6 Beispiele überzeugender About-Me-Seiten für Euren Blog
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Blogging wird immer mehr zum Volkssport – kaum verwunderlich, kann doch jeder dank Blogger oder WordPress in nur wenigen Minuten eine eigene Website erstellen. Um aus der Masse herauszustechen, lohnt es sich neben kreativen Einträgen auch abseits der Hauptseite auf innovatives und attraktives Design zu setzen. Gerade für Designer und Digital Professionals, die durch eigene Websites ihr Können ins Schaufenster stellen wollen, kann eine gute About-Me-Seite potentielle Kunden überzeugen. Als Inspiration für Euch stellen wir hier sechs kreative Beispiele vor.   

Der wichtigste Grundsatz bei der Gestaltung der About-Me-Seite ist: Sei authentisch! Die Leser des Blogs wollen wissen, wer Du bist – nicht wer Du sein möchtest. Der Grad zwischen Selbstbeschreibung und Selbstdarstellung mag zwar fein sein, doch sollte man versuchen, auf Eitelketten zu verzichten, um durch Persönlichkeit die Distanz zum Leser abzubauen und Nähe zu schaffen. Caitlin Wickers ist dies gelungen, denn ihr Blog sagt viel über die kreative Stofftier-Designerin und ihre Leidenschaft aus. Auch die klaren Strukturen, Pastelltöne und Fotos, die ihre Arbeit, ihre Heimat Brooklyn und natürlich sie selbst vorstellen, tragen zum persönlichen Ambiente bei.


Screenshot: http://caitlinwicker.com/about/

Ebenfalls ein gutes Beispiel ist der Blog des Start-up-Helfers „andCulture“. Im Gegensatz zum ersten Blog handelt es sich hier nicht um eine Einzelperson, sondern um ein ganzes Team von Angestellten, das der User kennenlernen kann. Durch Responsive Design verwandeln sich die Bilder der Fotocollage beim Herüberfahren mit der Maus in Kacheln, auf denen Namen und Titel der Mitarbeiter zu lesen sind. Die Dynamik des Unternehmens und das kreative Miteinander wird so unterstrichen.

Screenshot: http://andculture.com/

Die Entwickler und Designer von „Electric Pulp“ nutzen ihren Blog vor allem dazu, ihre Arbeiten und Projekte vorzustellen, wobei der Schwerpunkt auf kreativer und effektiver Werbung liegt. Satte Farben weisen auf Werbekampagnen und Studien hin, doch im Gegensatz dazu wurde die About-Us-Seite nahezu ganz in schwarz und weiß gehalten. Die Botschaft ist klar: Es kommt auf die Kunden und die Qualität der Arbeit an, nicht auf die Köpfe dahinter. Zugleich drücken die hochwertigen Fotografien Klasse aus. Ein Klick auf die Bilder der Mitarbeiter leitet auf die jeweiligen Twitter-Konten weiter, wodurch auch ein persönlicher Kontakt nahegelegt wird und man als Kunde einen Einblick in die persönlichen und professionellen Interessen der Mitarbeiter erhält. Auch das Kontakt-Formular direkt unter der Vorstellung erleichtert ein direktes Inkontakttreten mit dem Unternehmen.

Die PR-Agentur „Transformation Projects“ hat sich in den Dienst der guten Sache gestellt. Über den Kontaktinformationen prangt zunächst der große Schriftzug „Thank you for doing what you do,“ wodurch sofort eine positive Stimmung geschaffen wird. Schließlich zielt die Website darauf ab, mit Wohltätigkeitsorganisationen zusammenzuarbeiten, wodurch zunächst deren Tätigkeit in den Vordergrund gerückt wird. Will man mehr über die Macher erfahren, öffnet sich beim Hovering über den jeweiligen Bildern ein Menü, über das man zu den Facebook, Twitter und LinkedIn-Konten weitergeleitet werden kann oder zu einer Seite gelangt, die Andrea Curtis und Adrian Sinclair näher vorstellt.

Screenshot: http://www.transformationprojects.ca/

Auch die PR-Agentur „Whiteboard“ hat über eine Beschreibung bisheriger Projekte und einer Art Firmenphilosophie einen kreativen Weg gefunden, sich als Unternehmen mitsamt der Mitarbeiter vorzustellen. Auf der About-Us-Seite stehen statt genauer Tätigkeitsbeschreibungen Werte wie Fantasie, Kreativität, Respekt oder Qualität im Vordergrund. Die wichtigste und immer wieder kehrende Botschaft ist dabei, dass man Menschen bei der Verwirklichung ihrer Träume unterstützen möchte. Nachdem man an diesen Werten entlang die Seite heruntergescrollt hat, sieht man die Mitarbeiter mit Fotos, die sich so symbolisch der Firmenphilosophie unterordnen. 
 

Screenshot: http://whiteboard.is/

„Greats Brand“ setzt bei der eigenen Vorstellung auf ein Video, dass neben dem Unternehmen auch die Gründer der Firma vorstellt. Das Design und das Video illustrieren dabei das Image der Schuhmarke, das frisch, ungezwungen, aber qualitativ hochwertig sein soll. Dieses Image wird auch durch die Informationen zu den beiden Gründern widergespiegelt, die nicht durch Fotos, sondern durch Komikzeichnungen dargestellt werden und deren Begleittext zum Beispiel darauf hinweist, dass John Buscemi gerne bei Peter Lugers isst oder dass Ryan Babenziens Lieblingssommergetränk ein Shake aus Blutorangensorbet und Milch ist. 

Screenshot: http://greatsbrand.com/

Zusammenfassend lässt sich aus diesen Beispielen somit lernen, dass die gute Umsetzung einer About-Me-Seite immer die Philosophie eines Unternehmens oder Bloggers widerspiegeln sollte. Nicht nur die Inhalte, auch das Design und der Kreativsinn formen das Image und tragen nicht unwesentlich dazu bei, wie eine Dienstleistung, ein Produkt oder einfach ein Reisetagebuch oder ein Koch-Blog bei den Nutzern ankommen. Ein langweiliges About Me kann ein Indiz für einen langweiligen Blog sein, doch in jedem Fall lässt es selbst bei innovativen Websites ein Gefühl zurück, dass die Macher nur wenig Liebe fürs Detail übrig haben und möglicherweise nicht vollständig hinter ihren eigenen Projekten stehen. Es mag nicht der Teil einer Website sein, den man zuerst besucht, doch spätestens dann, wenn sich ein Leser oder Kunde näher mit den Machern eines Blogs auseinandersetzt, wird die About-Me-Seite zum Make- or Break-Kriterium.

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