bezahlbaren Preisen und einfach aufbaubar. Nur muss man das gewünschte Möbelstück erst einmal finden. Dafür geht es zunächst auf die Jagd nach einem Service-Terminal. Und hat man den gefunden, wartet man bisweilen eine halbe Stunde in der Schlange, obwohl man selbst nur schnell wissen will, in welchem Regal die gewünschte Pax-Schublade in Buche liegt. Dabei könnte IKEA die App einfach um eine Beacon-Technologie erweitern und den Kunden direkt zu seinem Regal leiten. Die Family-Card wäre gleich hinterlegt. Und der Schrank-Käufer könnte die lange Schlange an der Warenausgabe umgehen, indem er einfach eine halbe Stunde zuvor digital zahlt. Zum Abschluss geht er dann ganz entspannt einen Hotdog essen.

Beacon-Technologie im Museum

Museen wird eine Doppelrolle als Bildungs- und Forschungseinrichtung zuteil. Gelder für beide Bereiche sind jedoch oft extrem knapp. Knapp eine halbe Million Menschen besuchte 2013 das Museum für Naturkunde in Berlin. Und nutzten Museumpläne, Führungen oder Kopfhörer für eine digitale Führung. Das bringt Druck- und Hardwarekosten mit sich und bindet Mitarbeiter-Ressourcen. Beacons könnten hier mehr als ein Wegeleitsystem für das Haus sein: Sie wären der persönliche Führer durch die Ausstellungen und könnten bei längerem Verweilen an einem Exponat sogar weiterführende Informationen liefern. Zugleich könnten Beacons dokumentieren, wie viele Besucher den Tyranosaurus Rex ausgiebig betrachten und wie viele sich mit der Sonderausstellung Panda beschäftigen – ohne einen Mitarbeiter zum Zählen abzustellen.

Unternehmen müssen die Technologie erst noch für sich verstehen, meint Max Weiland, Geschäftsführer der beaconsmind AG: „Die Technologie bietet so viele Möglichkeiten, dass Unternehmen ein zu ihrer Marke passendes Nutzererlebnis mitunter übersehen. Stattdessen lassen sie den Kunden mit frustrierenden Einkaufsmomenten allein.“

 

Aufmacherbild: Detail of businessman drinking espresso coffee in the city cafe during lunch time and using mobile phone via Shutterstock / Urheberrecht: Halfpoint

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